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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XI. 8 ecu!um. IV.s!«p. Von Kctzcreyen und Trennungen.

, 17 z

ten : worüber sich L^KONIV8 e) unnöthig sehr er-zürnet.

Heinrich der IV. muste, wie die Historie zeiget,dasmeiste in diesem Stücke leiden; sein Nachfolger Hein-rich der V. aber zwang denPabst, ihm das Recht derInvsHimr wieder zu überlassen, welches aus folgendem8coüo erhellen wird.

Der König in Franckreich kHIl-IkkV8 I. behauptete

die Rechte feiner Vorfahren mit grosser Hertzhafftig-sncn und Schrifftcn sich ihm entgegen gesttzek? (Ske-lett, beruffke 8ynoäor . und bestellet« die Bißthümer he das I. Capitel dieses 5eculi von den Lehrern.)und Abteycn, ohngeachtet ihn der Pabst darüber einen Wasmassen er auf vielen Shnorli; verdammt wor-Simoniscum nannte, «nd verfolgte,so vielerkonte. f) den, und seine Meynung aus Furcht offt wiedcrruf.

Ein gleiches findet man von den Königen in Engel- fen, allezeit aber wieder angenommen, ist bereits ausland, welche aber ebenfalls viel Streitens darüber hat- vorhergehendem Capitel bey den 8yno6i; zu erkennen,ten, wie zum Theil schon aus dem Leben E»xi.r>rl von Man disputirek, ob er seine Lehre mit ins Grab zenom.Cantelberg erhellet, und sonst bey den Englischen Hi- men, oder noch vor seinem Ende sich derselben im Lrr,

liche Gegenwart, welches man aus seinen Briefenerweiset, i)

Auf beyde Weise muste er nothwendig grossen Wie«derspruch bey den Vertheidigern der?r-,nMbKrmnarionfinden. Solche nun waren sonderlich r.ank«^ucv;,vv-

ovii-nvlesvr, »vLl.k>iLl»nv5 ,

crrinv;, ein Benedickiner-Mönch, »rLLkicv-, visco-NU! zu ^onccs8lin und andere , welche in Disputalks«

storien-Schrcikern zu befinden, g)

Das IV. Capitel

Von Ketzereyen und Trennungen.

i.

Was vor Ketzer sind in diesem 8eculo geWesen?

Man hat sonderlich mit zrveyerley Reyern zuschaffen gehabt.

I. wir den Berengarianern.

-. N/it den Frantzostfthen Manichaern.

II.

Wer waren die Berengarianer ?

kkKTdt6^KIV8 war von I'our! gebürtig, ^rcliiclia-conu; zu folgende auch Ikel-wrsriu, und 8cko-

Isilicu; oder I^sginer 8ckolaruw zu ^our5. Zum br-e-cepcore Hatte er rvi.LxkrvKi gehabt, wel-

cher schon damahls ein neuerliches Gemüthe am M-soll bemercket haben; Wie man dennnach der lügeuhafften Gewohnheit selbiger Zeiten garaussprengte/ rvi.8rxrv8 habe einsten den Teufel bey ihmstehen sehen. Andere Hingegen geben ihm das Zeugnißeines gelehrten und frommen Mannes.

Die Gelegenheit zu seinem Irrthum gab ihm die un-gereimte Lehre von der ssrznzsubÜLmistion, weicht da-zumahl fast durchgehends behauptet ward.

Er verfiel also aufdas Gegentheil, daß erdiewahr-düstre Gegenwart des Leibes und Blures Chri-sti im Sacramenr gar leugnete, also daß die 87m.!

sie begeben, wovon man Zeugnisse auf beyden Seitenanführen kan, wiewohl das erstere am wahrscheinlich-sten fället, weil ihm sein Wiederruff niemahlen vonHertzen gegangen, k)

Er wird auch beschuldiget, als hätte er die Kinder-Tauffe verworffen, und das Band der Ehe nicht vor un.auflößlich ausgegeben, welches man aber daher wider«spricht, weil ihm solche Dinge auf keinem 8/noüv vor-gehalten worden. >)

Unter den Nachfolgern wird nah-

mentlich der eintzige MVNO oder LV8MV8, Bischofszu ^ngcr; bemercket, welcher aber den Streit aus Über-druß des ZanckenS bald liegen ließ. Daß noch viel an-dere dieser Parthey gewesen, oder doch wenigstens dir1>3N8tuKil3ntigrjvn nicht haben leiden können, bezeugetdie Historie dieser Zeiten hin und wieder, m)

III.

Wer waren die Frantzösischen Manichaer?

Diese solle» von einerManjchäischen Weibes-Per-son, so aus Italien nach Franckreich gekommen , ent-sprungen seyn. Gedachte Frau verführete, wie mansaget, zu OrIean5 nicht nur gemeine und unverständi-ge, sondern auch solche Leute, die ihrer Gelehrsamkeitund Frömmigkeit wegen in grossem Ansehen stunden,darunter sonderlich die krerbyicri und Lsnomci zumHeil. Creutze ttM6M1V8 und ÜI80IV8, wie auchein gewisser 8H?I4^I§V8, so vormahls Beicht-Va-tcrbeyderKöniqi» Lonllsnci3 gewesen,genennet werden.

Ihre Irrthümer werden folgender Gestalt beschrie-ben : Sie harren alles, was im Alren und freuen

dok, das ist , Brod uniftwein, auch nach der Testamente von der drepemtgen Gottheit gemebcontecraiilln und bey der Geniessuna, nur schlecht der würde, vor Thorheit gehalten. Hunmcl undBrod lind wein blieben, figürlicher weift aber Erden waren ungeschaffen und allezeit gewesen.

und zum Gedächtnisse den Leib und das BlutChristi, welches geistlich genosten würde, be-deute. I>)

Die Wollüste würden nicht bestraftet. ^ Alle gu-te wercke der Christen wären was unnützes. Sieharren ferner die Leute von der Taufte^ dem Zej-

Audere melden, er habe bloß die Verwandeln»« ckhen des Creutzes, der Rüche . dem Seeligma-des Brods und Weines in den Leib und das eher, den Heiligen, der rechtmäßigen Ebe , demBluc Christi geleugnet, nicht aber die Sacramenr- ^kölschesten abgeführet, daneben den Teufel stchr--ä_____i Jiii ii, z dar-

e) »6 ä. c. 1059. f) VEV KI.VI^Vl:l.I.V8 «ti-rnli-4 -kur^u!,-. keßnsore ckriko. ß) conk. rrr. 8k^I^Ittk;^IV8n.c.7. k) 8I6EK^V8. LVHKIVdwVS.

i) PK. 8k>LdEkllV8 p.s-c. n. c. 8-p.»54v. >-)VVkr8.icc. n. P.765. !) ti>ic!.p,x. 762. «)

Aä1V8 b c.p. 1542.