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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Neues Testamentes

denn Heißen können / er wäre gantz freywillig von denCardinälen erwählet worden.

Sonst stand er auf der Seite des Käyfcrs ioi»^iuigegen die Enckel »kxmci v. r«ivMLv>k und eorire^ovia,«nd that nicht nur diese, sondern auch den Ertz-Vi-fchoff^s»ei.^v>i zu Meyland in den Bann, weil erLonnäLv»l mit der Lombardifchen Crone gecrönclHatte. 6)

Anno n27. gkeng er dem Grafen »osriuo von Si-«ilien mit einer Kriegs. Macht zu Leibe, weil,er sichdie Länder Apulien und Calabrien ohne des PabstesVorwissen zugeeignet hatte, wobey allen denjenigen,so ihr Leben vor den Pabst in diesem Kriege lassen wür.Den, häusigerAblaß ertheilet wurde; reose»iv8 befandsich auch genöthiget, dem Pabsie des Eyd der Treueabzulegen, e-

Zu seiner Zeit lebte ein Heiliger Mann, Nahmens^LKIVl.?ttV8, zu Rom, welcher auf die Geilheit,Hochmuth und den Geitz der Cleristy gar Nachdruck,sich predigte, und jeder mann auf die Armuth und dasanschuldige Leben JEsu wieß. Die Grossen zu Romwaren diesem Manne ungcmein gewogen, den Pfaf-fen aber war er ein Dorn in den Augen, also daß sie«icht rührten, bis sie ihn Heimlich ume Leben gebrachtHatten. Der Pabst soll zwar gar sauer zu dieser Thatausgesehen haben, f) well aber die Thäter niemahlenHeraus gekommen, so ist zu muthmassen, daß er wenigingunixet, und also wohl selbst mit unter der Deckegestecket habe. g) .

Man hat zrvolff Briefe von ihm in den lomllLoscilioium.

Zugleich

INdMLl^I.iV8 II.

Pabst Anno nzs. dm 17. Februars bis Anno 114z.den 24. Csptembris.und

älMLlchlVS !I.

Pabst Anrro nzo- bis lnz8.

Die Cardinäle tonten dißmahl nicht unter einen Hutgebracht werden, und also kamen diese beyden Gegen.Däbste zum Vorschein.

Der erstere hieß sonst 6KK6VLlV8, war von vornchmen Geschlecht zu Rom gebürtig, anfänglich ein Msuchm Lateran, folgendö Abt ün Kloster der Heil. dllcoIsi und LensciiÄl, und endlich durch VLKELIII. EarLinal. Diaconus.

Der andere führet« sonst den Nahmen kLIKVZ, warauch ein Cardinal mit dem Titnl 5 . dlariae und jagteaus, nachdem er ihn in Dann geHan statte, daß er sich nach Franckreich rechnen musie. Mit ^dl?rel.LIV Hielten es die Römer, McyAnder und Sicilianer; mit Innocenrio aber die FrauLösen, Eugelländer und Deutschen.

Wenn man nach der Richtigkeit der Wahl urthcnlen soll, so hatte ärstAdLIV8 das Vorrecht, indemINdMLLKHIVS nur von wenigen , auch nicht denvornehmsten Cardinälcn, nnd noch darzu ohne Vorbewust der andern im Winckel erwählet worden. K)

Gleichwohl behielt !8NocMHV8 endlich die O-berhand, nachdem er die Könige in Franckreich undEngelland, und zumahl den Käyser oormriuvn nebstdem Heil. Lonnu^noo aufseiner Seiten hatte, welcherletztere wegen des grossen Ansehens seiner Heiligkeitder Sachen ein groß Gewicht geben konte. Dasschlimmste war,daß man und seine Par-

they aufdrefer Seite nicht einmahl hören wölke, i)id§dMLM'NV8 nun hielt unterschiedene 8ynociosin Franckreich, crönete den Käyser l.oi-»äirivn Annoirzi. zu Lüttich, wie auch in eben dem Jahre den Kö-nig Ludcwig in Franckreich, gieng endlich Ao. nzr-mit Lo-kMEu nach Rom, und ebnete diesen daselbstsolenimirer zum Römischen Käyser.

Indessen hatte aueh^dlAdLl V8 demHertzogevsnSicikien und Apulien nookieio die Königs-Croneauf-gesetzet; daher ihn dieser auf alle Weise stc/enckirete. l)ld<I!^OLiL!>HIV8 konte also nicht anders als kOLLkioden Käyser auf den Hals hetzen, worüber jener Arms1147. Campanicn und Apulien einbüsiete. m)

Anno nz9> that der Pabst MXOLLdlsslVZ denSiciliauischen König nosL^ivLi in Bann, und führetedarauf selbsten eine Ärmee gegen ihn a»; allein er warso unglücklich, daß er gefangen in »oLL»n Hände fiel,und ihm also, wolle er frey seyn, eingehen muste, waser forderte, welches dahinaus liess, daß der Pabst ao-ornivra mit der Sicilianifthen Crone belehnen, undihn vor seinen rechtmäßigen Vasallen erklären musie. n)Von il. Briefen sind acht unk»

viertzig in den lomi, Lonciliorum , und zwey be^dem 6äl^V2IO o) zu befinden.

Von A^Ac.l.810 hat (AMl87IAIstV8 l.V?V8acht und dreyßig Briefe heraus gegeben, p)co^8ll>!V8 II.

Pabst Annv114z. den 26. Septembris bis 1144. den9. Mery.

Er war aus Thuscanien gebürtig , und Hieß sonsten6VIDO. kL-rkvs halte ihn infurnarct, und

lstOdtOKIV8 der II. zum Laräinali kreskytero gemache.In seinem knrtzen Pabstthume weiß man nichts von<Mn zu melden, als daß er solches gegen die Gewohn-heit dieser Zeiten ruhig besessen, g)

' DVc>V8 II.

Pabst Anno 1144. den 10. Mertz bis 1145. den iz. Febr.

Seine GeburtS-Stadt war kolo^ng, und sein vo-riger Nahme 6LKAKDO. Er bekleidete erstlich dieStelle eines Cantzlers und kibliochecarli bey der Rö-mischen Kirche, und war dabey Cardinal. Presbytermit dem Titul des Heil. Creutzcs in Jerusalem.

Die Römer, welche m'chtmehr unter der PädstlicherrHerrschaffk stehen wollen, machten ihm viel Verdruß;daster er den Käyser consLov^ gar sehnlich nm Hälsseanflehete, aber, weil dieser entweder sonst zu thun

halte.

iZ) stb.7. c,p. 17. -) L/tkO-

^V8 ->ä ?>.c. 1127.1128 k) kl.^1'1^.

List. crc!. Lc. IL. Lot-^ d) äbjör«.

i) OlttO rkI 8 Idl 6 Ld 18 I 8 Üb. 7. c,x. »8- >-)

UK.V8 sn.nzo. VK8?LK6k;dS8t8. l) ?LHiV5 vliULOKV8 lib. 4. c»p. 97. m) Ol'ttO kKl8IN6LN8I8 lib.7 . «-»P. 2 O- n) 81,^1OI4L'1"^ lil» 5. c. 74 . Lvnrin. LtOL-scl sn. H41. 0 ) d 1 e 5 c-I!. chom. 2 . P. 1 § 8 . ?) k«.

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