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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XU. Seculum. I. ?1P. Von den Lehmn in Orkenk.

DaSXlll. 8LLVL.VX1

Das I. Capitel

Von den Lehrern.

i.

Worauf hat man in diesem Capitel zu sehen?

Auf fünfferley:r.Anf die Lehrer.

2. Auf die andern chrlstkchen Scrrbemen.z. ?luf die Lehre.

4. Auf die Zwistigkeiren.

Z. Aufdie

U.

Was vor Lehrer haben in diesem 8scuIo ge-lcbet?

Man mercket /

>. Die Lehrer der Orientalischen Riechen.

2. Die Lehrer der Occidentalifchen Rirchen.

III.

Was vor Lehrer sind in der OrientalischenKirchen zu merckcn?

6MK1ANV8 H.

Patriarch zu Constantinopel Anno 1222. stirbt 1254.

Man rühmet ihn als einen verständigen und kugend-Hafften Mann. r) Weil die Lateiner Constantinopelinnen hatte» / so faß er als Patriarch zu blicke».

Seine Gchriffren find unterschiedene Homilien,

UNd eine Ibeorm rerum ecclcstaKicarum, welche abergantz »»gemein soll imerpoliret seyn. r) Sie ist un-ter den Wercken Lyrilli ^ierofolymikziii zu OrfordAnno 170z. durch chlir.l.8 Heraus ge-

kommen.

dlILKk>MKV8

kre-b^ter und Mönch auf dem Berge Lrkos um dasJahr 1255.

Seine strenge Lebens-Art und Gelehrsamkeit mach-ten ihnjschr bekannt / und weil er auch den Käyserrnevvonvrck vor dem iuformiret hatte / so

ward er nach des Patriarchen sennE Tode an dessenStelle beruffeu. ?lllein er schlug die Würde aus.

Und blieb bey seinem Mönchs-Weftn.

Die klsirrclle Käysers vvcLL Nah

mens wolte einstens seine Kirche, die er auf

eigne Kosten erbauet hatte / besuchen : allein er befahlden Mönchen alles fest zu verschließen, und ließ siealso wieder abziehen, welches diese zwar sehr verdroß,daß sie den Käyser gegen ihn verhetzte, vorwendeude,es gereiche ihyi nicht zu geringer Beschimpffung: dochder Käyser versetzte ihr mit Seuffzen: )Vas soll ichden gerechten Mann straffen? Harre ich ohneSchmach seyn wollen . fo harre ich keine Gele-genheit darzu geben müssen, u)

---------- x) inrer lcriprores vrrkolisx,« iLrseci,« x-ß. I«

r) iesick:kttO«.V8 6 kk 60 rt 68 8iN. Nom lib.z. p.9. x»r,l sxull 61 . 1 . 61 'IVzi consenü. lii». 2.

eäii. ?rLnc» 5 . ,ä dl. »0.1568- t) L6VK kill. I>». scripk. c»p. 14. §.4. r) Illem in noiis ,6 OLOki 6 IVd 1 ä6KO--ccl-s. p-8.625- u) NicLkttOKVL 6 ^LL 0 K 68 toc. cn. kOI-H. 7-8.244. <-) diicL?tt 0 IiV 8 kk.z,

lit». 2. p,g. 8. ä: tib- Z. x»z. 9. 9- 10. b) 16 cm tib.4.

Ssss sss

Sonst pflegte er die Lateinische Kirche vielfältig znäetenchren, wiewohl man hingegen auch Bücher vonihm wieder dieselbe findet, woraus man sclstiessen kcm,daß er nicht allemahl eines Sinnes gewesen»

Seine Gchriffren sind

1. ve procerkone 8piricu, 8. libri lt. Welche bey düv l.«»°ns 6Nstio ») anzutr^fen.

2. kpikol» »6 plurimor 6»», als er die dl-rceL»« nichthatte in die Kirche lassen wollen, x)

Z. Lpiwm« l.oZic, Sc kkyüc».

Andere ftine Schrifftcn sind noch m r» 48 t», undmögen bey andern nachgesehen werden, r) Sonder-lich befinden sich dieselbe in der Königlichen Biblia-thcck zu Paris.

AL8MIV8

Patriarche zu Constantinopel Aniw 125^.

Er war erstlich ein Mönch und Abt in einem Klo-ster zu Nicäa, dancktc aber ab, und begab sich zu dmMönchen auf denr Berge Nachdem rncLk»o-

nv; vl-LEioez das angetragene Patriarchat nicht an-nehmen wolte, so wählet- der Käyser diesen AK8L-dllVkl, den man feiner Tugenden wegen sehr lobet-dabey aber tadelt, daß er zu den Hoff-and RegimentS-lmrißuen nicht verschmitzt gnug gewesen, 3) welchesdoch, zumahl bey einer geistlichen Person, vielmehrunter die guten Eigenschafften zu zählen.

Inzwischen wäre es freylich auch besser gewesen,daß^K8LMV8 sich keinen Politischen Verrichtungen un-terzogen Hätte, wie bey der von dem sterbenden Käy-scr rnxovorro über seinen Sohn ihm und KV-

r>l.onl aufgetragenen Vormundschafft geschahe; mastsen er viel zu aufrichtig und leichtgläubig war, alsdaß er die von den arglistigen Welt-Leuten abgefasse-ten Anschläge hätte mercken sollen.

Solchergestalt wüste eS nun KllLklHLI. 9 AI.ALO-I- 06 V 8 dahin zu spielen, daß er auf den KäyserlichenThron kam, und da erkannte denn AK8MIV8 erstzu späte, wie sehr er es versehen, und retirirete sichins Kloster, ward aber daraus nach Eroberung derStadt Constantinopel wieder;» feinem Amte beruffen,wiewohl er nach kurtzcm hören muste, daß seinem Pu-pillen die Augen waren ausgestochen oder ausgebranntworden.

Nun hatte er keine andere Waffen, das geschehenezu rächen, als den Bann; indem aber der Käyser nachetlichen Tagen, darinnen er sich bußfertig stelltte, dieAbsolution nicht erhalten konte, so beruffte er einen8ynoclum , welcher unterschiedener Übel»

thaten beschuldigen, und von dem Patriarcheu-SkuH«le herunter setzen muste. Hierauf brachte er ftin Le-ben im Lxilw zu, und ist erst nach vielen Jahren, wie-wohl man die eigentliche Zeit nicht melden kan, ge-storben. b)

Seine