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Kirchen «Historie Neues Testamente-
no 868. worauf kttonv; von II. zum drit-
senmahl in Bann gethan, feine Schufst init Füssengetreten und verbrannt worden, x) Der zehendeAnno 877- unter Vlll. wegen der Käyser-
Wahl. Der eilssre Anno 879. in gleicher Sache.Der zwöffreAnno 88r. Der dreyzehendeAn. 89Z.Der vierzehende Anno 896. auf welchem der verstor-bene roknvsv; so übel trnctiret worden, wie sonst schonangezeiget. Der funffzehende Anno 808. welchervon lOIächML IX. dem vorigen zuwicder gehaltenworden. Man sehe hierüber die Lebens - Beschreibun-gen der Päbste und die Ivmc,8 Omciliorum. l>)
2Z. Der 8XNOOV8 coxvVi;^8l8 in SpanienAnno 852. worauf man den Märtyrer. Dienst Verb»,shen, nachdem derselben unter dem Saracenischen Kö-nige eine grosse Anzahl worden, i) Um
dieses Verbothes willen wird er von den Papisten voreine gottlose Versammlung ausgegeben, k)
24. Drey 8^dlQOI zu d0VL8ttOV Anno 80z.822. und 824. von unterschiedenen Privat-Streitigkei-ten der Bischöffe und andern Kirchcn-Sachcn. I)
Im übrigen wird man bey diesen 87110615 angemer-ket haben, baß eö dieser Zeit gewöhnlich gewesen, nichtnur geistliche, sondern auch weltliche Sachen daraufvorzunehmen, welches bey den Regenren vor ein gros-ses Versehen zu achten, indem ihnen die Clerisey da-bey in die Karte gucken , und sich ihrer Schwäche zubesonderm Vortheile bedienen konte. Drum stehetman auch wie es gieng, daß die Geistliche auf ihren§7110615 gcist. und weltliche Sachen beurtheileten, undgar Käyser und Könige darauf ab - und einsetze««,gleich als ob sie diejenigen wären, die göttliche Ge-walt über alle menschliche Dinge in Händen hätten.
XVII.
Wie war die Gewalt der Obrigkeit in Kir-chen-Sachen beschaffen?
Es ist bereits verschiedentlich erinnert, daß gar man-ches davon aus Aberglauben und Einfalt vergebenworden. czL0l.v? zi harre alle Gewalt der vorigenKäyser dißfaüö in Händen, wie er denn auch solchenach Anweisung des vorhergehenden 8eculi ziemlichexercirete : gleichwohl machten seine Il-nrenen undwichtige Geschencke die Päbste und andere Clerisey hoch-wüthiger, daß sie sich sonderlich unter seinen Nachfol-gern iminer mehr heraus zu nehmen auficugen.
H.VOOVICV8 ?IV8 war allzufcomm vor denPabstmid die Geistligkeit: daher sie zuletzt lieber garComö-dienmit ihm gespiclethätten. Wie LHKOUV8 d^I.VV8 dem Päbßlicheu Stuhle ein grosses Recht beyder Käyser-Wahl in die Hände gegeben, ist bey denPäbsten gezcigct worden. Mau kan überhaupt nichtohne Grund sagen, daß bey dem Amvachs des Käy.serthums im Occidente die Macht der Käyser in Kir-chen-Sachen, von Tage zu Tage gcschwächct worden-
8) in vir, k) -pu6
VVId 1 V >4 4.5.6. i ) LVstO6IV8 in memvriiili stin-Äarum. k , KKKQNIV8 -6 C. 852. C,rci. 4 ' eeOVIItkst in ticikic. Concil. Uiß>. sä »n. «iiÄ. I) 8?Lld-t/rdIdIV86» Concil. Lnksa.
Im Orientechandeltcn die Käyser dißfalls noch et-was freyer, zuweilen aber desto unvernünfftiger, son-derlich, wenn sie gegen die sogenannten Bilder-Slür»mer erhitzetwaren, oder sonst nach ihrem imerellc 8711-odo5 berufften- Dcr Pabst hätte ihnen zwar gerne dasSeil auch über die Öhren gezogen : allein es schien,als ob man allhier seinangemastesAnsehen nur soweitgelten liesse, als man es brauchte. Dahero warendiese Käyser mit Rom bald Freund bald Feind, nach-dem es sich zu ihrem mccrcüe schick-.»« wolre.
So wohl diese als jene aber behielten das Hefft derober-bkschöfflichcn Gewalt in Kirchen-Sachen nachvielen Stücken noch in Händen. I.VOOVILV8 ?IV8setzte Bischöffe, wie er mit amc»Lirio zu Hamburgthat, m) und ließ niemanden ein geistliches Amt zu-kommen, wenn er nicht von sichrer Lehre und gutemLeben versichert war. n) Wie sehr er die Verbesserungder Clerisey und des Christenthums gewünschet undgcsuchet, bezeugen seine Lapüul^ria, welche ihm aucheben die Bischöffe auf den Hals Hetzeken, weil « gleich-sam gar zu viel Frömmigkeit von ihnen forderte.
Ietzkgedachre Lspirularia, dergleichen auch von an-dern Käysern und Königen damahliger Zeiten ausFränckischcn Stamme vorhanden, sind der grössisteBeweist der Kirchen-Gewail bey ihnen, welchen manden heurigen Papisten vorlegen kan; wogegen diese -nichts tüchtiges aufzubringen wissen. 0) Sonst istaus der Historie der ^nociorum bekannt, daß dieseHerren nach freyer Macht die 8711(16115 ausgeschrieben.Von andern Sorgen, so sie der Kirche wegen über-nommen, will ich nichts gedencken,wcil sie in der Histo-rie hin und wieder angemercket werden können-Von den Griechischen Käysern hat man destoweni«ger Ursache Exempel anzuführen, weil die Historieüberall mehr vor sie redet, daß sie sich die Ober-Ki»chen-Gewalk nicht aus den Händen windcN lassen.
Der Englische König gebrauchte stch
seiner Rechte in der Kirchen ebenfalls gar löblich undklüglich. Seine Wachsamkeit, Sorgfalt und Klug-heit gaben viel schöne Gesetze zur Virbcsserung desChristenthums an den Tag, zu welchem Ende er auchviel herrliche Schulen ann'cl>tcke, ohne daß er überdiß alles den Römischen Stuhl befraget, oder seinerEinwilligung nöthig gehabt hätte, p) wie solcheswohl 6^>XOdUV8 und andere erzwingen wollen.
Unter die Mißbräuche der obrigkeitlichen Kirchen-Gewalt ist zu rechnen, wenn man die Leute wieder ihrGewissen und Überzeugung zu etwas zwingen wollen.Also soll 8Vt-8Il80U')V8 von seinen Bisihöffen ver-langet Haben, seine Feinde in Bann zu thun. g)Absonderlich wäre es an LHKObO XI. noch als ei-ne mercklicde Tyranncy zu schelten, wenn es andersseine Richtigkeit hätte, was von ihm erz-hlet wird,daß er die halsstarrig!« Sächsin durch ein besonderGerichre in weftphaken zum Christenthum habenöthigen wollen. Solches soll ane lauter unbekannten
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