Kirchen. Historie Neues Testamentes
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Der Irrthum von der r»LU5;vssv^r>'7-i^!ori ist son-dcrlichvon c) behauptet worden,wel.
cher ausdrücklich setzet, daß das Brodr im Sacra?menr in den Leid , der wein aber in das BimQliriiti verwandelt werde, dock) bleibe die äusser?liebe Gestalt, dainic die Communicanren nichteinen Abscheu davor bekommen möchten rc.
Den cc,!-l.lvL5 der Geistlichen rccommcnäireke nn-ter andern ?k'lkV8 ck) aus dem wunder-
lichen Grunde, weil die keusche Jungfrau Maria denHErrn im Leibe getragen, so mnstcn auch diejenigen,so mit den heiligen Geheimnissen «mgiengcn, keuschund ausser der Ehe leben.
Sonst giengen alle Irrthümer der vorigen Zeiten invollem Schwange, die verkehrten Satze Hildebrandbaber sind oben angezeiget worden.
X.
Wie haben die Zeugen der Wahrheit gegenda<Z Pabftchum gestritten?
Welchcrgestalr sich die Räyscr und Röntgt denPäbsten wiedersehet, ist unten im V. Capitel dieses8ec. zu suchen. Ausser diesem fanden sich auch gantzeRirchen und Gemeinen. Der MrienrallschcnRirchen, davon unten bey den 8cbiimsnbu5 zumel-den, hier nichts zu gedencken, so hielt die DeutscheRirche drey 8^nollus gegen den Pabst, nemlich zuWorms, Brisen und Mäyntz, wie das tt!. Capiteldieses 8cc. eröffnen wird. Von dem Wikderstande derweylandsichen Rirchen, welche deswegen vonleo^io vor 8ebnm^!isch gescholten wird, ist bey dem Le-ben rLikel kürtzliche Anzeigung geschehen.
Von den waldenstrn Hat man nicht ungegn'indc-te Nachricht, daß sie än ihren Lonkezsionen und an-dern Schrissten den Irrthümern und Abkrglauben derRömischen Kirche zuwieder gewesen, e) Ins beson-dere findet man Zeugnisse gegen die Päbsiliche Tyran-nei) bey ?L1KO , davon in seinem Leben
einiges gesagt worden; k) beydem !VOd!ff LäkdlO-1bb!8I, g) welcher sonderlich den verkehrten Bcruffder Päbste und anderer Geistlichen, wie auch das ver-dorbenc Mönchs-Wesen durchziehet; bey dem zvcr-o-xr des Buches c!e Vnicake ccclclisc, b) welches jl!Hildebrands Zeiten geschrieben; bey dem vv^rnieLr.io, Bischoffen zu Naumburq, welcher den Tractatcks inucit>lurr> ff^itcoporum per Imperakorc; facienäaHerausgegeben ; i) bey dem vrrce^ico vekicerrcusi,dessen Buch den Titul führet : ve äilcorcüz regni ScIscerclorii, bey dem cäkvin^ri, dessen Vi»
ttiläebrrmcii unter andern in dcnr o-iraloß cetlium vcriraü? zu finden; bey dein i^kEiciDsi, welcher, nachdeiii er selbst ins gelobte Land gcrei-set war, die Thorheit solcher Wallfahrten verdammte,,auch andere Mißbräuche und Bosheiten mehr cntdc-ckcke; und bey noch unterschiedenen andern. K)
c) 1-ib. <is 8scr»m. 8i>cIiLrik. ä) eyiNol. ,ä kerrumebipr-sb. e) 8?ad>'ttL)4lV8 N'k Lccl. s-c. n. P»ß. I5?3-> L) Viä. Lslüistß. leki. verirrt. l>i>. 12. g) kpiltol. 2S. 22.2s.q7> 207. 2Z8- lr) conk. O-tLlox. reü. reell,r. li!>. IZ.i) lbiclem. k) Idiö.
Was es bey der völligen Einführung des Loelib,»,ingleichen wegen der ^r-mziubsisruigrion vor Händelgesetzek, wird das M. und IV. Capitel eröffnen.
. XI.
Wie hat sich das Christenthum in diesem8eculo ausgebreitet?
Man findet nichts sonderliches als die Bekehrungder Ungarn, welche in diesem 8eculo durch den Un-garischen König 8ILl?ickAd;vöi den Heiligen rechtfort gesetzec worden. Der Kirchen und Klöster, soman dabey gestifftet Hat, ist nicht nöthig zu gedencken. I)
In Dannemarck war man bemühet, das Heyden-thum, welches noch vielfältig bey dem gemeinen Vol«cke anzutreffen war, völlig auszuwnrtzeln; zu welchemEnde die Könige selbst umher zu reisen pflegten, unddie Unwissenden unterrichten liessen. Auch rottete derErtz-Bischoff zu Hamburg alle Häyne aus, welche vondem verstockte» Voicke noch starck besuchet wurden;auff deren Plätzen mgn nachgeheuds Kirchen anfer-bauete. m)
Eine recht Antichristische Weise das Christenthumzu erweitern drachten die Päbste durch die sogenann-ten heiligen Rriege aufs Tapet. Der erste, so Hier-zn gleichsam Lermcn geblasen, war 8)kbVL8ILK II. n)FolgendS inunterte (^l<L60fflV^8 Vil. gleichfalls diechristlichen Potentzien im Occidente durch seine Schrei« !bcn o) zu diesen! Wcrcke auf. Endlich brachte VL-L^dIV8 II. die Sache auf dem Lonciiio zu Llermonczu stände, nachdem sich der Mönch kL1AV8 LkkLkvill-bey ihm angegeben und nebst Überreichung eineskläglichen Schreibens des Patriarchen zu Jerusalemvon dem schlechten Zustande der Orientalischen Kir-chen unter den Saracenen, und Verwüstung desHeil. Grabes, seine zu Jerusalem gehabte. Ossenba«nmg entdecket, bey welcher ihm Lbrisiu» selbst solle be-fohlen haben, seine Lands-Lenke die Frantzosrn und an-dere im Occidenr zu solchem Kriege zu ermuntern.
Man hielt zwar diesen Mönch schon dazumahl viel-fältig vor einen Betrüger, g) der Herrschende Aber-glaube aber beredete gleichwohl auf die Creutz-Predig-cen desselben und anderer ein sehr grosses Volck, sichzu dem Fcldzuge zu entschließen; zumahl da der Pabsteinem jedweden, so mir gieng, ein rothes Crcutz aufdie rechte Schulter hefftcn ließ, und ihm damit zugleichden Ablaß von allen Sünden ertheilete. r) Von sol-chem Crcutz wurden die besagten Felb-Züge dieCreuy-Zuge oder Creuy - Lahrren, genennet.
Die Päbste suchten bey diesen Lxpcciirivlien verschie-denes Inreretle. Denn einmahl konten sie bey der Ge-legenheit ihre angeinasseteHerrschafft weiter erstrecken,welche sie ohne dem gern über die gantze Welt gehabthätten. Hcrnachmahlö gaben sie dadurch den OccG
den-
t) c»nk. Oenturisk. cenk. II. c. 2. m )
V8 in mekrop.Iib. 4. csp. i.^ n ) 8/)k<08>IV8n.6 o) lii». epillul. 46. 6-c. p)
17-8IV8 kik. bb. l. c.i. äI.LkH'V8 -)OV^!e)818 expeckr..dlierotvl. !id.!. csss.2. g) I" Lbroaic.,
r) 8I60NIV8 lii». 9 .