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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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X. 8 eculcim. I. Oip. Von den Lehrern in Occident.

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und dessen Sohn zi-vLawka beyzustehen^ Als nun derKäyftr kam , schwor er ihm bey dem Cörper des Heil.Petri alle Treu und Glauben. Der Käyftr aber hattekaum den Rücken gewendet, so schlug er sich zu denTyrannen.

or-50 kehrete in Erfahrung dessen wieder um: alleinder Pabst machte sich seines bösen Gewissens wegen un-sichtbar. Die Bischöffe versammletcn sich endlich aufKäyserlichen Befehl ä.nno 96 z. und da kamen die ent.fttzlichsten Klagen svider ihn aufs Tapet, daß die Vischösse den Käyftr bathen, ihnen einen andern Pabst zusetzen, welcher Schluß aber, wie auch der gantze Synoaus6 ?ekONlO g) durchaus nicht gefallen will, weil nein»lieh die Maximen der Päbstlicheu Monarchie dabeynicht in acht genommen worden.

Indessen dieses zu Rom wider 1014^-1-16-4 vorgicng, irrete er auf der Jagd in den Wäldern herum, daßihn die Abgeordneten, so ihn cuiren sollen , kaum fin-den tonten. Er gab ihnen auch weiter keinen Bescheid,als ein paar eilig geschriebene Zeilen, worinnen er denVischöffen , die ihn absetzet« würden, den Bann an-kündigte.

So bald folgeuds der Käyftr Rom verlassen hatte/war IOk4H.-l-168 wieder da, und rächctesich an seinemWiedersachern aufs grausamste, worzu ihm dieRömi-scheu Damen nebst seinen vornehmen Anverwandtenund Clienten anfalle Weise behülfflich waren.

Endlich soll ihn der Teufel bey Verübung eines Ehe-bruchs angegriffen, und so jämmerlich zerschlagen ha-den, daß er kurtz hernach des Todes gewesen. Eö mögenaber diese Schläge vielmehr von des Weibes Manneund feinen HelfferS-Helffern herzuleiten seyn. r)

Man Hak von ihm einen einyigen Brief an denErtz-Bischoff Ounltanum in den lomiz Oonciliorumzu suchen.

1.60 VIII.

Pabst Anno 96 ;. bis 965 .lind 86-160IOIV8 V.

Pabst Anno 96 ;. bis 964 .

Der erste ward von dem Käyftr 051 -onL an die Stclle ivnäunis auf obbemcldetcm 8 ?noäc> eingesetzet, wo.durch sich der Käyftr das Recht der Pabst-Wahl wie--er vinäicirete. Allein lcmLr-nks verjagte ihn nichtnur nach seiner Zurückkunfft, sondern als auch diesergestorben, erwähleten die Römer 86-160I01V-4 ;wiedenn auch viele von den Papisten 660-16-1, weil ihnder Käyftr gefttzct, nicht gelten lassen wollen, s) DochK6-160I01V8 muste weichen, nachdem OHO ^lino964 . Roin cingenominen , und ward nach Hamburg ge-bracht, allwo er kurtz hernach verstorben, r)

IOtt^-1-168 XIV. sonst Xllk.

Pabst Anno 965 . den l. Ottobris bis 97 -. den 6 . Se-ptembers.

Er war zuvor Bischofs zu -lami, und ward mitOcml'ens des KäyftrS aufden Stuhl erhoben. Indem

q) r) 6V11k8-lKVV8 lib. 6.

K66I-IO- tti-II)66668V8 in l>,K. VV kl-I bibiivkk.1 .8-s>. 12 -uÄ»r. ^non. SeUnesk. kecief. Larkol. p-9Z6. keys) conk. VVK 18 kcl^- 1 - 1 V 8 Icc. 10. ss. 717. r) 66 ^ 11 - 1 ^.6LO OkicaLe, Lremens.lib.r. e»H.

er sich aber etwas strenge gegen die Römer erwieß , ssjagten sie ihn davon, und da hielt er sich eine Zeitlangzu Capua bey dein Fürsten i-anuv!.?no auf, bis ihn derKäyftr OHO 969 . resticuirete. Man schreibetibin zuerst den verdammlichen Mißbrauch der Glo-eken-Lauste zu. u) Seiner Briefe sind viere in de«lomis Oonciliorum anzutreffen.

00 -IV 8 oder 0O-1-1V8 II.

Sitzt kurtze Zeit.

86-160101V8 VI.

Pabst Anno 97r. den 20. Oecemkri« bis 974. i« Drde deßMertzes.

und 80-1Ik^01V8 VII.

Pabst Anno 974. stirbt 985.

Von dein erstem ist nichts merckwürdiges. De«andern ließ sei» Nachfolger vEkEvz, welcher Diaco-nus Oarälnails war, ins Gefängniß brinzm und erwür-gen. k 6 A 1 l-!^ verwundert sich dierbey , daß wederdie Römer noch der Käyftr solche That gerächet , un»bildet ßch endlich ein, es müsse es 66-160101VL wohsvcrdieuet gehabt Haben, welches man aber nach den-ta-ximen der Päbstlcr an einem Pabste nicht muthinaftftn solte.

6O-H6L0IV8 wird von K^KO-IIO und mehrer«seiner Parthey «licht unter die Päbste gerechnet, ka»aber eben fstvohl, als andere Pabst--äonklrs , irr derReihe bleiben. Wie er die Würde durch böse ?rsÄi-guen erlanget hatte, so hatte erste nicht lange besessen,als sich der Römische Rath nebst der Bürgerfchasst ge-gen ihn regere. Indem er nun sich weirig gutes träu-men ließ, so nahm erdie kostbarcstcn Sachen aus derPeterö-Kirchen, und gierig damit nach Constantinopel,allwo er ein grosses Geld daraus machte, und endlichnach dem Tode seines Gegen-PabsteS 66-1601011 VII.wieder zurück kam, und sich durch Bestechungen rroch4 . Monat auf dem Stuhle erhielt. Der Diaconus Osr-chnslis louzrEs widersetzte sich ihine, muste aber dar-über die Augen verlieren.

Endlich starb er plötzlich, und da brach der Hcch derSeinigen gegen ihn aus , welche ihn nach dem Todeschlugen und stachen , nackt und bloß in der Stadtherum schleppeten , und so lange liegen liessen , bisihn etliche Geistlichen Schande halber aufhoben undbegruben, x)

66-160101V8 VII.

Pabst Anno 975. den 19. vscembr!, bis 984 den ro. lull,'.

Er war aus vornehmen Römischen Geschlechte, be-saß zuvor das Vißthum 8 ucri inTHuscanien,undwardgegen »onir/ccivki mit grossen Freuden auf den Stuhlgefttzct. y) Man hat weiter nichts von ihm zu mer-cken, als einen Briefin den lomis Oonciliorum.IO«^-1-168 XV. sonst XIV.

Pabst Annv 984.1-16 98;-den 20. Augusti.

Zuvor Hieß er 6618.V8, und war Bischosszuwie auch Cantzler des Käyftrs 07 - 50 ^, 8 . e ^ir-c-civ 5 vii. ließ ihn bey seiner Zurückkuufft von Csnstan-Aasa aaa , sino-

u) 8IL1L6K1VL. 660 081. O-IVkUKIVr.

LIÜ. X) 6M0-1-VL. o-rvrtticiv8. Keiioui.

H liäem. ^