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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen. Historie Neues Testamentes.

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cherk und geschachert , offt nicht lesen oder absingenkönnen, und andere dergleichen Mängcl und Lasterbey-er Cleriscy, welchen der8ynoäu» zwar wehren sollen,«r thut es aber so kaltsinniz, daß er auch den Rathgiebet, man möchte die groben Laster nur wenigstensnicht so öffentlich treiben, daß alle Leute davon zu sagen wüsten. ^

Zum andern Ao. 1266. unter dem Ertz-Vischoffcin dessen Lapiruli; sonderlich die Kirchen' Freyheiten und kriuilegia der Clerifty vertheidi-get, und einige Verordnungen bey der Kirchen. Zuchtgegeben werden. 5)

nen gcschleppet, als Advocaten auch bey der schlimm,sien Sache gedienek, mit Reliquien herum gezogen,und ums Geld geprcdiget, in ihren Häusern geschmau-set, gcwürffclt , und andere unanständige Dinge ge-than ; daß die Mönche Heimliche Thüren, und ihrebesondere Nacht. Quartiere gehabt, wohin sie dieWeibs. Personen bestellet; daß die Nonnen in denKlöstern und ausser denselbigen getantzet; die Aebteund Aebtißinncn den Mönchen und Nonnen durch dieFinger gesehen ; daß die Vischösfe, ob sie schon nichtkranck waren, der Bcquemligkeit Halber, die Frühmet.ten isii Bette gehöret, daß sie das Predigen und Meß.

Zum dritten Ao. 1280. unter dem Ertz-Bischoffe Lesen sehr unterlassen, bey der Tastet Stock-NarrenLIbIKlOO über gleiche Materien , wie die vorher-,und Gaucklcr gehalten, gerne Geld genommen , undgehenden. , sondern vielen Lastern unterworffen gewesen,

Irr sVurrzburg Anno 1287. in Gegenwart des Vierdtens Ao. 122;. von dem Päbstlichen LegatenKäyserö, des Päbstlichen Legaten, und vieler Bifthöf. LOdck/zvO, Bischoffen zu l'orto, gegen die ^lbigen-fe und Reichö-Fürsten. Der Pabst forderte darauf deu ser, welche sich an den Grentzen der Vulgarcy, Croa-zehenden Pfennig von der Clerifty durch gantz Deutsch- tien und Dalmatien einen Gegen-Pabst, Nahmensland, welchem. Ansinnen sich aber die Ertz-Vischöf- , erwählet Hatten, c)

se von Cölln und Trier tapffermürhig widersetzten, r)Aue dcy Lapiculis von der Kircheu-Zucht erstehet man,-aß die Pfaffen fleißig in die Schenckhäuser gegangenund darinnen der Würffcl gespiclet, ingleichen dieNonnen öffters besuchet, ritterliche Lxercnia getrieben,mit den Köchinnen noch immerfort haußgehalten, sichzu den ljcnelicü; gedrungen, die Messe des Prosits hal-ber gelesen, und dergleichen Gottlosigkeiten aus-geübet. u)

4. Zu Salydurg, erstlict) Ao. 1274. von derKir-chrn-Zucht, woraus erscheinet, daß die Aebte seltenCapikclgehalrcn,dic Mönche in der Welt lassen Herumlanffen,und sie vor ihre Ubclthatcn nicht gebührend gc-züchriget,u.a.m. x) Zum andern Ao.i28i. über gleicheMatericn.Zum dritten Ao.lL-i.woraufgerathschlagetworden, wie man die Hospitäler, Tempel. Herren undDeutschen Ritter in einen Orden bringen möchte. DieI. LiMvner Handeln von der Kirchen. Zucht. )s)XXVI ll.

Was vor 8/no6i sind in Frankreich gehal-ten worden?

i. Die 8°WOk)I zu Paris, erstlich Anno 1201.daraus r.vx^vvv5, so sonst ei» Soldat gewesen, da-Mahls aber des Grafen von blcver» Ober-Amtmannwar, wegen der Bulgarischen Ketzerei) verdammt, undfolgends verbrannt ward. r)

Zum andern Ao. 120 ,. worauf äiErricv; der Ke.tzerey halber verdammt ward. Man verbrannte undverboth auch damahlen die ?byt>cam und Ivlerapkyli.csm weil siezn gedachter Ketzerei) Gele.

genhcit solken gegeben Haben. 3)

Drittens Ao. 12,2. von dem Päbstlichen LegatenKVNMIO VL über die Kl'rchen.Zuchk.

Man erkennet aus dessen Capitehdaß sich die GeistlichenHunde und Vögcl zur Jagt gehalten, sich mit Köchin.

k) Ibiclcw P.517H:qq. , ) p. 1-44. t) dkr.

»Irsiugienfe. u) tt^KVVINVS ioc. cir. p. nzl. x)Ibiäem p./ZI. 7)?. li6z. x) Ibich ^'om.6. k.L. j>. IKÜZ.,) IluiikM x. lKAl»

Lünffrenö Ao. 1226. worauf diejenigen, so sich zuAusrottung der Albigenser in der Gegend loulouli:gebrauchen lassen wolten, mit dem Creutz bezeichnetwurden, -l)

Sechstens Anno 1260. worzu die Furcht vor deuTartarn Anlaß gegeben, weswegen man allerhand An.stalten zum Gebeth und Buß-Andachten machte, e-Zum siebenden Ao. 126z. worauf zur Hülste desH. Krieges der hunderteste Theil von den Kirchen»Gütern auf fünss Jahr gewilliget ward-Zum achten Ao- 1264. in Gegenwart des Frantzö-fischen Königes Ludewigs gegen die Flucher undGottes. Lästerer.

Die 8VN0VI zu VFarbonne, erstlich Anno1207. worauf man berathschlaget, wie man die Ketze«rey der Albigenser am besten vertreiben möchte ; dadenn der Bischofs Oiväcvs von Oxuma den Rath gab,daß es am füglichsten durch Bezeugung der Demuthund Armuth Christi geschehen könte, weil nemlich dieAlbigenser durch diese Tugenden die Leute am meisten,wie man redete, versuhreten. Worauf er auch selbstseinen Pomp abschaffete, und nebst vominico und an-dem Geistlichen zu Fusse herum liess, und den Albi-gcnsern predigte, welches aber, weil es nur eine äußer-liche Verstellung war, bey den Albigensern wenigwrncken kontc. f)

Zum andern Ao. 1227. unter dem Ertz-Vischoffe?LikO, wommen akerhand Verordnungen gemachtwurden, als gegen den Wucher der Juden, zur Frey-heit der Clerifty, zur Verfolgung der Ketzer, und an-dere von der Kirchen-Zucht, ß)

Zum dritten Anno 1235. unter eben dem Ertz-Bi»schösse, darauf man die Art und Weise der Ketzer-Verfolgung abhandelte. K)z. Der 8N>!OOV8 zu IckObHIbbl oder XlON-

d) Ibidem p. lYYY. 5-44. c) linäem l'om. 7. p. 129.ä) Idi,!. p. 142. e) Ibiiiem P.Z27. k)

KLI. 50 V. in st>-c. Kitt. «8.29. CP.9Z.

. lom. 7. x. 14z. b ) IbicisM g. 249.