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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirche».Historie Neues Testamentes

stantinopel, Alexandrien , Antiochic» und Jerusalemgebunden, ingleichcn war der Titel noch nicht so abge-sondert, daß man dieVischöffe dieser Oerker nicht auch

von Palästina unterworffen, wie oben angezeiget wor.den, u. s. w. m)

Äbsoiwerlich lässet sich der Hochmuth und die Eitel.

zuweilen härte Ertz-Bischöffe, oder auch pabste neu- keit der RömistHen Bischöffe au allen Ecken spüren,nen sollen. >) jr>) Pracht und Überfluß^ zeigeten sich bey ihnen derge.

Die ?^UvlA1L8 waren noch zur Zeit von den Me- stall,daß schon um das Ende des vorigen 8ccu!i der heyd«tropolikcn nicht dergestalt nnkerschieden, daß diese nicht nische Stadt^Vogt zu Rom sagte:Lsljgct)et mich zumauch den Titel der primären geführet hätten. K) In Bischofs der Smdr Rom , so will ich ein Christ

Africa gab eszweyerley priinaren, erstlich diejenigenBischöffe, welche in der Haupt-Stadt wohneten, undnachmahls diejenigen, so die altes?-orchnireten in einerjedweden Provintzwaren. Überhaupt waren^8, welche in einer Provintz unter den Bischöffe»den ersten Sitz, und dieersteStimme hatten. Endlicherhoben sie sich über gantze Nationen und die Lxarcbo;der vioecelen. Daher findet man die Primaten zuLyon in 6aIIis Lelrics, zu Trier in Lailia Leigica , zuLourges in Lallia Aguitanica, folgeNdSauch zu^beims,§en8,V.ouca,kourcIe3ur, Arle;, Viennc; inSpanienjUlbllffalis und Toledo, über welchem Range sich vielStreitigkeiten erhoben, wie Hin und wieder anzn-mercken. i)

Von dem Titul der Ertz-Bischöffe findet man, daß

werden, o)

Diese Bischöffe strikten nur in diesem 8eculo gewal«tig vor das Recht, daß alle Appellationes an sie sollengebracht werden, und hatten auch in der That schon eingrosse 'Ansehen erlanget, weil sie, wie immer vorgege-ben ward, auf dem Stuhle kern fassen. Man wird hinund wieder Exempel davon anmercken können.

Doch gestunden ihnen die Bischöffe noch nichts wer'.tcrS zu, als was ihnen die Lsnvne; Loncilwrum beyge«leget Hakten, aufweiche sich auch der Römische Stuhl,wi wohl zuweilen ohne Grund und hinterlistiger Wei-se srers zu beruffcn pflegte, p) Daher wollen sie nichtflugs glauben, daß einer, mit welchem der Pabst in Ge-meinschafft stund, auch sogleich von der gantzen akge-meinen Kirche zur Gemeinschaffk angenommen werden

er verschiedentlich gefügt worden. Alan nennete auf!

den Loncilü; zu Epheso und Chalcedon die Bischöffezu Rom, Alexaudnen und Antiochien Ertz- Vifchöffe,ingleichen die^xaecko; der Oioecclen, als dieVischöffezu 8elcuc>s, in Cypern, zu Epheso, Thessalonich undandere, welchen man auch sousten den keffcL? der Pa-triarchen gab, absonderlich ward durch den Schluß desdloncilii zu Chalcedon denjenigen Bisehöffen , derenStadt zu einer neuen Residentz angeleget wurde, das?raecjicat der Ertz - Bischöffe zugestanden , wie sonstschon im vorigen 8eculo beobachtet worden.

Es ist aber zu bewundern, wie der Ehr-Geitz derBischöffe zu so mancherley Veränderungen der Dioo-celen, Provintzien und Haupt-Städte Gelegenheit ge

Aeltestcn ä?iaicn ausdrücklich zu erkennen geben, unddem Pabste umständlich zeigen, daß er sich deßfallö ver-gangen habe.

Der KäyserVäbx8Höl!äNV8 III. ließ sich zwar inseiner Jugend, da seine Mutter noch mehrenkhcils das.Rcgiinenk in Händen hakte,von dem Römischen Stuh-le ein Ges. tz abbetteln, vermöge dessen alle Bisihöf--fe in GaUien, ja der ganrw Occidenr,welcvcnerbeherrschte, dem Urtheile des ApostolischenStuhles , wie »nan den Römischen nennere, rm-terworffen seyn söffe: allein, da sich diese Verord-nung auf viel falsche Sätze gründete, daß nemlichderStuhl zu Rom seine hohe Würde von den Vcrdien-

. . ^ . V ' sie» kccrl herhätte; auf dem ^oncilio zu Nicäa wä

geben, also,daß sie vielfältig zertheilet, vermehret oder ^ ihnen sicher Vorzug zuerkannt worden , welcheseingezogen worden. Alfa machte man zwey Egypten, §u<ch die zcitherige alte Gewohnheit bestätigte: so ist siezwey g kekaiclez, zwey Erlitten, zwey Paphlagoiuenrc. Zeit gar wenig in acht genommen worden, g)Man verordnete in den Provintzien mehr Haupk-Stad- Wjx PabsteOriente iöre Gewalt zu beftsti-te,Residentzlcn, und verlegte zuweilen d,e Rechte einer gxsacher, erhellet bereits aus den Lebens - Be-Stadt in die andere, nachdem etwa die Käysi^ diesem, derselben- Zu Corinkh setzte WLbL-

oder jenem Bischöffe,nen Gefallen damit erweisen ^^^^8 wieder den Danck der Bischöffe in Jllyrienwollen. Zu den Zelten dcs^ tüoncilii zu Nicäa warjh^ rjn, wiewohl dieser selbst des Pabsies

nur ein Metropolit in gantz Egypten, unter dem vioIcom zu Alexandrien werden deren schon zehen gezäh-let. 8 i>-mium war vormahlen das Haupt in Jllyrien,nun waren zwey, gegen Morgen Thessalonich, und ge-gen Abend llauriÄcum, welches anietzo Enö heisset.Auf eben dergleichen Weise ward der Bischofs zu Al-les über die zu Lyon und Vienne erhoben. Der zuConstantmopcl kam über die zu Heraclca, EphcsffundCäsarien, welche sonst die Lxarclri der DioscLlen wa-ren. Dem zu Jerufalein wurden drey Provintzien

i) kk. 8käNtti-X1IV8 k. 8 -c. 5 - csp. 6 . n. I. k) 85noä. 1'aurineos. i» l". Concil. äif

f.tt. krilusübur. t) M. k. 1. c.

»«M. 2.

Gewalt in folgendem nicht über sich erkennen wolle, r)und die Patriarchen zu Constantinopel sich das Rechtüber Jllyrien vinäicireten. Was sich der RömischeStuhl auf den L«ncil»5 und sonsten noch angemasset,wird an andern Orte» vorkommen. 5 )

IV. was

m) 8k^d>I'iL^k k. inkro>j. Sl! 6eoßrLssk« 8, it. 1^. L. I. c.n. 6. n)E ^EKl.l.Id)V8l!l».27.c.Z. o)ttixkON.«p 6l. p) Vi^. epp. L 08 IX 1 I, Lc. q) OVÜ8-

slliU. cüllerk. apol. pro 8 OV kldl 6e anriqna

kcclrUre llitciplins clist. 2. r) 8 IX 1 'V 8 IH. cpik. aä Orien.tsler epilc. ,) Conk. LI-O^VLI.I.V8 äe krimalu c. 25. seÄ.

6i. 62. 6z.