xm. Seculum. VII. L»x. Von den Nebe» - Sache«.
ein!gewiedmet
2. die Eiche zu Heiligenbeil vor
z. II. I.KVI 6M 6 L^ 80 ^l ^ .. _
Enckcl nzcuiviEvis von seiner Tochter, um das Endeten Götzen 6Vl^. lüO, welche gleichfalls allezeit gründes 8ecul>, war aus der l'rouel-ce gebürtig, und hcttelgeblicben. Das Städtchen dabey ward nach der Zeitbesondere Meynungen von den Erscheinungen , so in HeiligenbM gencnnet^ weil das Beil , damit einder Schl ifft den Patriarchen und Propheten zugeschrie
ben werden, als welche er vor nichts als Träume undGesichte hielt, auch sonst noch andere Dinge nicht nachdem Buchstaben erklärete. Er lebte bis inö vierzehn'kc 8 ccu 1 um, und schrieb Lommemarios über die Bi-bel und andere Bücher, k)
4. k. KiLM von Rotenburg in Deutschland, einSchüler des k. nE von Wien. Denn so pfleg
Christ auf Befehl des Bischoffs LU5NLl.im vonErme-land anhub in die Eiche zu Hauen, das erstemahl zu-rück fuhr, und den Christen verwundere; wiewohl derBischofs die Axt sofort selber crgrieff, und in die Ei-che hieb, auch Feuer bringen und sie verbrennen ließ.Das Beil aber nennete das abergläubische Volck Hei-lig , und gab dem Orte davon den Nahmen, z.) Diedritte Eiche stund an dem Orte, wo sich vorletzt das
tcn sich die Gelehrten damahlen von den Sräd- Thornifche Schloß befindet. Die vicrdte Eiche bc-ten zu benennen. Weil lelLIK so berühmt war, so fand sich in dem Dorffe Oppen, nicht weit vonWe-nicynerc der Kayser aooi.p«vs, er müstc nothwendig lau über dem Pregel, war hol, und so dicke, daß sichauch sehr reich seyn, und schätzete ihn um eine grosse einer zu Pferde darinnen tummeln konte.
Summe Geldes, welche er aber nicht aufbringen kon- Ihren Götzen opfferten sie unter andern Menschen,te, und darüber inö Gefängniß muste. Einer von sei- sowohl Manns-als Weibs-Personen, welche sie aus
nen Schülern stellete zwar endlich Lamion vor ihn,ehe K1KIK aber auf freyen Fuß gesiellek ward, so warer gestorben. Einige halten ihn vor denjenigen , sowieder den »»naonioeia geschrieben, es ist aber selbi-ger ein anderer gleiches Nahmens gewesen. 1 )
VII.
Was hat man von dem Zustande des Hey-dcnthumS zu mercken?
Die Preussen, welche in diesem 8eculc> den christ-lichen Nahmen zu bekennen gezwungen wurden, ver-
den Gefangenen erwähleten, ingleichen weisst Pferde;man unterhielt ihnen ein beständiges Feuer, und wasdergleichen Alfantzereyen mehr gewesen, welche beyandern nachzusehen, Diß hab ich nur zum Exem-pel anführen wollen, daraus zu erkennen, wie groß dieBlindheit dieses Volckeö, und die Macht des Satansbey ihrem Heydenthume gewesen, und waren die teuflk-schen Gräuel so tieff in ihrem Hertzen eingewurtzelt,daß sie noch bis auf den heutigen Tag au vielen Ortennicht völlig können ausgetilget werden. Einen glei-chen Begriff mag man sich von den Lithauern, Lieflän-' , und andern mitternächtigen Völckern machen.
VM.
ehretcn in ihrem Heydenthume drey oberste Götzen, wiedie Bothen, und insgemein die Nordländer. Nur
Was hat man von dem Instand- der Mu-
Dem Califat zu Bagdad ward in diesem 8eculovon den Tartarn ein Ende gemacht. Der letzt Cali-st hieß kckc) 8 ch^ 2 Ld 4 611 .^, mit welchem das Ge-schlechte der Abaßiden aufhöret«, nachdem aus dem-selben in allem z;. Califen zu Bagdad gesessen Hat-ten. n)
Wie die Muhammedaner die Christen aus Syriengetrieben, ist bey den Creutz-Zügen zu sehen.
Die Mamelucken, welches Wort soviel als er^kauffre Knechte bedeutet, weil sie, wie aus vorigem8ece.iv bekannt, von den Circaßiern erkaufst wurden,hielten sich so tapffcr, daß einige von ihnen zu denhöchsten Chargen in Egypten gelangeten. Solche füh-retcn den Titul Lmir, Hertzog oder General, davonnach und nach das Wort ^mirsi geschmiedet worden,weil dergleichen Lmir vielfältig die Flotten zur Seecommanchrete». o)
Indessen fiengen die Egyptischen Sultane an, sichvor diesen Leuten zu fürchten, und daher geschahe es,daß ihnen 1^klä88Llä.« 6^1^.
das tüumminäo bey den Armeen entzog, undandern fremden, die er kürtzlich a«s dem Oriente mitDddddddd2 sich
Wort soviel als Donner bedeutete. Sein Gesichtwar feurig, sein Haar aber schwartz und krauß, undmit Flammen umgeben.
Der andere Götze hieß kIKOl.l. 08 , hatte ein blei-ches Gesichte, einen langen grünen Bart, und überdas Haupt ein Tuch gewunden. Er solte den rr-vvo-«Lk, bedeuten, uud war an der Stelle des (Odins.
Der dritte Götze hieß ?Ochkkkl? 08 , sahe als einjunges, lächelndes Manns-Bild aus, und war aufdem Haupte mit Korn - Aehren gecrönet. Man stelle-te darunter eben daö vor, was man sonst mit der Flüg-ger oder Frei« haben wolte, nemlich Wollust und Über-fluß, und war nichts dran gelegen, ob der Götze männ-lich oder weiblich abgebildet ward.
Ausser diesen hatten sie noch viel andere untere Gö-tzen, welche aber zu wissen weder nöthig noch nützlich,indem sie fast über jedwede Creakur und Verrichtungeinen besondern Gott setzeten, und sogar die unvernünff-tigen Thiere, zumahl die Schlangen, anbethcten.
Sie baueten aber solchen Götzen keine Tempel, son-dern harten ihre Hayne, welches vornemlich Eichen-Wälder waren- Unter andern Hatten sie 4. gross. Ei-chen , als 1. die Eiche zu Romove, welche der Tcu-fel Sommer und Winter soll ^ün erhalten haben, undden obersten Götzen, deren Bildnisse darauf stunden,
k) kik. eles luik'; liu. 9 . ck. 2 » Pütz. 575 , le-^.
l) 1b. cb- 2 Z. n-Iv. L^mOl-OLLIVS bibl. ksbbia. 1 '. 4 .
m) dMKKUKI Juden-und Heyden-Tcircpcl p. 1045.leq-,. n) uo Ulkeok^iivs ttilwe. kccl. k»n. z. Lc. IZ.s-ckt. 2 . P, 486 . v ^ l)V 1 KL 8 d 1 k u>