XI. 8ccuium. I. L,p. Von den Lehrern in Occidenr.
H4-
dlI<I0bäV8 II. führete sonst den Nahmen «eicuLicomir dem Beynahmen des Burgundiers, und warbiöhero Bischoff zu Florentz gewesen. Der Käyser»L^icv5 iv. oder vielmehr seine Mutter zsnrs, wel-che die Vormundschaft führete / billigte diese Wahl/welche zu 8ieng angestellet worden, und Hildebrandnahm den Hertzog von Florentz zu Hülffe, daß dll-cob.^VS zu Rom auf den Stuhl gesetzet werdentonte, r)
KMLOIdVS ward also nebst feinem Anhangenothwendig durch die Bann-Strahlen getroffen, und
debrands erkennet, und in einer öffentlichen bey derMesse gehaltenen Rede bereuet, daß er so unrechtmäs«sig auf den Stuhl gekommen, daneben sich erkläret,er verlange auf solche Weise nicht länger Pabst zuseyn, und wolle dem Käyser darüber die Norhdursstmelden. Hildebrand soll sich bey diesen Worten kaumhaben enthalten können, daß er sich nicht in der Kir-chen an Alexander» vergriffen : so bald er aber nachHaufe gekommen, sey er ein desto unbannhertzigerkraeceptor des armen PabsteS gewesen, indem er ihnnicht nur mit Schmähworten und Maulschellen tra«
muffe sich das Pabstthum vergehen lasten, auch nochch'tiret, sondern ihm auch die täglichen Gelder abgevor eine Gnade halten, daß er hinführo in dem Orden kürtzet, daß er sich forthin gar kärglich behclffen müssen.
Man findet XbV. Bnest, und einige irsZmemaVon ihn? in den ^ornis Lonciliorum.
der Laycn commuMciren durffte. 8)
Das vornehmste, was von ihm zu mercken, ist, daßer die Pabst-Wahl hauptsächlich den Cardinälen zu-geeignet hat, doch mit dem ausdrücklichen Vorbehalt,daß die Consii-mrtion bey dem Käyser stehen solle, r)Ein mchrers von ihm suche man bey den Lynocin.
Seine acht Briefe stehen in den^mir Loaciiiorum
älRXäNVLK II.
Pabst Anno loüi. den zo. Septembris biS 107;.den 20. April.
Bishero verwaltete er das Bißthum zu bucca, undführete den Nahmen Man setzte ihn wieder
Willen des Käyserlichcn Hofes auf den Stuhl, daherdieser I^b/cViciNVXI, Vischoffen zu
, welcher von einer Gegen-Parthey erwähletworden, und den Nahmen HOblOKII II. angenom-men Hakte, unterstützeke. u)
Es kam so gar zu Schlägen, wormnen aber HO-HOkUVä einbüßete, weil /ZIRX^dMM den Hertzogvon Umseien 60Oorirxr>v^ auf seiner Seiten hatte. X)
Endlich schickte der Käyser Commissirien nach Rom,das gantze Wcrck zu untersuchen, versähe es aber dar-innen, daß er eine geistliche Person, ncmlich Luno-Ertz-Bischoffen zuCölln, zum Haupte der Lnm-miilion bestellete. Denn diesen wüste der listige Hrbdebrand durch seine Vorstellungen gar bald auf seineSeite zu ziehen, und da war es mit »OdtOKIO ge-schehen, welcher aufdem 8 /noc 1 o zu kkruus An. 106,7.abgesetzet wurde, y)
Hierdurch ward' Hildebrand, welcher unter demNahmen des einfältigen H-lRX^dMK.1 alles regierekcA muthig, daß der Pabst auf eben diesem 8yne><I' einOecrer stellen muste, vermöge dessen die pabst-spahiallein den Cardinälen und mit Ausschließung derZ^äpstr zukommen sölre. 2) Von andern unter derPerson dieses Pabsteö von Hildebranden gegen dieObrigkeiten gefpieleten Dingen wird man im drittenCapitel noch unterschiedenes zu erinnern Gelegen-heit haben.
Wenn es wahr ist, was der Cardinal 3)
berichtet, so hat ^IRX/cdMLK endlich die Tücken Hil-
r) skO Okienbs lilr.z. 12 . 5) Ibiäem. t) ! 4 X-
1XI.I8 X 1 LXXI 4 VLK loc. cik. »rc. §. P.4Ü. teq. ?X6I crik.»> snnal. KXKOdUI sä sn. >059. n. 4« s. u ) I LO Okien»Lslili.z. c,p.?o. x 7 ) I.ä!4KLK'rV8LcliLff-
>wrx. r) 8 PXIMLEV 8 tec. tl. xix.ivrr. s) virs
6 KL 60 HIV 8 VII.
Pabst Anno 107z. den zo. Junii bis 1285. den 25. May.
Das war nun der mehrgemeldete Hildebrand, oder,wie ihn einige wegen seinerBoßheit lieber nennenwol»len, HöUenbrand ; wiewohl ihn die Papisten, alseinen besondern Verfechter der päbstlichen Hoheit zumHeiligen gemacht Haben.
Sein schon in erster Jugend sich zeigender guterKopffbewog den Vater, der nur ein GrobfchmiedoderSchlosser zu 803ns im Florenkinischen war, ihn nachRom zu thun, allwo er unterschiedene ?r.i«cepror<8gehabt, so zum Theil Pabste geworden, von deren ei-nem, Nahmens i-^vriWrio, Ertz-Bischoffen von^msk-ti, er die Zanber-Kunst erlernet Haben soll, b) welcheihm auch folgender Zeit auf dem 8ync»cio zu Brixenöffentlich schuld gegeben worden- Eö ist zwar dieseseine gemeine Beschuldigung , welche von den Scri»denken fast allen Päbsten dieser Zeit beygeleget wor»^den; daher nian freylich nicht sicher darauf trauen kan:doch ist es eben nicht so unwahrscheinlich, daß einigePäbste auch mit solchem Teufels-Zeugc möge umge-gangen seyn, als die sich kein Gewissen machten, denWillen des Teufels auch in andern Stücken zu voll-bringen.
Doch dem sey wie ihm wolle, Hildebrand excolire-te seinen natürlich guten Verstand durch solche Wis-senschafften, deren er sich nachmahls zu Ausführungseiner hochmüthigen Begierden gebrauchen konte. Zu-^ mahl studirete er diePracticken des Päbstlichen Hofes,zu welchem ihm fein kraecepcor 6KL6ÖKIV8 der VI.der ihm bey erlangtem Pabstthume das 8ubä>3con3tverliehe, gar gute Anweisung geben konte.
Mit diesem musteer auch folgende inSLxiüum nachDeutschland wandern, gieng sodenn nach Ougny undward allda ein Mönch, bis er Anno 1049. bey seinemAnwesen zu Worms Gelegenheit fand, mit dem neu.rnennetcn Pabste r.rone ix. wiederum nach Rom zukehren, c)
Wie er siuffenweise bis zum ^rcliiüisMnar aufge-stiegen, ist nicht nöthig anzuführen. Seine andereBerrichtungen vor erlangtem Pabstthume werden hinund wieder gemeldet.
Fffffffz Den
l>) Iä<M ibiäcn,. c) V^ILLK.1 V§ 0 , v.» ILOdllS IX.