XI. lleculum. I. Qip. Von der Lehre.
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dentalischen Potentzien, die sonst mehr auf des Pab«stes Tyranney gesehen, und sich derselben wiedersetzcthaben würden / was anders zu thun/ und weil sie dieHand durch ihre Legaten immer dabey im Spiele hak-ten/ so konten sie ihr Ansehen desto grösser machen.Endlich entkräffteten sie auch dadurch die Macht derFürsten, welche dieft sonst gegen die päbstlichen Unter-nehmungen gebraucht Haben möchten ; wie denn überftchs Millionen Menschen angegeben werden/ wel-che bcy diesem unnützen Kriege auf die Schlacht-Banckgeopfferk worden. Ja / wenn sich jemand an dem Pab-sie versündigte, so kante er dessen adic-Imion nicht ehererhalten, bis er einem solchen Creutz-Zuge beyzuwoh-nen versprach, und dadurch wurden wenigstens dieje-nigen, so dem Heil. Vater zu Rom verdrießlich wa-ren, auf eine Zeitlang entfernet, wenn sie nicht etwagar ins Reich der Todten wandern musten. »)
Der erste Lreutz-ZuF ward Anno 1096. vorgenom-men. Die Heer-Führer waren Hugo der Grosse,ein Bruder des KönigS in Franckreich 1. KO
VKKIV8. Hertzog der Normandie, Gottfried vonLOVll.l.OXl, Hertzog in Nieder-Lothringen, nebst sei-nein Bruder und LV8l^MIO, 60 ^-
X1VXMV8, Fürst von T'sremo, nebst seinem VetterH8C8.6VO, LOMLIV8, Grass aus Flandern,R^^VX1VI>sl)V8, Grass von louloule, 81 'Lkb!^V 8 ,Grass von Lksrei-cs, und noch viel andere. Die Ar-mee bestand anfänglich aus zooooo. Mann, ward a-der bald bis auf Ü20202. Mann vermehret; wiewohlman noch nicht bis nach Jerusalem gekommen war,so hatte die Helffte davon theils durchs Schweröl,theils durch Pest und Hunger ins Graß gebissen, r)
Die ersten Trouppcn von 15000. Mann führete der,Mönch pk'rk.VZ durch Väyern, indessen der prerby-ter VOl.cKK 1 äkV 8 mit ,2000. Mann durch Sachsenund Böhmen, der k-echyrer Gocrschalck aber mitseine» Leuten durch Franckcn gicngen. Diese hättendie Deutschen und Sachsen gern beredet mit zu gehen,«Sein sie wurden ausgelachet und Narren geheißen,weil sie das ihrige verliessen, und fremde ungewisseDinge sucheten. Es gerieth auch den Vorgängerngar übel, indem sie in dcn Pannonischen Pässen theil«erschlagen, theils verjaget wurden, u) Die Ursachewar die schlechte Disciplin, so bey den Creutzfahrcrngehalten ward, daher die Ungarn gar niemanden mehrdurchlasscn wölken.
Gleichwohl sammleten sich nicht nur die versagtenimmer wieder, sondern cS drungen auch immer mehrHaussen durch verschiedene Wege aus dem Occidentenach dem Oriente, und erwarteten einander, der gc.nommenen Abrede nach, bey Constantinopel.
Indem aber der Käyftr äi-exivr conueuv;, der sonstum Hülssc gegen die hereinbrechende Türcken bey demPabste und andern Oecidentalifchcr, Potentzien ange-halten harre, die schlechte Zucht an diesen Gästen ge-
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«e kroncor. üi-rntoirm pereßkinonk. 6VI-t.lL1>k4. HK1V8 in diüoc. XeUi » knncipidur Ocei<ientizLkrikiomr in kol-eNm» ->c O»ienk« geki». v) VKSkkk-EL^SlS. ^VLXlltdlVL osn.l.rid.Z.
wahr ward, schickte er kLIKVXl mit feiner Arme« ü-bcr den konpborum, ehe die andern noch nachkamen,und gab damit den Türcken Gelegenheit, die Vor«trouppen unweit Nicaea aufs Haupt zu schlagen.
Doch Gottfried von LO VlHOdl, welcher mit sei-ner auserlesenen Armee von 80200. in bester Ordnungdurch Ungarn nach Constantinopel gegangen war,brachte die Sache wieder in Stand, und verglich sichzuvorderst mit dem Griechischen Käyftr, welcher »V-60 IMX 1 XI. gefangen genommen Hatte, daß er die«sen wieder frey gab, und versprach, den Creutzfahrernalle Hülffe zu thun, wenn sie ihm nur den Besitz herCongucten ceüiren, und vor sich mit der Beute zu-frieden seyn wölken.
Gottfried gieng hierauf über den Sorpborum undnahm Anno 1297. dlicaesm weg. Indem auch immerneu-ankommende Armeen zu ihm stießen, so gieng esmit dem Zuge so glücklich von statten, daß die Chri-sten Anno 1099. die Stadt Jerusalem in ihren Hän-den sahen, und Gottfrieden wegen feiner treffliche«Verdienste zum Könige daselbsten ausrufften.
Nicht lange Hernach kam der Egyptische Sultan miteiner grossen Macht, die Christen wieder auszujagen,ward aber in dem berühmten Treffen bey älcslon völ-lig darnieder geleget- Gottfried setzte sich also inseinem Königreich feste, die andern Herren aber giew>gen wieder nach Hause, und machten damit dieser er,sten Creutz - Fahrt ein Ende. x)
Ob nun wohl hierdurchJerusalem nebst den umliegen-den Ländern in christliche Hände verfallen war, so fandsich doch weder bey den siegenden Crentzfahrern, nochbey den überwundenen Saracenen eine Besserung, wel-che zum Ruhme und Aufnehmen deS wahrhaffkrn Rei-che« LbnlU gedienet hätte. Vielmehr schändeten dieCreutzfahrer die Ehre ihres christlichen Nahmens durchMuthwillen und Grausamkeit, und verübeten unterdem Scheine der Religion die gottlosen Bubenstü-cke; y) die Saracenen aber wurden durch ihr Wüte»gegen sie nur desto verstockter und verbitterter, undverabscheucten eine Religion, worbey so viel Boßhcitund so wenig Erbarmung anzutreffen, wie denn erzeh.let wird, daß zu Jerusalem ein solches Metzeln ver-übet worden, daß auch die Cörper der Erschlagene»im Blute, als in einem Strome, geschwommenhätten, r)
Xll.
Was sind vorAwisiigkeiten in diesem 5eculozu bemercken?
Die Streitigkeiten wegen der Hl-ldl88VL8I^t4.Hül'lOdl werden im vierdten Capitel erläutert werden.
Die COXM<OVM8len der Griechischen undLateinischen Rirchen kommen unten bey den 8cki-tmsribu; vor. Det
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