Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

rl /4

Kr'rchrn. Historie Neues Testamentes

barlich in ihre Versammlungen geladen, und um?stärige Dinge, wie die Ld> 08 li^l, vorgenomen.!

Man crzehlet ferner, wie ein Normannischer vonAdel, Nahmens Lkrr^-rv;, sich zum Schein in ihr»Gesellschaft^ begeben, und nachdenr er angelegter massen nebst derselben «mzczogcn rvördrn, hätte er allesoffenbaret, und siincu Lehrmeister, so sich anfö leug.ncn geieget, die Schandchaffrcn ins Gesichte gc>saget, daß sie cS gestehen muffen. Worauf sie sammt,stich an der Zahl iz. Personen und darrmter auch dieObgenannken vcrbrandt worden. Ein gleiches Hättenauch einige zu stoulouie und Toledo, ingleichen and»

rer Orten, erfahren muffen, n)

Es finden sich aber nicht wenige, weiche diese Leutevor Zeugen der Wahrheit ansehen, und mit vielenGründen muthmassen, mau Habe sie aus Boßhei't mitdem verhasseten Nahmen beleget, und so gräulicherDinge beschuldiget, weil sie die Anbetung der Heili-ger!, die unnützen Wercke der LsmfüiIionen, Wall-fahrten, Paternoster-Gebethe rc. ingleichen dielubilanriskion, und andere Irrthümer und Ml'ßbräu.che des Pabsilhums wkderfprochen, und sich zu ihrerErbauung besonders zusammen gefunden. Das istgewiß, daß die Nachrichten von ihnen sehr wieder ein.ander lausten, und die des 8^noci» zu Orlean;

ander, nemlich Anno 105;. und 1054. zum Vorsehen».

Diese Briefe verwiesen zuvorderst der RömischenKirchen, daß sie sich des ungesäuerten Brsdresun Heil.Abendrnahl bedicnere, rind dadrrrch dasSaeramenr vermchrigre, weil solch ungesäuerrArodr kein wahrhaffrig Brsdr wäre, und LKn-«tu? das Gacramenc noch) vor den Tagen des un-gesäuerten Brodts eingejätzet hätte: daher die La-teiner unr diese Zeit zu erst mit den Nahmen der LH-Esten beleget wurden. Ferner nahmen sie dir Lehrevon dem Ausgange des Heil. Geistes von demSohne Mum, sprachen unrecht, daß die Lateinerdiegrosse Listen nicht so strenge, wie die Griechen hiel-ten , vorn Blut Ersticktem äffen, das AUelujain der Luatlesgclima verbothen, am Sonnabend fa-steten, und, welches lächerlich, keine grossenDärthezeugeten. Der Brief an kernvia gneffauch sonder-lich den Pabst wegen seiner angemaßeten Vorrechte an,und mahlere denselben mit ziemlich lebendigen Far-ben ab. g)

Diesen Briefen folgere noch ein gantzer Tractat rvt'e«der die Lateinische Kirche, welcher im r^anutcripro zuWien vorhanden, r)

Der Padst no ix. ward hierüber sehr ungehalten,und antwortete in einem langen Schreiben, -worin«

aus dcsiomchr.

aus bösen Absichten gegeben worden. ö)

Im übrigen mercket man an, daß es schon dazumahlMode geworden , die beschuldigten Ketzer auf denScheiter - Haussen zu bringen.

Von den sogenannten Manichacrn, so zu ^ri-s; sol.lcn seyn bekehret worden, karr anderswo nachgesehenwerden, p.)

IV.

Was sind vor 5cKi5lN3t3 oder Trenn urrgenm diesem 8ecuIo zu bemercken?

Das 8 L»i 5 > der Griechischen rmd kölni-schen Riechen hat in diesem 8cculo vollends über-Hand genommen. Die Gelegenheit darzu gab dcrPa-triarchzu Constanrinopel,weicher so wohl durch Hochmuth undFemdschaffk ver-leitet zwey Brieffe gegen die Lateinische Kirche Herausgehen ließ. Der erstere war unter seinem und r-ronisvon i^ckriäo Nahmen an rottLMLöl Ikänenzkn, Bi-schoffen in Apulien^ gestellct, der andere aber an -von Ankiochien- Beyde kamensturtz nach ein-

anoer raunr», »»^ ,

selbst bezeugen, daß sie euren GOtt und Schiffer al- nen er seinen Päbstlrchen Hochmuth in allen Zeilen zu

ler Dinge, ingleichen die Einwohnung des Heil. Gei- erkennen gab, und nicht wüste, wie er die Hoheit des' *." Stuhles zu Rom gnugsam heraus streichen solre. In-dessen hielte er nicht mit Unrecht vor,

daß dieser Gewaltthätigkeiten gegen die Lateiner zuConstantmopel gebraucht, und ihnen die Kirchen zuge-schlossen, auch die Klöster entzogen hätte, da den Grie-

sileL^n ihren Hertzen bekannt, und das Heilige Abend-mahl zum Gedächtniß Christi gehalten, auch noch mder Flamme geruffen hätten, sie sähen ihren Konrg rmKümmel, welcher sie tröste, und empfänden bereits er-

neu Vorschmack des Paradieses- Ihre angegebene. . _ ,

Irrtbünrcr sind auch vielfältig nicht Manichärsch, wo» chen doch in Rom und an andern Orten Italiens freyoeilömcbr wahrscheinlich, daß ihnen der Nahmen stünde, ihren Gottes-Dienst ungehindert zu «xcrciren.H

^ Hierauf kamen Anno rvs4. die Päbstlichen ^pocri-

sisrii, deren Nahmen im Leben LMVb/rk.11 zu finden,zu Constantmopel an, welche Briefe an den Käyserund den Patriarchen mitbrachten. Der Käyser nahmsie gantz gnädig auf, und tauorillrete ihnen nicht wenig.Allein der Patriarch entzog sich ihrer Geineinschafft,und der Mönch NILKIä8 ?LLWKä'rV8 gab einenhefftigen Tractat gegen die Lateiner heraus , r) wel-cher mit vielen Schniähworken von dem Römischen^pocriliario biV^lkkkz'kO beantwortet ward. u)

Es ward endlich eine Disputatisn zwischen LiVKk-6WIO urrd^ILL^ angestellet, tvor-

innen jener diesen gantz wolte eingetrieben und zurErkännmiß gebracht Haben x) allein manmuthmassetnicht unbillich, daß solches Vorgeben unter die Ro-domondaten gehöret. 7)

Wie endlich beyde Partheyen einander m den Banngethan haben, ist aus dem Leben zu wie-

der-

n ) 6I.ai8Ll^ RiXk)Vt.ktiV8 iil». z. c-s>. Z. 87noäi^«»lisnsnlis spnä i» 8f>icüsßi» 2.

>o ) I-^L- NA8dt^6^ bitl. äs p exlise law. z. 1)88-

>x) Vt-LI8d4^d.'d)V8 8-c.H. x»§. 768. ie)). LLSbi^.säem.- 6 L loc.cir- rz§§. l«).

Prior viä. spuä -ci L. 105).

poüerior spuä LOt'Ll.LNIVdt Monom. Um. 2. r)KLLIV8 ^ommsnr. äs didliord. Vioäulr. lib. z. r) Viä.,piü. l.LO^I8 k.^pvä LäkOdttVdl A. Q 105z. n.2Z.r) Lxrrr ssiuä L^del8IVd1 »mi)u. leK. 1"ow>6. u) Ibi-

«).8äkOMV8 ,ä L. c. 1054. 7) LLVL kiü.lnc.Lrixt. eecl. k>ag. zr4>