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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IX. §eeu!um. II. Oap. Von dem Gottes-Dienst»

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Buch. ß) An allen Sonn« und Fest-Tagen musteentweder von einem Bischoffe, oder von einem an-dern aus der Clerisey gcprediaet werden. K)

Die Proccßion und Lirancöen wurden noch , wie invorigen Zeiten / beobachtet, i)

V.

Was ist bey der Tauffe zu bemerckcn ?

Man erkannte, daß bey der ersten Kirchen allenauch im Norhyrll so gar den Weibern, frey gestandenzu lausten : damit aber diß Geheimniß nicht veracht,iich oder von den Einfältigen übel handthicrcr werdenmöchte, so hatte man das Oeerer gemacht, daß alleindie Bifchöffe und drebbyr-rj, im Fast der Noth aberauch diesem,,, lausten holten, k)

Die Tauffe geschach an allen Orten, die an demStuhle zu Noin hiengcn, in Lateinischer Sprache,außer in den Slavischen Ländern, da die Mutrerspra.che bey dem gantzen Gottes-Dienste eingeführet wor-den, wie aus der Xl. Frage des I. Capitels zu wie«-erholen.

In diesem 8cculo kam auch der Mißbrauch auf,sich durch die Messe und Geni'cssung des Heil. Sacra-ments der angeschuldigten Ubelkhaten zu entfchütten,und solches vor eine gewisse Probe der Unschuld zuhalten, r) Also musten sich die Mönche eines Klo-stets, wenn etwa Sachen darinnen weggekommen odergestohlen wordcn waren, durch Anhörung der Mes-se und Empfangung des Heil. Leibes und Blutes^ gurgiren. ;)

VH.

Was sind noch vor Kirchen Gebrauche undCeremonien zu bcmcrcken ?

Die Lasten.

Die Hochzeit-Ceremonien.

Die übrigen Ceremonien,

Vlll.

Wie ist es mit dem Fasten gehalten worden?

Der 8xnoüu5 zu Mäyntz Anno 8iz. r) setzet vonden Fasten der vier Iahres-Zeiten, daß sie von asten

i.

Sonst kamen dre Taust, und Flrmelungs-Ceremo-'beodtichsxk werden sollen, ncmlich die erste im Mertz

nien niik denen in den nächst vorhergehenden Leculisüberein.

Vl.

Wie ist es mit dem Hcil. Abendmahl gehal-ten wordcn?

Die Communion ward an einiger! Orten aste Tagecelcbrwet, 1) auf das wenigste geschahe es in denFrantzöstschcn Kirchen aste Sonntage, m) Man ge.brauchte dabey ungesäuert Vrodt und Wein mit Was-ser vermischet: r>) wobey man zugleich bemercket, daß«och durchgchends beyderley Gestalt im Brauchgewesen.

Der Mißbrauch der eingeführten Messen hatte auchin diesem 8cculo seinen urcheilsümen Fortgang sowohlvor die Lebendigen, als vor die Todten. ») Ja, derPabsi t.re> iv. weyhete sogar seine neuerbauete Stadtbcopolim nebst Weyhwasser und Proceßionen durchMessen ein, damit sie dadurch gegen die Saracenenbefestiget seyn möchte, p)

Der Lehre von der wiederholten Opfferung Lbristjhat k^80^^5IV8 ^I)LLXIV8 g) das Wort gere-det, da er ausdrücklich schreibet, es wäre nöthig, daßChristus, nachdem er einmahl im Fleisch gelitten, täg-lich wieder geopffert werde, weil wir täglich sündigten.Diß hat vollends Anlaß gegeben dasPapistifche Mcß-Opffrzu erdichten, welches eben so wahrhassrig undkwstttg feyn soll, als dasjenige, so der Heyland amStanime des Creutzeö gebracht hat.

die erste Woche an Mr'rwoch, Freytag und Sonna-bend; im lunio die andere Woche an den bedeutetenTagen ; im 8cprcmdri die dritte Woche an eben denTagen ; und im vecembri die volle Woche vor demWeyhnachr-Abcnd, in gleichen Tagen.

Die Fasten geschahe durch Enthaltung vom Fleisch.Man gieng dabey zur Kirchen , sang Litancycn, undhörete die Messen. Das schlimmste dabey war, daßman was verdienstliches daraus machen, und die Sün-den damit tilgep woltc. u)

IX.

Was ist bey den Hochzeit-Ceremonienzu mcrcken?

Diese beschreibet der Pabst VTicolaus an die Buk>gärn x) aus solche Weift: Bey uns tragen wederdie Mannes- noch Weibes-Personen golden, odersilbern, oder von andern Metallen zusammen ge-fetztes Band auf dem Haupre, wenn sie ehlicheVerbindungen stiffren; sondern nach dein Ver-löbniste, welches das versprochene Bündniß derzulunfftigen Hochzeit ist, und mir Einwilligungder Oomi^beeten und derersenigen, in deren Ge-walt sie stehen, gehalten wird, und nachdem ein-ander die Treue durch den Mahlschatz, nemlichdurch gewechselte Ringe an den Fingern, ver-siegelt und sonst wegen des Heurarhgurs Rich-tigkeit getroffen » so werden sie beyde zur Rü-chen g sichrer, opffcrn GOtt durch des prie-x) 10-1^8 Lvrei. frsef üb. 2. »MLY. b- 8zmo«i. Xtu-! sters Hand, und einpsangen sodenn den Seegenz»n,. c,p.l) UL0 Oüienü üb. I. k^8Xkcv8 jlmd dre himmlische Decke, welche letztere aber

diejenigen, so zur zweyten Ehe schreiten, nicht

8V8 »nliiruk. üb. 2. c»s>. iy. k) in erp. I. ep. i.

»L Lur. K/cü^I8V8 ^.^V!tV8 epik. -s KkOI>!KLl.0Vüi.b V8 ül^VXV8 <te cvrpvre L si-nK. Dom. m ) 8^n

»äus ^(juirK-»n. 2. c,p. z. eun. 22. n) XiXV-

ÜV8 se inltir. Llcr. c»p. Z I. c?onr. snno 868. csn.

o) ttLK,>diV8 X1KVKV8 üb 8. i» üccleü csp. 14.p) üib«s kunriLc» in vics üLOdi. IV, 6e corj>, Sc s»nx.üom. czj>. A,

Lolgends, wenn sie aus derRir-che gehen, kragen sie Cronen oder Cräntze aufz dem

'herkommen.

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r) 8I6kküii'I'V8 Ski »n. 870- tonci!. St oinc-r. si! sn8'8- "n.io « ) Ibiclem r^n. 15. « ) csn. Z4. u) P.LLZ.

d!V8 tz1äVKV8 üb. lz. in ttILltoX!. r) Kcssonso Z.