xr. 8«u!um. V.Qip. Von dem äusserl. Zustande der Kirchen in Occlbenk.
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gends Hatte er vrel mit den Ungarn zu thun, welcheihren König rk-rxvn auögcjaget hatten. Er trieb sieaber innerhalb z. Jahren gleichfalls zu Paaren , daßsie Anno 1044. wieder annehmen, und dem
Käyser alle Treue und Gehorsam verspreche!, musten.r)'Wie er das 8clulma der z. Päbste gehoben, ist im!. Capitel pag. 1147. angezeiget. Die Römer schwurenihm dabey einen Eyd, daß fle forthin keinen pabstohne seine oder seiner Nachfolger Einstimmungwählen rvolren , u) welches auch eine Zeitlang ge-halten worden.
Die Rebellion des HertzogS aoMroru; von Lothrin-gen, und andere Verrichtungen dieses Käysers magmau mit ihren Umständen in der Politischen Historiesuchen.
17. MNKILV8 IV.
Käyser Annv 1056. bis no6. alt 55. Jahr.
Er war des vorigen Käysers Sohn von feiner an-dcrn Gemahlin LLnerL, und bereits Anno io;z. zumKönige und Reichö-Nachfolger gecrönet worden, x)Wahrender seiner Minderjährigkeit verwaltete dieMutter das Regiment mit besonderer Klugheit, undbedieneke sich dabey vornehmlich des Rathes nLUkici,Bischoffes zu Augspurg. y) .
Einigen andern Vischöffeu aber wolte diß Regunentnicht anstehen, daher machte ber Ertz-Bischoff zu Cöllnnebst dein Grafen cesLk^o von Sachsen und o-r-rouL,Hertzogen in Bäyern, den Anschlag, den Käyser derMutter zu entführen. Indem sich nun der Käysereben damahls zu Käyserwerth befand, kam der Ertz-Vischoff nebst seinem Anhange auf Schiffen zu ihmgefahren, und als der Käyser eines Tages mit ihnenam Wasser spatziren gicng, gab ihm der Ertz-VischoffAnlaß in eines von seinen Schiffen zu treten. So-bald sie ihn aber im Schiffe hatten/ stießen sie ab, undruderten mit ihm davon. Der junge Käyser vermerkt-te Unrath , und backte es würde gar ans Leben gehen,sprang daher mitten in den Rhein , und wäre ohneZweifel ersoffen , wenn ihm der Grass LEkr nichtnachgesprungen wäre, und ihn zu sich kümmerlich ge-rettet hätte. Hieraus brachten sie ihn nach Cölln, undder Ertz-Vischoff entschuldigte diese That damit, daßsie zum besten des Reichs abgesehen wäre. r)
Als die Mutter des Käysers sahe, wie man mit ihr«mgieng, rctirircte sie sich in ein Kloster, und endlichnach Rom, allwo sie nach einiger Zeit verstorben, s)Nunmchro kam also das Regiment in die Händeder Bischöffe, und sonderlich inünairete sich der Ertz-Bischofs Adalbcrr von Bremen durch seine Schmei-chelcyen bey dem jungen Herrn dergestalt, baß er nebstdem Grafen , welchen der Käyser auch sehr
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wohl leiden tonte, alles zubcfchlen Hatte. Diese bey-den verkaufften die Bißthümer, Abtcyen und andereAeniter nach ihrem Gefallen, und zogen an sich,was ihnen anstund, b)
Indessen verstattete mau dem Käyser allen Muth-willen, also daß er sich Concubinen zulegte, und an-dere Weibs-Bildcr auch wohl mit Gewaff mißbrauch-te. c) Das war nun eine schöne Ertz-BischöfflicheZucht, daß es GOtt hätte erbarmen mögen.
Bey dieser Gelegenheit gierigen die Laster auch durchgantz Deutschland im Schwange. Sonderlich kamdas verdammte Laustrechr auf, nachdem der Käysernur seinen Lüsten nachhieng, und die begangenen Ge-waltthätigkeiten nicht gebührend straffere, ci)
Endlich stellckcn die Stände dem Käyser auf demCovenre zu Tribut den schlechten Zustand des Reichesvor, und indem sie alle Schuld aus ^v.ei.vxxi-via gaben,so erkläreten sie sich ausdrücklich, er müsse entwederden Scepter niederlegen, oder diesen schädlichen Rath-geber abschaffen. Keines aber war dem Käyser gele-gen , und der gottlose L»zi.»cicrv; gab ihm gar denRathschlag ein, mit der Crone zu entfliehen , wozuauch die nächste Nacht Anstalt gemacht ward. Alleindas Werck brach aus, und der Ertz-Vischoff muste sichvon den erzürncten Hoff-Bedientc» zum Schlosse hin-aus stoße» lassen, e)
Kurtz hernach vermählet« sich der Käyser mit imre-, eines Marggrafeno in Italien Tochter, deren eraber bald überdrüßig ward, und daher dem Ertz-Bi-schösse zu Mäyntz die Decima; aus Thüringen ver-sprach, wenn er in die Ehescheidung einwilligen wür-de. Der geitzigc Pfaffe ließ sichs bald gefallen , derPabst aber hintertrieb den Anschlag durch üLi-icvü-c
väklläUI. f)
Inzwischen solten gleichwohl die Thüringer die De-cima; dem Ertz-Bischoffe lieffcrn, welche aber darüberrcbellircten. Doch muste der Sächsische Marggraffoxvo, so sie anführete, der Macht des Käysers vordißmahl weichen, und sich ergeben, welches An. 1069.geschehen, g)
Wiewohl die Unruhe war hiermit noch nicht geho-ben, zumahl da »L8KILV8 Gelegenheit suchte, diemächtigen Sachsen, so ihm gefährlich schienen, zu un-terdrücken. Es brach also zum hefftigen Kriege aus,worinneu der Käyser sehr ins Gedränge kam, zumahl,da auch der Pabst ^LXLuvLic 11. und folgcndS nochLregoriu; VII. die Sachsen durch ihre Bann-Bedro-hungen gegen den Käyser wegen der Simonie mukhigmacheten, weswegen sich IMdIKILV8 in die Zeit schicke-re, dcm Pabste 8ari;5aKion leistete, und mit den Sach-sen Anno 1074. auf gewisse tlonchcione; Frieden Ma-chete, welches alles die Politischen Scribcntcn um-ständlicher erzehlen.
Weil aber der Käyser dem Friedens-Vertrag zufol-ge die Vestungcn in Sachsen nicht wolte schlciffcnKkkkkkk2 lassen,
d) IS«M. c) LKVdM m tiiü. b, 1 Ii S) ttew.
«) l.älMLK'rVZ ,n. 1066.
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Sil an. 10^7. 1069. 8) läcw ibicie».