Xl. Seculum. m. Op. Vott dem Kirchen'. Reglinerrte»
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ausser der Benennung im Amte und Verrichtungcn/Handtuch. x) Von andern ist sonst Nachricht gegega„u gleich waren. ^ ^ den worden.
Nach und nach kam es auf, daß nur d»e Römischen VI.
krczbykeri und Oiscoai ttiit diesem Beynahmen bezeichn
net wurden, welche noch überdiß von den Parochienzu Rom gewisse Titel bekamen, also/ daß sie Lsrchnale; krcrbyierj, oder Oiscvni ^ikulo 8. d^sriae, und soweiter/ benennet wurden, davon man bisher unterschie»dene Exempel wird angemcrcket haben.
Endlich wurden diese L-nclinsI« gar den Bischössen
Wie haben sich die Lehrer in ihren Wichtenwohl verhalten ?
Dergleichen rechtschaffene Leute/ die ihre Lchr-AmtS-Pflichten recht beobachteten, wurden nun fast unsicht-bar. Doch / wie sich noch einige fanden, so dißfallsgute Lehren gaben: also ist nicht zuzweifcln, daß auchsolchc gewesen, die solchen Erinnerungen nachgegan-
vorgesetzet, worzu d,e Gesandschafften, so ihnen dl^gen sie wohl mcisicntheilö die Verachkesten bey derPäbstc aufkrugen , Gelegenheit gaben , wie denn^Htl?Clerisey gewesen. ^
Diese nun gefielen sich nicht selbst wohl, thaten auch
debrand «och als 8ubä,s«onu; dergleichen im Nahmen des Pabsies vicroin! in nach Franckrcich verrichttet. Man findet solcher Gesandschafften unter ivuax.»e dem xvill. und kLULvic^o ix.nro x. legte ihnen in dem Briefe an den Kayserviel Ansehens bey, und erlaubete ihnen zuerst zum Zeichen dessen den Gebrauch der U/urzemcoi.»v; II. machte auf dem 8ynoclo im LateranAnno 1059. die Verordnung, daß die Pabst-Wahlallein in den voris der Cardinal-Bischöffe bestehen solle. Der andern Clerisey und dem Volck wurde nurdie Ehre des Beyfalls gelassen. Diesen Schluß be.stätigten die Pabste n. und aaesomvr vii.
Die Cardinal-Bisthöffe dieser Zeit waren die Bi-schöffe von OÜia, porro gomsno, 8/!vs Lanclicis, /il-bzno, 8sbin2, ^iteulum oder kreicati, nnd kraenetteoder ?alestrjns, welche man die siedenpuffen des
pabsies und allgemeine Räthe der Barchen be, E»ci0,
innere. ru deren dollesio die Cardinal-?LL8LHL- Gehorsam, oder durch eme schmeichlerisch«
nicht alles nach ihrem Willen und Kopffe wie die Ty-rannen, sondern hörelen auch offtdaS Gutdüncken ih-rer Gemeine, y) Gegen diese hatten sie ein barmher-tzigee und getreues Hertz, r) suchten die Wahrheitbey ihren Zuhörern zu befestigen, a) waren nicht faulzu lehren, b ) und thaten auch, was pe gelehret hat-ten, damit ihr Wort nicht vergeblich seyn möchte, e)Sie waren gleichsam Väterder Welt, trugen Sor-ge vor alle, und betheten vor alle. cl) Sie licbekerrauch die wiedcrspenstigen Kinder, *) und verließenihre Gemeinen weder aus Verdruß noch Hochmuth, c)
Wie zeigte sich der Verfall in dmPflichtender Lehrer ?
Man hatte sonderlich drey Wege ins Amt zukom-cntweder durch Geld, oder durch Sclavd-
nennete, zu deren ^ollecho die Cardinalkl und vl^Odll in diesem 8ecu!o noch nicht gehöretrn. r) In folgenden 8e-:»U» wird matt von dieserMaterie noch weiter zu gedencken haben.
V.
Was ist bey der Oräination der Kirchen-Bedientm zu merckcn?
Was bey der Pabst-Wahl vor,Aenderung vorge>gangen, ist schon angezeiget worden.
Zum Bischoffe wurde keiner orclimret, der nicht zu«»or in den unten, Aemtern gestanden. Daher oralm-nte 5reruLnvr rx. den zum Blßthum von 8i»lerno er-wähletcn ai.?uauv>r erstlich zum krerd/terc»» und nach^ Tagen zum Ertz-Vischoffe. u )
Zu den Oröinarionen der Clerisey waren die vierFast-Tage der Jahres - Zeiten bestimmet. Die Pric-jier bekamen dabey den Kelch mit dem Weine, und diePakenen niit den Hostien ; die vi-coni die 8 ro 1 -m- aufdie lincke Achsel, und das EvangeliemBuch, die 8ut>-öiiicom einen Krug mit Wasser, Handbecken und
r) 1ttäkHd!V8 6/ik^1V8 6e < 7 -räin,U 8 u,. LH.aVOI-V5 bkakUNVS L^I^KVV8 6e c,r<iin»I-los orizme Sc oKd». NlkKVKk. 8t^kK?.l)V8 <Ir koms,,,« -ccleüre LsiSi«Mor. in 5. Imperii komxni
iküorurn «L Accielire komsnie Oi>räin,li,»a» pttccesernk».ü. v. IO- KVVOLI lclieäi-smr^e vrixine CiesinLlik»«tpiori,. kk. k. tt. L. 5 «c.H. c.6. »)
ünv. LrlLaeof. lib.L. r»x.§A.
Zunge- Die wenigsten Hakten Meriten. Selbst un-ter den Päbsten konren einige nicht einmahl lesen, wievon LXküomo vi. berichtet wird. Die andere Cleriseycrstanncte, wenn einer unter sie kam, der die.Qrimr-matic verstund. 5 )
! Solche Hirten nnn folten die Hcerde weiden, wel-che nicht einmahl selbst wüsten, was sie in der Kirchelasen,geschweige daß sie solchcshätten erklären können.^)Die Religion der Clerisey bestand aus Untreu undGeitz.K) A8e Meyneyde, und Mordthaten musten beyselbiger Gottes.Furchk heissen. Diejenigen aber, ssnicht mit rauben, inordcn, sengen und brennen, Hurenund buken walten, wurden als Ketzer auSgeschricn. i)Den Geitz venvieß der Kayser »rnaicvr u. denBk-schössen auf einem 8yno6c, mit den nachdrücklichenWorten : Der Geiy und die döst Lust hat euchgärn; bestsien, und deswegen seyd ihr verflucht,weil ihr so döst Exempel gebet. Um euremwe,gen strafft das Volck mit Hunger, Rriegund Pest: indem ja kern Buchen,Amr vsm paüHHHH hhh z stean
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