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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IVAO

Kirchen - Historie Neues Testaments

Anno 848- auf den 8ynoäum nach Mäyntz erfordert/und darauf nach überreichter Bekänntniß verdamnret.Er muste hiernechst einen Eyd thun / nicht wieder indes Deutschen Königs Ludewigs Länder zu kommen,und ward damit zu seinem Ertz-Bischoffe niucra^iconach keim; gesthickct.

Folgendes Jahr muste er auf dem 8yr>oänOrifiacoerscheinen / und da ward er seiner Priester-Würde ent.setzet, und nach den Regeln feines Ordens so lange mitharten Schlägen gezüchriget, bis er sein Buch wieder»»v.envia raevievia selbst verbrannte, welches LLkUülvsvon Lyon in seinem Schreiben an als eine

Unverantwortliche Grausamkeit bemercket. r)

Anno 85z. setzte Uirrc^iev8 60VL8Lk4^stLO ausdem 8yno6o Lariiüic« vier Opiculn entgegeir: I. daßnur eine ?r->eSeckir>gnon wäre , 2 . daß der freyePVMe des Menschen durch die Gnade wieder erstarrer würde, z. daß GMrr alle Menschen stetighaben wolle, 4 daß Christus vor alle gelie-ren habe.

Indem aber Gsrrsthalck nicht eine geringe Partheyauf feiner Seiten hatte, darunter stL!e1>6IV8 vonLyon, ?KV06d^lV8 von Iloye;, K^H^!Vl!>IV8 undkstOKV8 genennet werden: so wurden

diese Capitel nmcnako zum Verdruß nicht wenig an-gefochten. Diß geschach sonderlich auf dem 8ynoäoVastnrina Anno 855. und chinßcmenii Anno 859.

Überhaupt entstund über dieser Sache ein grossesGezäncke, zumahl in Franckreich. ?KVl)L!>!IIV8sthncb wieder ncoav^ und und verthci-

Vrgte Gottsthalcks Meynuifg, als eine solche, diemit der Lehre ^nZuümi überein käme- bV?V8 kM-

nigkeit vor dreyfach gehalten: es kan aber dieses Vor-geben aus seiner eigenen Feinde Schrifften widerle-get werden, c)

III.

Was ist von von den Paulicianern zumercken?

Es warein gewisser 8LK6IV8, aus dem Flecken ^n-nia in Armenien gebürtig, welcher in seiner Jugendan ein Manichäisches unflätiges Weibsstück gerierh.Dieses wüste ihm die Schriffk so listig zu verkehrenund fälschlich auszulegen, daß er, als ein darinnen un«erfahrner, und sonst in guten Wissenschafften uuge-gründcter Mensch, die verdammten ManichäischenIrrthümer ergriff, und alle andere Christen vor be-trogene Leute ansähe.

Er ward demnach begierig andere zu seiner Erkannt«niß zu bringen, und nahm sich zu dem Ende einer be.sondern äußerlichen Scheinheiligkeit an, nennet« sichdabey rrcnicvia, einen Distipel Pauli, welchen derApostel gesandt Hätte das Wort GOttes, wie er lä-sterlich redete, zu predigen.

Das verfallene, unkräfftige und ungegründete CHri«stenthum seiner Zeit war Ursache, daß er eine unsägli-che Menge Leute, die sich sonst zur rechtgläubigen Kir-che bekenneren, verkehrete, die Ehen trennete, vielKinder tödtete,oder den Saracenen Verkaufs«, vielMönche und Nonnen von ihrer gelobeten Keuschheitabführeke, auch nicht wenig Priester zu Manichäi«schen Wölffen machte, und die ihm nicht Gehöre ge«den walten, mit seinem Anhange recht unbarmhertzigverfolgete.

Gleichwohl wolte er als der Tröster verehret undangebcthet seyn, und entschuldigte sich, daß die ver-übetcn Grausamkeiten gegen seinen Willen geschehenwären. Er zerfiel daneben mit einem feiner Distipel,Nahmens dessen Boßheit und Bubenstücke er

öffenlich straffte, und sich dabey einer sonderlichen Hei-ligkeit anmassete: woraus ein Manichäisches 8cki8maunter den Nahmen der Bäumten und Gergionitenentstund, welches die Partheyen zu vielen Gewalt-thätigkeiten verleitete.

Endlich zog der Käyftr 8,ic»E «nLU6E8 von die-stn verderblichen Unordnungen Nachricht ein, und gabBefehl die Ilädels-Führer der nngehenren Secten um-zubringen , welches auch an viele» solchen Bösewich.,cern geschahe, wie denn 8M6IV8 mit seinem eigenenBeile, damit er Vreker zurechre machte, darniedergehauen ward.

Seine Distipel nahmen darüber Rache an demLandshauptmanne und Metropoliten, welche sie er-mordeten, und wurden endlich so starck, daß ste sichan einem festen Orte die Stadt Dbricam baueten,und

,_ daraus dem Römischen Gebiethe mit vielen räuberi-

2) v>8. V88MIV8 m kMor. oovntt^ci c-p. 6.'schen Streiffereyen grossen Schaden zufügten. Wei-s) 1/rc. kä88.'äC'L t'iU. p->«.777- tecjcx. hergehet der Historien Schreiber ?LHlV8 8lci:Vl.V8 ä)

ki.Ovo^k!)V8, KM. Rem. kb. z. 8^6it"i^kiVL inttv-ju- nicht, welcher sonst selbst an diesen Orten gewesen, und

V.^^ILI8l818 wolte zum Frieden rathen, ward aber,wie gewöhnlich, von kcincrPartheygehöret. IO.8LOHatte es auch auf keiner Seite recht gemacht.LL84!6!V8 föchte so wohl micSchrifften als8ync>chjvor 60M8Lk!^bLVX1, welcher indessen in seinem be.schwerlichen Gefängnisse auch nicht stille saß, und sei-rie abgedachten LonfeRorie« bekannt machte,Nixc^riev8 Hätte GottstHglcken gern auf bessernWeg gebracht, allein tiefer war nicht zu stucken, underboth stcb die Wahrheit ferner Lehr-Sätze im heiffenW-ass r, O l oder brennenden Peche zu bestätigen.

Am meisten verwundert man sich, daß die Päbstebey diesem L rmen st stille gesessen, welches man nichtUnbillig entweder einer N-rchläßigkeit oter besondernpolitischen Acglistigkeit zuzuschreiben hat.

Nachdem endlich der elende Mönch 21. Jahr imGefängnisse gestfstn, starb er und konte weder vor sei-nem Ende das Nachtmahl, noch auch nach seinemTode ein Begräbniß erlangen- d /

Im übrigen suchet man ihn noch durch die Beschul-digungen verhaftet;n machen, als hätte er die Drey«-

Kione ->ä bist. eccles. p y/o. 5 e<s. dt/eF^l.l85 sc. 9. L 10. k. rr. ^iUeersr. 5. V88LkelV8 loc. cit. d-LO-I-IV8 m kÄor, l>) V 88 LKIV 5 li-

bro cikie«.

auch

c) Viä. AliÄorer cik. >k. ^KI8^lL)4I4V8 trc. §> L-g-ä) in jkMocll. ks», wsx. 1'om. 2 . 21 .