Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

»64

Kirchen.Hkfiorle Neues Testamentes

Kein Mensch solte ihm wiedersprechen, sondern waser einmahl gesetzet, das solte als ein göttlicher Befehl»«HrÄirer werden, wie sonderlich bey dem Verboth derPriester. Ehen zu beobachten. 6 ^)

Cr Hielt alle 8 ^noclor vor gokkloß, darinnen nichter oder seine Legaten praeLllireten, wie aus den l)-tibur exrsoirn VII. und andern Orten e) offenbar.

Seine Bann-Flüche, so er gegen die UngehorsamenSuesprach, waren mit den abscheulichsten Ausdrückun-gen begleitet, als, daß jolche auf ewig von demReiche GGrtes ausgeschlossen, undmirdem Teu-fel und seinem gräulichen Reiche, dem VerrärherIuda, ja, dem Fürsten in der untersten Hollen,welcher den Tod erfunden rc. zur Guaal und zumFluche auf ewig sotten bestimmet seyn. Sie sol

in Schwaben kvooreno die Käystrliche Crone einhän-digen mitderBeyschriffr:

kctra cisäil kerro,kecru5 cliaäems Xuclolpbo. n)KMLVK 7 IV 8 IX. machte sich auch das Polnisch«Reich auf gewisse Weife unkerwürffig, nachdem er denReichZ-Erben cL 5 iim«vi 4 , welcher bisher ein Mönchgewesen, nicht eher aus dein Kloster Oagny entließ,bis die kepublique eine jährliche Steuer nach Romverwriligte, welche der Peters - Pfennig aenennctward, und alle Polackcn sich nach Mönchs-Art schä-ren, auch dir Edelleute sichs gefallen liessen, bey wäh-render Messe eine weiss? Binde gleich einer 8 lvlsc umden Hals zu hängen, o)

d,'ILOtt^V 5 II. richtete mit dem Normannische»Hertzoge in Apulien, Caladrien und Sicilien einen

m>. d«.«A D^ch.n,,mg«b-n

^ a,.-..-». s-«cr.!^crrn erkennen, und iiä, von tNclbrres und des Ano-

Er setzet« die Bischösse, so »richt nach seinem Kopffewaren, ohne viele Ceremonien ab, und schaltete undwaltete sonst mit den Kirchen, wie er wolle, welchesdie Aussprüche s«c60RU vn. leicht zu erkennen geben:Exempel aber sind Hin und wieder anzutreffen. Dochwüste sich der Bischofs zu Bamberg Her-mann garklüglich in den Römischen Hoff bey dergleichen Zufallzustreben, indem er den Pabst mit gutem Gelde begü-rigte, daß er nicht nur seiner Absetzung nicht mehr ge.rächte, sondern ihn auch mit dem kallio und andernErtz-Bischöfflichen Zeichen beschenckete. g )

Die Kirchen mustere ihm auch an entferneten OrtenSchätzungen geben, immassen 6 LbILOicnV 8 derVU>. das Vißrhum Bamberg nicht eher consirmirenrvoktc, bis diese Kirche bewilligte, jährlich roo.MarckSilber und ein wcisses Pferd mit Sattel und Zeugnach Rom zu liefern. K ) Ja, der Pabst nahn; wohl» den Kirchen-Schätzen, was ihm beliebete; wieLennHildcbrandaus nnterschiedenenKirchen über Hun-dert raufend Pfund Goldes zu feinern Gebrauche rnt-wendete. >)

Gleichwie sich aber der Pabst in derKirchen als ei-nen absoluten Herrn anfführeke, also wolte er es nichtweniger im weltlichen Regi'rnenke prsöiiciren. Er«xcrcuete also die weltliche lurüciiÄion nr'chk nur infeinen Ländern und Städten, sondern wolte auch, daß»überall nach seinen Gesetzen gesprochen werden solte. K)Es hieß bey ihm: Siehe, hier sind zwey Schwers-ter, das geistliche ncmlich und das weltliche. l) Da-her es kein Wunder, daß fle Kriege führekcn, wie oben»on rrou- IX. gemeldet worden.

Alle Reiche der Welt selten in feinen Händen sie-hcn. »Llkkinc-rv, der IX. schickte dem Könige in Un-gärn rri-xo die Käystrliche Crone mit der Beyschriffr:

kerr» ckcäit komsm kerro, kibi?apa coronsm. m)Auf gleiche Weise ließ Hildebrand dem Hertzog<-

Herrn erkennen, und sich von GOrres und des Apo-stels perri Gnaden schreiben muste. p)

II. entsetzte den König »anLi.vv>l INEngelland, und gab das Körrigreich vvu.ux^o con-aus der Normandie, welchem er auch einegewcyhcte Fahne schickte, sich aber zuvorderst Treuund Gehorsam vo» ihm schweren ließ, wie ö?,XO-bUV8 q) berichtet.

Zum Zeichen dieser ihrer angemasseten weltliche»Macht und Hoheit liessen sie sich nunmehro mit Köm-glichen Croncn crönen, welches von Ik- zu

allererst geschehen, r) Diese-Crone machte die Pab-ste folgender Zeiten so blind, daß sie sich vor Hoch.muth selbst nicht mehr kannten, oder wüsten, wie siesich gnug breiten und sperren sotten, wie in der gan-tzen Historie gnugsame Zeugnisse davon anzutreffen. .IV.

Was hat man bey den Aemtern nnd Ver-richtungen der andern Kirchen-Bedien-ten zu mercken?

In diesem 8ecnlc> sind die Cardinäle zu denjenigenWürden und Ansehen aufgestiegen, welche sie nach derZeit bisher besessen , und darinnen sie den Rang nach >den Königen pr-ccencliren.

Der Nahmen ist zwar schon von dem VIII. Leculo toder von LkLLOxn Zeiten Her zu Hohlen, da die teer- tbyreri und viaconi in der Stadt Rom und sonst bey an- j^'dern Haupt-Kirchen zum Unterscheide der andern, so lauf dem Lande waren, Laniinslci prerbveeei, oderLar-clioslci Oiaconi hiessen, ;) in eben dem Verstände, alsman die 4. Haupt-Winde im Lateinischen Venco; csr.-linale; nennet. Andere gekünstelte Bedeutungen kom- !mcn sKeüiret heraus, zunrahl da diese dsrciinsle; prci- ibyteri und Oiscvni denen andern in niedrigen Kirche«

ausser

4 ) l.^-L8L87PV8 80!L8?d1^8. e ) -I V 8 tik».

5. 5) cenr»»,t.r.c. x) L^l.LLV8äe,Äii ?onnüc.8b

L.ärMM1-V8 8cttLk?^LV86. ,ä j,)

«icoa ») tt8vlO kl. L. I,'!».«. c. 14. L) Läkk

«LK-rV8 8 ctt^? 5 >I> 8 VK.^ --

w) LMdiO ia k-ücic.

a ) 8I68888^V8 »ä ,n. 1077. » ) ( 78 OK 1 LKV 8 Iit>. 7.8^8OXttV8 ä. < 7 . 1041. n. Z. II. ss) dlättciLOVKSäe l'empire lik. 2. p»ß. 2Z<>. te«z. »ä>. <7.1295»

n.70 9) ä.S. 1066. n.5.8. < 7 «nf. L 4 ^l.Lte 88 VKILds-

818 d'l». äe xettir ^nKkor- 8exum. 1) < 71 ^( 7 ( 70 k>ttV 8 >"

l)d 1 »VVci.L 8 V 8 -el»er,k. 7 - vi» V^^4L8I. ,) L,X<7tt/eLI^L k. eM. 7 . LdIL8I-L81V8

m IV.