V. 8ecnlüm. III. Lsp. Von« Kirchen- Regimcnte.
IV.
Was sind vor neue Aemter und Titel ausigekommen?
Die Vie^kII, welche Bedienung aus dem weltli.chcn Regiment / da die pracwÄi kraecorio ihre Vicsrios hatten, in die Kirche genommen worden»-r) ZuRonr, wo man immer was sonderliches haben wolte,fieng man solches zuerst an, indem sich die Bischöffedaselbst nicht soviel Mühe geben «Volten, an die ent-legenen Oertcr auf die tüoncilia zu reisen, und daherihre Legaten dahin schickten, an deren statt nunmehrodie Vicarii aufkamen, welche an eutferneten Orttn desPabsteS Stelle vertreten musstn. Also >onrd l^V?V5zu Theffalonich der ersteVic-u-iue des Asinischen Stuhls,welcher diß Amt »o.-eo-eio zu gefallen mit Nachsichtr»r.ovo5,l II. übernahm. FolgendS inachte mau auchVsicsrio; des Röinischcn Stuhles in Gallien zu Arlcs,Kbeims, Metz rc. Sie Hatten Macht, denen Bischof,fen über den Alpen likceras tormaw? oder commcinjcsroria; zu ertheilen, die LOncilia in den Nioscestn zuverschreiben, über die Sachen der Bischöffe zu crken-
bräuchen der vorigen Zeiten, ausser daß die Lonciliaverordnen , es solle kein Büßender in den geistlicher«Orden angenommen werden, cö sey denn eine Noth-wendigkeit vorhanden/ und da sollen sie doch mir dieuntern Orden bekleiden, a) Ein 8obäiacoi,u8 sollenicht zur andern Ehe schreiten, oder Herunter gesetzt,und Leser, oder Thürhüter werden» Nahme einer aberdas dritte Weib, so müsse er zwey Jahre Busse thun,und hernach im Layen-Stande bleiben. b) Ein Sol-dat wäge wohl zum geistlichen Stande oi-a'm-rct wer-den, aber nicht höher , als bis zum Oiacoaat gc-langen» c)
Daß den Vischöffcn, Aeltesten und Oi-com; ein-mahl zu heyrathcn frey gestanden, ist aus dem erstenLonciilo bolerano offenbahr. 6)
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Wic haben sich die Lehree in ihren Pflich-ten wohl verhalten?
Von A'V6V8 5IbIO rühmet nonwomVZ im Lebendesselben, baß er ein Schrifftgckehrter zum Himmc!reich gelehrct gewesen, wie auä) einer von dcnerr, "
»,en,und sie nach Rom zu ciilren.Durch diese m-ixlmezogswclchen gesagt wird: Also redet, und also thut! und
der Stuhl zu Rom unvermerckt die Gerechtigkeitender Patriarchen und Lxzrclrorum an sich, daß nichtsohn ihn geschehen konte, welches um soviel) leichter vowstatten gieng, weil durch die Emsässe, der Eschen,Francken rc. die Lander sehr zerrissen wurden, und durchdiß Mittel vielen Unordnungen schien abgchslssen zuwerden, u)
Die KkcM'?KL58VrkkI, oder E«-tz-Priester,welches diejenigen Aeltesten waren, so unter ihrenAmtS-Genossen zuerst waren ormmret worden, denenaber die ArchiciiLccini zu Rom und im OccideNt vor.giengen.
Ausser diesen nennet man noch andere Aemter beydem Kirchen - Wesen, als
1. DaS Amt «-'-?.»»>, IX'icnlnrum Tcclslia«, welche sichder Armen , und der Kirchen - Freyheiten an-nahmen. x)
2 . Das Amt der Oeconomorurn, welche mit denEinkünfften undKirchcn-Gütcrn zu thun hatten./)
z. Das Amr der Apocrüiürioram, welche ihren Prin-cipalen von Kirchen. Sack-en Bericht erstatten,und sich sonst des Kirchcn-Wescnö, absonderlichin Gesandschafften, annehme» musicii. r)
Di- Archiinandriten waren die Aebte, oder Vor-steher der Mönche in der Griechischen Kirchen, derenBenennung zwar im vorhergehenden 8-euIo schon an-getroffen wird, in diesem aber sonderlich in Brauchgekommen. Sie stunden allemahl unter der Aufsichtihrer Bischöffe.
V.
Was isi bey der Oräinuclon der Kirchen-Bedienten zu mcrcken?
Man findet dabey nichts veränderliches von den Ge-
l) kK. 8k^ttk^1IV8 b. tt. 8cc-5. »p.6. «./. u)KOd)OLI,l»V8 ciilicrt» V>c»rH5 6LÜUrum. x) Concil.
sz. 7) Ibiä«mr->i,.2H. -) V»«l. cOVIdIVS.
Von solchen, davon Christus spricht: Wer also thut,und lehret die Leute, der wird groß heiffcn im Him-melreich!- Ja , es konte dieser Lehrer bey seinem Lebe»auftreten, und seinen-Zuhörern zuruffen : Ich lebevor euren Augen ; ich weiß, daß dre, so gernefrey leben wollen- stct) mir anderer Leute Exem-pel zu vehelffcn pflegen, oder aber selbige ver-leumden , damit sie nur ihres gleichen haben mö-gen. Aus diesen Ursachen will ich nun, daß ihraus mein Thun und Lassen acht gebet. Dennich verlange «richt? an euch, als die wahre Gott-seligkeit. c)
Die gantze Zucht der christlichen Weisheit bestundbey ihnen in wahrer frcywilliger Demuth, nicht in vie-len Worten, nicht in scharffcn Dispukircn, und Be-gierde des Ruhms und Lobes, t') AlSdenn war ihrAmt und Wachen nützlich, wem.« der Heil. Geist siesamt den Zuhörern recht regieren konte, und derzchaltnicht nur die Heerde, sondern auch die Hirten bcwah-rete. g) Der Heil. Geist aber konte sein Merck nichtanders haben, als in den Demüthigen.
Sie redeten daher von ihrem Predigt-Stuhle mitFurcht und tieffcr Demuth. Die Stimmen der Lo-benden vergnügten sie nicht, aber wohl die andächtigeBekännrniß der Sünden. Sie hatten Mißfallen amLobe der Zuhörer, aber Gefallen an ihren« Wachs-thum. l>) Sie suchten ihren Titel, da sie sich llum«->e;, oder Demüthige nennctcn , allezeit auch in derThat zu beweisen. «)
Hiernechst bemühetcn sie sich das Böse abzuschaffen,die Vstederwärtigcn zu gewinnen, die Trägen zu cnve-Bbb bbb z ckcn,
s) tloncil. 1ol«r. k. tilg. HO. c. placmr. t>) Illem c»n. 4-c) Ibi-1. c,n. 8- c-n. ig. e) /eV 6 V 5 Hdt. serm.Lk.Se äisers. s) I.KO tcrm. 7- >" epipii. l)om. K ) ^V6V-8Hd1V8 m ieatcoc. kk 08 ?L^I n« z6. d) L«iein in ps. 67.i)8IV0dllV8 lib. 7 . --., 2 .