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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IZ 2 Z

XIV. Zeculum. I. e,p. Bon den Lehrern in Occkdent.

oder VVLOVll, ward ein Cistertzienser oder Carmeli-ter, unverlangte durch unterschiedene Grade Ao.i;-?.den Cardinals-Hut.

Als ihn die Lardinäle erwählet hatten , machte erihnen diß wunderliche Complimenr: Idr habt euchrresi lich gehalten/daß ihr einen Esel aufden pabst-Sruhl gebracht habt; i) womit er entweder seineUnwissenheit in Regiments-Sachen, oder die Niedrig-

Sohn VVlbttLblvli ll06L8.II, Herrn von llorer beydckalcmom in bimolin. Er begab sich in den Bencdi»ctiner-Orden, ward nachmahls zu Paris voälor, fol-gcnds krivr zu !>Ii8me8, Abt zu kcicamp , Bischoss zuArras, und letztlich Ertz-Bischoss zu 8LN8, worauf ihnsein Vorführer zum Cardinal« Priester mit dem Titul8. dlerei und ^cb>I!ei ernennete.

Weil LVVOVILV8 ?,AV/^llV3 seine Rechte in Jka-

keit seines Geschlechts, oder ich weiß nicht was vor eine licn mit den Waffen zu behaupten suchte, so gieng ihmPäbstliche Scharffsinnigkeit anzeigen wollen. dieser Pabst mit seinem Antichristischen Banne nicht

Zwar, da es obbemeldtem Thiere ordentlich an Geil- weniger zu Leibe, schrieb auch die unbilligsten Bedingun«

Heit nicht zu mangeln pfleget, so konte die Vergleichungin diesem Stücke ihre Richtigkeit haben, wenn man er«wäget, baß dieser saubere Pabst des berühmten Poeten

gen vor, als sich der Käyser mit ihm vergleichen wolte.

Anno iz;o. hielt er ein Jubel«Jahr. Kurtz vorherhatte er die Stadt Avignon, darinnen er nur bishero die

i-x.rkz!rc«LL sehr schöne Schwester so hesscig!geistliche lurirchötion verwaltete, von dcrNeapolitani-zu seinem schändlichen Willen begehrete, daß er sich nicht schen Königin io»E^ käuffuch an sich gebracht, von

nur keine Geschencke dauren ließ, sondern auch ihremBruder den Carvinals-Hut versprach, wenn er sie über«lassen wolte. Doch dieser begehrete keinen solchen stin-ckenden Cardinals-Hut aufzusetzen, wiewohl der Pabstgleichwohl durch den andern Bruder si«a«ovzr zu seinemunzüchtigen Zwecke gelangete. k)

Andere seine Verrichtungen bilden ihn als ein grim«miges und räuberisches Thier ab, wie bey seiner Un-Versöhnlichkeit gegen i.vuovicvia s^vairv^ , der ange«masseten Hoheit über das Reich , der Zueignung derAnnaten von allen geistlichen Beneficien , und derGrausamkeit gegen die vermeynten Ketzer zu bemercken.I) Daher ihn auch einer mit der schlechten GrabSchrifft beehret:

bbc limz eli d-'cro, baici? mor8, viper» Clero.

veuw; a vsro, cupa repleca mcro. m)

Sonst verdammte er 55. Ketzer« Haupt« Stücke derFranciscaiier von der Armuth Christi, ingleichen denJrnhum seines VorfahrerS. Er war auch eben keinungelchrker Pabst, wie er denn auf der Universität zuParis r)oölor worden, und verschiedene Schriffrcnhinterlassen, als

1. Vicam 8. losmnis 6u»Iberii. n)

2. Etliche Traktate äe ÜLIU -nimsrum »nc« ß«ki«r»le iuäi-cium; ingleichen lermones per omn,8 LNttl feüiuirrke» Lcc.welche zu Rom in befindlich.

z. Das übrige sind Briefe und LonlUrurions; beym K20-VIO, a) VV/rvvI'VOO, p) L^bV2IO, in dem q) llcße-üc> ponrik. den ^oniis Lsn-iliorura, beym VI8cHlO , r)

welcher Zeit an sie in Pabstlichen Händen geblieben, u)Sein Pabst'Hochmuth gab sich in den Artickeln, si»er den Armeniern zu glauben vorschrieb, zu erkennen,daß er nemlich über alle Menschen, und was er wolte,zu gebieten Hätte. GQkt allein könne ihn richte». Erkönne zu allen Würden und Hoheiten erheben,und auchwieder stürtzen. Alle, die sich ihm widersetzten, würde»ohnfehlbar verdammet, und was dergleichen ungegrün-deter Sätze mehr gewesen, x)

Der vreporismuz Hieng ihm se-Hran, wie er deunfünffPersonen von seinen Verwandten, und darunter eine»im 17. Jahre, zum Cardinal «nachte, und ihnen die be-sten Lenelrcia crtheilete. 7) Daß er soust noch die vor-nehmen Weiber nicht zufrieden lassen können,wird eben-falls von den Scribenten berichtet.»)

Es übergab ihin einer folgende Verse, welche merck-würdig, weil sie rückwärts gelesen , einen gantz wieder-wärtigen Verstand in sich fassen, und sonderlich de»Betrug uud Geitz desselben bemercken. -)

LZus tos, non kua sraur, virrur, non copiarcruin8canäere te kecit fioc clccu8 eximiurn.ksuperibuz kua <lar,nungugm siar ianus claulä,kunclcre re8 guscr», ncc ru3multipljcs8.

Oonclicio kus fit stabil», non rsmpore paruoV-uerc te kaciat kic Öeuz omnipoter».

Seine Briefe, darunter einer -uluersu8 blsererico8 fla-gell3nres gerichtet, kan inan ausser denen , so noch ilrb68ri5 siecken, in den Oonciliorum, beyin

vlvrOO, b) 6^LV2lO, c) und i>N llegesto kontikcio

und sonstcn anzutreffen. ,).ickOKIaal-i, ,l >

Die Lonüiruiio Se retormrc.one k-neäiÄinorum ist zu Paris "

I; 19. in 8. besonders heraus gekommen. 11V 8

4. Louimrorsrium in dt-rrk^cum. c)

OLL.^Ldl8 Vl.

Pabst zu ^viznon Anno 1Z42. den 6. May, bis lZ52. den6. Decembris.

Sonst hieß er ?L1fllV8 ll.OOL8.lV8 , und war ein

VI.

i) 8LOVIV8 L-l-n. l z;4-e/^?llllV8 dt^880dIV8 snoslUd. 4 . p. Z 98 - «-) MMOd,"r>iV 8 8 (LV^ll 2 äLtcttV 8 in vik,

l-ll-rdiciäci pro >) vi->. kec. 14.

x. I74;.t-g. m) 8^b^k.V8 cenk. 4. n) »p. 8 VlllVV 1 -ä ü.

Pabst zu Luixson Anno iz;:.den rz. Decembris, bis tz6r.den er. EeptembriS-

Sem voriger Nahme war 8H?kIAL?V8 ALKLll-^V§, sein Vaterland aber Le kAam bey kampselour inllimolln. Anfänglich säuocirete er zu louloule, undEee eee ee r stiff-

I 2 .Iuli>. ,n. rz;6. p) -nn-l. dlinorik. 1'. z. g) in VI.

H4iiceIlLN< 2. r) in bibliocii» Liüert,

1?0^!V^ in sppeiül. -a c/^VLI Kitt. litt.kcripr. ecclek. p. 2Z.t- ViS. klllv. 8r^dlttLV1lVL tt.k. lec. 14. p. 1745.

u) v>r» CLLV1Ll^H8 e«j. kvtqurli »p. LLl.VLIVd1 p-8«r;6. x) OVOllic. ll^d1/zi.OV8 ,n. 1Z5I.

triii. r) VII.I.^dIIV8. älü. ,) Vir, LLKVILdlUS- kkVKO VL «LllLdH/el.8 ,p. L-VLV2IV>1.d) ^nn,l. dtinorir. I'. z. ,n. IZ42- teßg. c) kMcellan.^°m. 4. p. 508. 6) Vi6. LVV. L 8. c/IllOLO biblio-,kec. koarif. p. 55.