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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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Kirchen-Histsrre Neues Testamente-

Pabft mit noch mehrerer Hitze, hilt einen 8/nsüumM Constantinopel, und rechtfertigte i»nvrivn nach«Lrücklich gegen die Römische Kirche,- so gar, daß nianeneldek, es sey des Pabstes Rahmen aus den Griechi-schen Oiprytchig auögestrichcn, und die Römische Kir-ehe vor Ketzerisch erkläret worden n)

Die 8Lktt88l^l/e der RömrsiHen päbste, tvel-che nun fast zur Gewohnheit geworden, können oben«us ihten ^cbens-Beschreibungen nachgesehen werden.

Das V. Capitel

Von dem ausser!. Zustand der Kirchm.

i.

Was wird m diesem Capitel vorkoinmeu?

Zwey Stücke

,. Der politische Zustand in diesem 8scu1». -

2. Die Verfoigul-gen.

II. ^

Wie war der Politische Zustand in dicftrn8ecul0 defchaffcir?

Man nimmt wiederum zwey Stücke vor sich

1. In was vrr Händen das politische Regi-

ment gewesen.

s. wie es sonst in diesen Zerren zugestanden.

lil.

Ist was vor Händen war das PolitischeRegiment?

Man merckek

L. Die Räyser im Oriem.

2. Die Räpser im Gccident.

z. Die andern vornehmsten christliehenRegenren.

IV.

Was vor Käyser haben im Orient regieret

40. äULXädwM II.

Käyser Anno 911 . bis 912 . regieret rz« Monat,und

41 . C0d481^^H^V8 Vtt.

Käyser Annv 9 ir. bis 959 .

Der rtsterewar des vorhergehenden KäystrS rroui?«^nrer^rr; Bruder, und ward zum Mit-Regenten angenommen, weil der andere, als des gedachten urcni;Sohn, nur noch ein Kind von 7. Jahren war. Sein"Gedächtniß ist wegen seiner unbändigen Lasier sihr-ffchwach bey den Scribentcn.

Die Reichs-Geschäffte ließ er von den ärgsten Lot-ter-Buben verwalten, welche bisher seine CammeradenIn allen Leichtfertigkeiten gewesen waren; vor seine Per-son aber wältzrte er sich in allen Wollüsten, daß manihn auch pflegte mit einem Schweine zu vergleichen.

AltS überwachter Bosheit nahm er sich gar vor dasHeydcmhum wieder anzurichle r, und sonderlich demLscclio Fest-Tage zu bestimmen. Allein die göttlicheGerechtigkeit unterbrach sein gottloses Vorhaben durchfeinen plötzlichen Todt, der ihn mitten in seinen Sun.den überfiel- Denn als er nach der Mittags-Tafel

n) -MONrrckVS ELUVbt ub. 2 .

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wohl berauschet in das Ballhauß reiten wolte, unddas Pferd übermüthig tummelte, zersprengete er sichim Leibe dergestalt, daß das Blut oben und unten vonihm gierig, und damit der Seelen den jämmerlichmEingang in die andere Welt eröffnete.

Sonsi versagn er den Patriarchen Lvrnvrmvt», undrclliruiretc »^ 5 rrcv>i. Die Bulgarischen

Gesandten aber wurden so hochmüthig von ihm tra-ckirek, daß ihr König ,ir>iL08 darüber den Frieden brachund das Reich mit erbitterten Einfällen beunruhigte.»)

Der andere obige Käyser, hatte in der Minderjäh-rigkeit seine Mutter ronn und einige vornehme ?arri.rior zu Vormündern. Bey dem Eingänge seines Re-giments wolre connün-rinvs, ein Sohn des Generals, den Thron besteigen, und brach zu Nachts miteinigen auserlesenen Völckcm in Constantinopel ein.Doch er war unglücklich ; indem er im Scharmützelmit seinem Pferde auf den glatten Steinen fiel, unddurch das ^chwerdt einer fertigen Faust von seinerGegenpart m solcher Positur den Kopfs verlohr.

Hierauf wölken sich die Bulgarn die Regierung die-ses Kindes zu Nutze machen, und kamen bis vorCon-fiantinopei , wurden aber davon mit wichtigen Schlä-gen abgewiesen. x>) Der General i-r» knocz;, so ge-gen sie den Sieg besuchten hatte, ließ sich dadurch dieGedancken einkommen, das Kayserrhum an sich zu«reiffen; allein der General «ora-euv; u-rcopeuvs nahmihn gefangen, und ließ ihm die Augen ausstechen-

Hierdurch si tzte sich ico^uv; in grosses Ansehen beydem Käyser, daß er sich auch von ihm bereden ließ,seine Mutter roru ins Kloster zu stoßen, weil sie nachseinem Vorgeben dem Sohne selbst nachstellete. DieHaupt-Ursache aber war wohl, durch ihre Entfernungfreyere Hände in den Regierungs-G-sihäfften zu über«^ kommen, und mithin die Käserliche Würde an sich zuziehen , wie auch geschehen , davon bald Meldung er-folgen wird.

»Nach dem Abgänge rcgicrcte LQdt-

von Anno 944. gantz alleine und garlöblich, angesehen er nicht nur die Feinde des Reichsim Zaume Hielte, sondern auch die Gelehrsamkeit, alsein Liebhaber derselben, wieder empor zu bringen such-te. Man merckel auch an, daß einige benachbarte Tür-cken zu seiner Zeit den christlichen Glauben angenomcn.

Seinem Sohne rev^»^o wolte die Regierung desVaters zu lang werden, daher er deffeu Ende mitbeygebrachtem Gisste beförderte, g)

42. LOkck^!§V8 I.

Käyser Anno 919. bis 944 -

Der vorige Käyser consrLnrrnv; hatte seine Tochterzirr Gemahlin, daher er ihn wegen seiner guten Meri-ten endlich gar zum ^uanlio utzd Mit - Regentenannahm.

Er mißbrauchte sich aber der Güte des sungenKäy-ftrs in solchem Stande gar sehr, also, daß er seine»

Nah«

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LLDKL^VL. ObrLäZ Üb. 4.