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Küchen» Historie Neues Testamentes
ste an bis auf den geringsten Rüster zu finden ist,!das mehr ums Geld der Verdannnnlß verkauffrwird/ und solche geistliche Srrastcn-Aäuberey istallenthalben. K)
Indem nun dieser Geitz derPfaffen nothwendig mirhöchster Unbarmhcrtzigkeit uerknüpffet war , seist eseben nicht zu bewundern , daß von einem Bischoffe zuMeisten berichtet wird/ es Habe ihm der Teufel bey seinemSchatze den Hals gebrochen. I)
Die Hurcrey/ Unflatereyeri, Possen reisten, Doppeln,Spielen und andere Greuel waren zumahl bey der Rö-mischen Clerisey so gemein, m) daßdarüber nicht mehr bey seinem Bißtbume bleiben wol-te,wieobm in seinem Leben erinnert worden.
Der Hochmuth der Clerisey war so unmenschlich,daßdarüber Menschen-Blut wie Master vergossen ward.Von den Thaten Hildebrand» diesem Stücke hatman unten im V. Capitel noch vieles zugewarten,vonandern Päbsten kan man oben im l. Capitelnachsehen.Hier will ich nur ein einiges besonderes Exempel vonden Prälaten anführen.
Der Käyscr Mbl^.lOV8 IV. feyerte tlnno 1002.das Wcyhnachtö'Fesi zu Goßlar, allwo unter andernder Bischofs von Hitdeeheim «?.n>-.icv5, und der Abtvon Fulde vvivLk/>vv8 zugegen waren. Diese beydenPrälaten kontrn sich um die kraececienr nicht vertra-gen, und wölken jedweder seinen Stuhl zunächst beydem Ertz-Vischvffe zu Mayntz haben. Bey einem Haa.re wäre es unter den Bedienten darüber zu Schlägengediehen,wenn nicht derHcrtzog OHO von Bayern,welcher des Abk§ Parthey hielt, durch sei» Ansehennoch dazwischen gckonrmcu wäre. r>)
Das folgende Jahr aber kam es am Pfingst-Festezum Ausschlageu, zu welchem Ende der Bischofs vonHildesheim schon den Grafen rckrrrivn nebst einigenSoldaten hinter den Altar versteckt Hatte. Das Hand-gemengr ward ohngeachtet der Anwesenheit und desZurufts des Käyscrs so Hefftig, daß das Blut in derKirchen herum stoß, und man anstatt der Gesänge einjämmerliches Mord »Geschrey der Streitenden undSterbenden Hörcke. Der Kaysec stund selbst dabey inGefahr, und muste sich retiriren. Der Bischofs vonHildesHeim aber ruffte den Seinigen von einem erha»denen Orte zu, sie sollen stci) tapfter halten , undsich auf seine Verantwortung an den heiligen Ortnichts kehren; wie denn auch nichts als die Nachtdem Scharmützel ein Ende machte. 0)
So weit nun Hatte es der Teufel beyder stoltzen undungöttlichen Clerisey gebracht, und ist kein Zweifel, erwerde fein« grösseste Freude daran gehabt Haben,ob wohlwegen des Stillschweigens der damahligen Scribentmnicht erweißlich , daß als das Chor me Worte ange»
VM.
Wie war die Kirchen-Zucht beschaffen?
Man mercker hierbeyr- Die Zucht mir den Sündern.
2. Einige andere Gebrauche und 'Anstalten.lX.
Wie gLeng man mit den Sündern um?
Es wurden in diesen Zeiten nicht ebenso wohl dieje-nigen vor Sünder gehalten, welche wieder GOtt undsein Wort Handelten, sondern die dem Pabste und denKircheu-Satzüngen nicht Folge leisten wolten, und umdes Pabstes und der Kirchen»Gebothe Halber wardGOttrS Geboth gar aufgehoben.
Die Obrigkeit, gesetzt auch, daß sie wunderlich wäre,zu ehre« , ist der ernste Befehl GOttrS; weil es aberdem Pabste nach seinem Imercllc nicht gelegen war, soentzog er sich nicht nur selbst seiner dißfalligen Pflicht,sondern cr zählcte auch andere höchst boehaffter Weisedavon los, und that diejenigen in Bann, so in diesemStücke GOtt mehr, als ihm, gehorchen wölken.
Die Ordnung des Ehestandes ist von GOtt so. wohlvor geistliche als welrlichePersonen; weil nirgends inHeil. Schrifft ein Unterscheid darinnen gemacht wor-den : nach des Pabstes Willen aber wurden diejenigenmit dem Banne verfolget-so sich der Ordnung GOttesgemäß verhalten wolten. Die Exempel Hiervon sindoffenbar.
Huren, Geitzen, stoltzen Muth, Fressen und Sauf«fen, Rauben, Streiten,Zancken und dergleichen kontc^man übersehen,weil diß der gemeine Laufs, und selbst,so zu rede«,das Haudwerck derPfaffen war, es möcht«diß GOtt dem HErrn zuwider seyn, wie cs wolte: wersich aber im geringsten an dem Pabste und der Cleriseyvergrieff, der muste ohne Barmhertzigkeitvonderchrist»liehen Gemeine, und von der Hoffnung der Seeligkeitverflossen werden. Das hieß nun Sünder machen,nichtaber den Sünden wehren , worzu die Kirchen-Zuchtfonsten dienen solte.
Wir demüthig sich die Büßenden nicht sowohl vorGOtt als vor den stoltzen Pfaffen finden lassen musien,erkennet man aus der Begebenheit mit Käyftr uLNRi.co bey dem Pabste skLavkio zu Oanolla » und anderndergleichen, g) aus welchen nichts als Herrschsucht undGrausamkeit, keineswegeö aber eine Liebe zu der Men-schen Seeligkeit,wie in den erstenZeiten,hervor leuchtete.
Ja, man fieng an recht Henckermäßig mit den büßen-den Sündern umzugehen, und gab ihnen noch vor derAbsolution in Gegenwart der unbarmhertzigen Bi-schösse nach Gutbefinden 20. ze,. 40. ja bis z00. Strei-che. Andere mnstcn Harnische oder Ketten tragen rnoch andern legte man gnug zu fasten auf, und so wei-I > . in. itcr. r) Das übrige Hierbey ist aus den vorhergchen-
stunnwt: bkunc chemteachi glormtum. der Teufel vor,.^ 5ecu!i8 bekannt, oder luden Oarionibu; der Lonci-der 5?ohe herab geanttvottet : »unc ch-m 6-0 b-Urco- nachzusehen, zumahlen da ein vrrnünfftiger Christ
snm ; p) wie spatere sachlich.en geben. hier kein Vergnügen daran finden würde, wenn ich ihn»
k/wvl-k>ttV8 üb. 5. c,p. 5. I) MKO- läppische Kleinigkeiten , so bey dem Büß. WesendttV8 »ä c. ro66. m) rp. L-rkO'i vorgegangen, erzehlen solte.
raivi 4 ro6i. n. 40. _ _
»c> »n. Iv6;. v)Iliem ibia. p) ^brokicva Lorünrüs« »x.i q)Vici.c-n-ukiLr.^z^äkb.s-c. II.c.6.x.rzr. r) kLUVLkkILdikriVbl l'om. z. p. LgS. '» -kÜioL»