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Xs. Seculum. V. 0»p. Von dem ausserl. Zustande der Kirche» in Occi'denk.
vorigen ^wnäri.15 Gemahlin, ohngeachtet ihr Mannnoch im Kloster lebete, und trieb also öffentlichen Ehe-bruch. Zuletzt gieng es ihm, wie er es dem vorher-gehenden gemacht Hakte, indem er wegen seiner Nach.laßigkeit im Regimenke ins Kloster gestecket, eineraber von seinen tapffern Generalen zum Käyser er-wählet ward. le)
59. äl.LXlV8coi>ini;nv8
Käyser Anno loZi. bis m8-
Der Hertzog in Apulien und Calabrien noLru-rv;war sein grosser Wiedersacher, uwd belagerte ihm Oyrracllium. ^l.8XlV8 ruffte die Türckcn, mit denen erFrieden gemacht hatte, und die Venetiauer zu hülffe,daß er eine Armee von 160020. Mann zusammenbrachte, da kourira-vs kaum den zehnten Theil so viel,hakte. Gleichwohl wurden die Griechen geschlagen,und O^rracbinm eingenommen. xone-ervs würde auchweit um sich gegriffen habe», wenn ihm nicht derKäy.ser ukninevs iv. auf Ansuchen ^l.8X1I in Apulienund Calabrien gefallen wäre, und ihn damit genökhi-get hätte, zurück zu gehen.
Die Creutz-Fahrer Hinderte er auf alle Weise an ih-ren progrelim, weil es ihm nicht gelegen war, so'gros-se Armeen der Occidentalischcn Christen in Oriente zusehen, von deren Tapfferkeit er wüste, daß ste denScinigen überlegen war, und ob er gleich dadurchLufft vor den Türckcn bekam, so pflegte er doch zu sa-gen , es wäre ihm an dem Streite der Francken mitden Türcken eben so viel gelegen, als wenn sich dieHunde zusammen biessen.
Er harte eine gelehrte Tochter, Nahmens znnLnwelche die Historie von seiner Regie-rung im 15. Büchern beschrieben hinterlassen, l)
V.
Wa6 vor Käyser haben in Occident re-gieret?
14. ncnkicvä ii.
V 5
Käyser Anno 1202. bis 1024. alt 52. Jahr.
Er wird auchderLahme zugenahmet, wcil crbeymAnsänge seines Kayftrrhums auf ter Jagt von einemwilden Thiere beschädiget, und lahm gemachet wor-den; m) wiewohl die Mönche, denen er so viel Gu-tes bezeiget, daß er deswegen ein Varer der Mönchegenenner worden, gedichtet, es Härte ihn ein Engel umseiner Keuschheit willen in eines» Gesichte zu Rom dieHüffrc, wie dorr beym Jacob, gerühret, daß er ge-hincker. n)
Seinem Geschlechte nach stammte er von »rmnrozvcvi>L Lurch oiwonu, 1^. Bruder NLNXI2VX l. Hertzo-gen in Bayern her, wie denn des letztem Sohn «sn-xicvs II. sein Vater gewesen. 0)
Weil sei» Vorführer orieo m. ohne Erben verstor-ben war, so fanden sich unterschiedene Oompetcnken
k) liäem. 1) con5 6l.7-c?i8. 88808 VV 8 . 20 d 1 / 1 k/i 8 .OI'ttO krilinß-nkr V88k8868d18l8. m) 880V^88V8sakiguik. kuläenf. lib. z, cip. 15. n) IgLVL88kiV8 ßene-r»c. Z 4 - 0 ) 81688LK 8V8 ,ä,n. 1222-
zur Käyfcr-Crone. »L!>!^ILV8 aber erlangte aufdein Reichs-Tage zu werle vor allen wegen feinerAnverwandfchafft mit »i-ione die Stimmen, undward von dem Erch-Brschoffe wierisizo zu Mäyntzgefalbek, welche Wahl und Salbung nachmahlenzu Aachen in Gegenwart noch mehrer Reichö-Ständebestätiget worden, g)
Indessen hatte sich in Italien der Marggraff E-0VMV5 von lurea zum Könige aufgeworffen: »Lbk-XILV 5 aber gieng Anno 1024. nachdem er die Sachenin Deutschland in Ordnung gebracht, über die Alpen,und untcrwarff sich die Italiänischen Stande, daß sieihn zu kauia zu ihrem Könige cröneten. r)
Anno 1014. begab sich der Käyser nebst feiner Ge-mahlin LvniüvnvL nach Rom, und liessen sich beyder-seits von dem Pabste kLkcxoici-o crönen. 5
Die Griechen machten sich zu seiner Zeit in demuntersten Italien sehr breit; daher der Fürst Ev;,so ihnen bisher, so guter gekonnt, Widerstand ge-than , ihnen aber endlich nicht mehr gewachsen war,den Käyser zu Hülffe rieff, welcher auch Anno 1022.mit einer grossen Macht nach Italien kam, die Grie-chen schlug, und also Apulien und andere Oerter wie-der zum Reiche brachte, doch auch den Normänneraeinen Theil vor ihren Beystand überließ, c)
Seine andern Kriege, so er mit Läl.vvino, Grafenin Flandern, und rueoneiuco, seiner Gemahlin Bru-der, gcführet, mögen in der Politischen Historie nach-geschlagen werden, u) Dasjenige, was bey der Kir-chen-Historie allhier noch sonderlich zu bemercken, istdie Vermählung seiner Schwester 6i;i.Lr an den Un-garischen König ?-rri>nänvn, durch welche Ungarn nichtnur zum christlichen Glauben gebracht, (davon manttenricum den Apostel der Ungern tituliert,) son-dern auch dem Römischen Reiche unterworffen wor-den. x)
Von seiner Gtisttung des Bißthmns Bambergist bereits p. 1169.1g. Meldung geschehen. Unter an-dern Privilegien, so demselben ertheilet worden , istmerckwürdig, daß die Fürsten, welche die vier altenErtz-Aemter, als dasMarschallen - TruchseS-Schenck-und Cammercr-Amtzu verwalten haben , dergleichenauch in diesem Bißthnme pi-setliren müffen,welches manden seidenen Lade» der heiligen Lunigundä, so umdas Bißrbum gezogen worden, zu nennen pfleget,weil die Gemahlin des Kayftrs Cunigunda, welchewegen ihrer Keuschheit berühmt ist, das meiste zurErrichtung des BißthumS und den ertheilten Freyhei-ten beygetragen, Wiewohl nicht erwiesen, daß8l8I>lklev8 II. solches aufgebracht habe. r)
So
p) VHdtäkVS üb. 4 . S-. 5 . g) ^1)88K08VV8 c. ir.VI 1 'k^/iktV 8 idiä-m. r) ^V88808VV8 c> ; 6 - ») 1)18-
icläkV8 lib. 7 - 880 08'8I8L.'818 Nd. 2 . c. Z 1 . I.^H1888.-1'V8 8ctt^kkici^8V116. /Uii. r) 1.80 088I8N818 Uk. r.c. Z 7 . Zy. »iLkit^dlVZ 80dHi<Lc:g'V8 ,6 2 N. 1022 . 81-688881V8- u ) 16cm ,6 s,,. 1026 . 1007 . 1029 . x)! 6 em,6 ,n. 1212 . v. v. 8 . 6. 8 g KVVIV 8 8xn»Zm. kill. vccm.P-8-Z84- 7 ) 888 H 88 V 8 Orlßin. k-ht. c. 15 . --) v. v.
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