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Kirchen- Historie Neues Testamentes
;z. VI.
Käyser Anno io;6. bis 1057.
Er war von Jugend auf ein Soldate gewesen, unddavon bekam er den Zunahmen. Sein hohes Alter,wie nicht weniger seine Unn fahrenheit im Regimente,mact-ten ihn zu diesem hohen Amte gantz ungeschickt,aber eben deswegen halste» ihm die Cammer-Herrenund andern Hof.Bedienten aufden Thron, damit siedie Hand beym Ruder behalten möchten.
Indem er sich aber gegen die Generals-Personen garhochmüthig bezeugete, so rufften ste corine.
nvi^ zum Käyser aus, welcher dlicaesm eroberte, undTrouppen schlug.
Dieser bot hierauft5»aLo den Frieden und die Mit-Regenten-Stelle an: allein man zwang ihnabzudan-cken und ins Kloster zu gehen, welches ihm sonderlichder Patriarche cLLvi.»iciv5 mit Versprechung deshimmlischen Reiches einredete, c)
54. I8^CV8co>i^Lriv 5
Käyser Anno 1057, bis 1059
Der Zunahme zeiget sein Geschlechte an. Bisherhatte er sich im Kriege grossen Ruhm erworben, nunmehr» aber recommenäirete er sich durch seinen zeige»«,den Geitz und Hochmuth gar schlecht. Er nahm sogar den Bürgern, wie auch den Klöstern ihre Güter,und ließ ihnen nur so viel, daß sie nothdürfftig leben
konken, . . , .
Weil der Patriarch rucnärl. ckkvrxkiv; bey thu« mschlimmen Verdacht gcricth , schickte er ihn ins Lxiüum. Endlich kamen ihm bey Gelegenheit eines star-cken Donner-Wetterö , so ihn auf der Jagt überfiel,seine Sünden cin, daß er das Käyserthum seinemNachfolger übergab, und sich ins Kloster 8cuäiumrecerirete. k)
55. c 0 ^ 8 I^^!Il^V 8 X.
vVc ^ X
Käyser Anno 1059. bis 1067. alt 60. Jahr.
Er besaß eben keinen sonderlichen Verstand, liebt:aber doch die Gelehrten, und hatte wegen seiner stillenSitten das Ansehen eines froinmen Mannes, waraber dem Geitze nicht wenig ergeben.
Die Lonlpirarion, so gleich anfangs gegen ihn ge-macht ward, unterdrückte er glücklich. Nachdem eraber aus Kargheit nicht gnugsame Völcker halten wol
Dieser war sollst ein tapfferer General, kam aber inVerdacht, und darüber ins Gefängniß. Als ihn dieKäyscrin verhörete, und das Urtheil der Verdammnißüber ihn gesprochen werde», solle, erlangte er wegenseiner ansehnlichen Person Gnade und die Käyserin er-wählete ihn gar zu ihrem Gemahs und Käyser gegenihr gethanes Versprechen, vorwendende, das Reichbedürffe anjetzo eines tapffern Herrn zu Abtreibungder vielen einbrechenden Feinde.
Bevor aber die Vermählung vorgicug, prsÄiciretesie dein Patriarchen ihre Handschrifft, so er wegen desgethanen Eydeö bey sich hatte, gantz listig aus denHänden, indem sie ihm weiß machte, sie wolte seinenEttckel heurarhen, und damit auf den Thron
setzen, welches sich der einfältige und chrgeitzigc Pfaffegefallen ließ, und die Handschrifft der Käyserin wie-der zurück lieferte.
siimmrke nach der Vermählung und er-langter Käyserlicher Würde nicht eben zum besten mitseiner Gemahlin, weil er sich nicht wolle von ihr be-fehlen lassen, wie sie sonst geboffet hatte. Verdrußzu vermeiden, und auch den» Einbrüche der Türckenzu wehren, begab er sich gegen diese zu Felde, und waranfänglich ziemlich glücklich. Durch Untreu derSeinigen aber verlohr er nachinahls nicht nur dieSchlacht, sondern auch die Freyheit, wiewohl ihn derSultan gar lcutseelig tractirete, und nach beyderseitsgemachtem Bündnisse wieder nach Hause gehen ließ.
Indessen aber hatte sich r-ucn^ri., Lonlianrini OucasSohn, zum Käyser crönen lassen, und seine Mütterins Kloster gestoßen. Man bemächtigte sich also auchstach ihm die Augen aus, und ließ ihm dieWunden nicht verbinden, daß also Würmer darinnenwuchsen, und er bcygrossemSchmertzen sterben muste.k)57. Vll.
vvc^s oder
Käyser Anno 1071. bis 1078-Den Zunahmen bekam er davon, weil
er das Getreyde-Maaß in theurer Zeit hatte kleinermachen lassen. Zwey Fehler »nachten ihn unglücklich,nehmlich der Geitz, welcher ihn verhaftet machte, undeine unordentliche Liebe zu Ora»,onen und Versen, dar-über er die Staats-Geschähst? versäumete, und denTürcken und Rebellen Gelegenheit gab, ihre Anschlä-ge auszuführen, wie denn einer von den letztem , soMCLknokV5 80 VOMLVL 5 hieß, durch Hülsse der Tür«
te, so muste das Reich von den Einfällen der Bar- cken bLicasam einnahm , und endlich auch zu Con-barn sonderlich der Scythen oder Tartarn, so, stantinopel zum Käyser ausgeruffen ward;ner genennet wurden, wie nicht weniger der Turckeniaber muste ins Kloster 8mci»um wandern, ward baldgar viel leiden. . hernach zum Ertz-Bifthoffe zu Epheso erwählet, keh-
Aus seinem Tod-Bette ließ er sich seine Gemahlin xete doch wieder zurück ins Kloster, wormnen er auchrvooxiara schweren, daß sie nicht wieder heurathen, gestorben, j)sondern ihren unmündigen Söhnen das Regiment alösVormülldin verwalten wolte, worinnen sie aber eyd
Hrüchig worden, wie im folgenden zu sehen. 8)z6. K(M^NV8 III.vlosenLx
Käyser Anno 1067. bis 1071.
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58- nice?tt0kV8 lll.
Käyser Anno 1078. bis 1081- ,
Er war bisher General über die Armee in Asien ge-wesen. Nachdem er Käyser worden, heurathete er des
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