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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XII. Seculum. Von den Lehrern ,'n Or!enk.

Ich habe mich an dem heiligen und von GOrrgeliebten Fürsten versündiget. Heiligererbarme dich mein! so kehrte sich das »Maul wiederan seinen Ort. x) Das sind treffliche Wunder!

z. Ein Mönch brachte Anno roi6. ein Stück vondein Tuche / damit derHeyland den Jüngern nachdemletzten Abendmahl die Füsse gctrucknet/ aus dem Omen.tc in das Kloster klnnrc-islin, und warff eS zur Probeins Feuer, da es denn nicht verbrannte, und also initvölligem Beyfall aufgenommen ward. /) Diß Wun-der ist gantz natürlich, weil ein Stück von der umverbrennlichen Leinwand aus dem Amiant gewesen.

4. Der Bischoff von »Metz wölke Heimlich einenNagel vom Ercutz Christi aus der Kirchen zu Trierentführen, und versteckte ihn in seinen Busen. Alleinder Nagel fieng an so häuffig Blut zu quellen, daß esdurch die Kleider drang, und die Sache solchergestaltoffenbar werden muste. r) Wer wölke solche Dingenicht glauben, weil sie gleichwohl öffentlich erzehletwerden.

Zu Mautua soll ein Blinder das Blut Christierfunden haben. 3) Das ist gewiß, daß diejenigenLeute blind sind, so solche lästerliche Fratzen vorgebenober glauben.

6. Der Leib des Bischoffs zu Cracau war

von den gottlosen Soldaten in kleine Stücken zer-hackt worden. Es fanden sich aber sogleich vier grosse

») K^KOdtIV8 üb. 4- /) Ldron- dsrlin. Üb. 2. c. Z4>r ) l'r-mrenlium- s) biüiciVIXXd4V8 LOk4H/rL'I'V8-in. 1048-

Adler, welche die Stücke bewahreten, und gegen amdere Thiere vertheidigten. Des Nachts kamen sein«Freunde, den zerstückren Leichnam zusammen zu lesenund zu begraben, und da fanden sie alles durch einWunder wieder ordentlich zusammen gewachsen, b)Wer hätte nun solche Reliquien, davon solche Wun»der erzehlet wurden, nicht in Ehren halten wollen?

7. Zu Colbec im Magdeburgischcn fand sich An«no loi2. ein gottloser Mann, welcher Ordert genen«net wird. Dieser begab sich in der Christ. »Nacht un-ter währender Messe nebst 15. Männern und z. Weibs»bildern auf den Kirchhofs, woselbst sie schändliche Lie»der jungen, und gantz gottes-vergessen um die Kircheherum tantzeten. Was geschicht? der Priester thutsie über sochcr Voßheit in den Bann, und der böseHausse tantzet ohne Aufhören, aber nunmehro zurStraffe, nicht nur die gantze Nacht fort, sondern eingautzcS Jahr, so daß sie sich bis an den Gürtel in dieErde hinein tantzten. Einer wolte seine Schwesteraus dem Tantze heraus ziehen, rieß ihr aber den Armaus, und diese muste nebst noch zweyen nach verlauf,senden Jahre sterben. Auf die Vorbitten, so zu Cölln,Mäyntz, Hildesheim und anderer Orten vor die Tän»tzer geschehen, kamen sie endlich aus der Bewegung,und schlieffen nachmahls drey Tage und Nächte hin.ter einander, behielten aber zum Andrucken ein bestän.digcs Zittern an ihren Gliedern, c)

b) 2 IV 8 in Vsniiiiü-i dir. z. c. 14. c) Iciem in

8-ixoni, üb. 4. c. zz. dkrcm. 8-xon. Heberst»

Z4. 8Cttü0üü. ^lii.

DasXII.(IVI.VX1

Das I. Capilel

Von den Lehrern.

1.

Worauf hat man in diesem Capitel zu sehen?

Auf fünfferlcy:

1. Aus die Lehrer.

2 . Aussdie andern christlichen Scribemen.z. Aus die Leore.

4. 2lns die Zwistigkeiten.

5« Auf die

N.

Was vor Lehrer haben in diesem 8ecuIo ge-. lebet?

Man mercket

r. Die Lehrer der Orientalischen B-irchen.

2. Die Lehrer der Occidenralischen Kirchen.

lll.

Was vor Lehrer sind in der OrientalischenKirchen zu mcrcken?

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Metropolit zu Nicäa um das Jahr mc>.

Er hatte zu seiner Zeit jn der Theologie und Philo.sophie ein gutes Ansehen, und schrieb sonderlich wie-der den Ertz-Bischoff zu Meyland I-Lticvxc cnicr8c>i.L-

des Heil. Geistes, welches noch im Xlanulbripko ver'borgen. Sonst hat er auch wieder die Armenianer ge»schrieben, worinnen er sich aber in einigen Glaubens.Puncten vergangen, daß er auf dem 8ynocio zu Con.stantinopel Anno H17. eine schrifftliche kc-uocsiioneingeben müssen, welche noch vorhanden. Die Lc>m-menrgrii in ^nsl^rics und Ltbica ^riKoceli; sind jUVenedig und Paris Heraus gekommen. 6)LVIttVXllVL

riü-curnv;

Ein Triechisther Mönch Anno m6.

DerKäyser Li.exiv8 cc)!.lnknv8 hatte viel Gnade vokihn, und befahl ihm die?3NOpI,3m ciognisricam onbo.ÜOX3S si^ei 3(iuerüi8 OMNL8 baereleg zu schreiben. Sei»ne andern Schrifften slndLommenrsria in omne8?ü>I-mo8 Oauisiiz öc X. 8. 8cri;wurae (Hanrics; ferner inqugruvr kuangelia; und inL3iboIics8 episi«ia8. DaSletztere Loinmencsnum ist im Xlanuscripro vorhanden «die andern sind in der kibliolkecL ?srrum e) herausgegeben, k)

XIIEtt ^ eI,

snc«isi.v8

Patriarch zu Constantinopel Anno 1167.

Er war ein grosser Feind der Römischen Kirche».

Zu

6) ^üü/c'I'1V8 Se cvnlenib üb. 2. c. 10. kiss ütt.

Icripk. eccl. prA. 462. e) Um. I§> t) Louker. CXVL

NVL1 oder 6ico580i.LnvLi eilt Werck von der AuSgchnng iocv crrskv §67.