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Kirchen-Histsrk Neues Testamentes
ßifftete dabey ciriLollegiumvor 22. arme Schüler,wel-!ftkygebig erwiese, über den Kirchen-Freyheiten ernstlichcheö chn so rccommenäiicke, daß ihm das Mßthum zu hielt, Academien Mete, und dabey ,oo. Studenten
aufgetragen ward. Folgende kam er zum Bißthume von Llennom, und endlich zum Cardinal. Biß-thume von Oliia.
Man will ihn vor einen gar frommen und ernsthaff-kor Pabst angebender seinen Hof-Staat enger eingezo-gen, und die Benkficien nur würdigen Personen erthei-let habe. e) Wem, aber die Scribenten melden, daßer dem d^cpanlmo ergeben gewesen , gleich im erstenJahre die Zcheudcn durch die gantze Welk ausgeschrie-ben, um, wie er vorgab, die Kirchen-Güter aus der Ty-rannen Händen zu reisten, 6/zk0kvM IV. so verächt-lieh tractiret, or kvi»Lsc>;;a und andere grau-
sam hingerichtet, auch neue Feste zu Ehren der Lantzendes Heil» kongi.-.i, derNagel desCreutzesChristi, undder Dornen-Erone, und andere eingeführet; so wirdman daraus nichts anders als Eigennutz, Hochmuth,Tyrauney und Aberglauben, als der Pabste gewöhnli-che Lasier, schließen können, f)
Mru hat von ihm Briefe oder Verordnungen inden l'.imiF Loncilioruiii beym L 20 VI 0 , VV/MOIdl-60 . imKegellc, I'nnnücio. und sonst in ^ 18 cis bey derVaticauischeu Brbliotherk.
VlklZ^^VS V.
PaLst Anno 1 ) 62 . den 2 ;. EeptembriS bis i; 7 o den ic,.
Deceiubriü.
Ein Sohn des Barons von 6KI8^6 61 ^ 18^1oder 6KIXIO^KI) aus der Dioeceg lvlenäe in 6>U3U-«lan, und Hieß vor dem Pabstthume VVIkkäLch^1V8.Er nahm den Benedictt'ner-Orden an, ward OoätorderIdeulngiae und Päbstischen Rechte, welche er zu äuiZnon und kelnnksiellicr clvciiete , weiter Abtzu Marst-Äen, und Päbstlicher Legat in dem Königreiche b^pol:s«d S icilren, von welcher Kation er noch abwesend zumPabste erwählet ward»
Er Hatte Lust den Pabst-Sitz wiederum nach Rom zuverlegen, wohin er auch Anno 1)67. eine lour that, da-selbst anfdem Altare Pctri Messe laß, die Stadt undden Vatican ausbesserte, und die Häupter Petri undPauli in silberne Behältnisse legte. Hier kam auch
a^s seinem eigenen Beutel versorgeke, nnd endlich vonsemer Freundfchafft nicht mehr als 2. wohlverdienteLeute beförderte, i)
Seine Brich?, darunter VIII. von der Vereinigungder Griechischen und Römischen Kirchen geschrieben,sind beym 620 VI 0 , VVADl)Idl6O, iM llegello ?on>-rilicio, und den Vorni; Lonciliorum zu suchen» SvN-derlich mercket knan auch die Lonftiiurionem conrrapluralirarem b«meücic>rum,und dieVertüs äe^Zno DLI.K)6 Kk 60 KIV 8 XI.
Pabst zu ävixaoa und Rom Anno IZ70. den Z0. Decembrisbis i;?8 den 27. Mertz.
Er hieß sonst kLIIlVS von LLki-OlkV , weil feinVater Graf von Leltoic gewesen, und war der obgedach.ke Nepor ci.r.r.wd,ris VI. welchen er im 17» Jahre zurCardinals-Würde erhoben hatte. Bey seiner Pabst-Wahl korttc er nicht mehr als z;. Jahre zählen , undmuste sich noch erst zum Priester weihen lassen,ehe mauihn cröncte.
Das merckwürdigste von diesem Pabste ist , daß erseinen Sitz wieder nach Rom verlegte, welches AnnoIZ77- geschehen, nachdem feine Vorführer seit Anusizo;. gantzer 72. Jahr zu^uignon gcscffm, worzu ihnunter andern die beyden abergläubischen Weiber
vsn 8icn3, und «Kisirr^ aus Schweden mitVergebung einiger Offenbarungen bewogen halten;wiewohl er bey seinem Tode selbst gestanden , daß ihndiese scheinheiligen Weiber hätten betrogen gehabt» I)
Es war auch dazumahl ein solcher rebellischer Zu-stand gegen den Pabst in Italien, daß s ine Gegenwartzu dessen Unterdrückung gantz unumgänglich nöthigschien; und ob er gleich vorher» die ausgestandenenBononicnser und ihnen beystchende Florentiner mit demBann-Donner geschröckek Hatte, so wölken sie dochnichts daraufgehen, sondern grenzen gegen Eso-civLizu Felde, und hatten in ihre Fahnen mit grossen Buch-stoben das Wort IAKMVch8 geschrieben.
Die Fraiitzöstschcn Cardinäle wollenindieReisedesPabsts nicht willigen, und also muste er sich mit seinen
Der Griechische Käyftr'ron^n^ zu ihm, Verttonrcn gantz hmulich auf K'^iSchiffe^dav^
Hielt ihm den Sterge-Bugel, und schwur rhm, was ermir verlangte, damit er Hülffe gegen den Türckcn be-kommen möchte, wiewohl ihn der Pabst mit nichts alsvergebener Hoffnuug von sich ließ» g) Seine aber-gläubische Wercke werdeu sich an andern Orten zeigen-Das letzte Jahr kam er wieder nach und starb
-asilbsten, wie einige melden, K) am Gisste.
Unter den Papisten hat er cin treffliches Lob, weck erLich in seinen Pabst Staat ziemlich wohl zu finden wu-j . ^
sie, also, daß er sich prächtig nnd sccurar in seinen Ver- ss'bo'um anzutreffen-
richtungen aufführete, nicht allen Lastern durch die Fiw pike didi. nouv. i'-Xt. p.^6
ger sahe,.ansehnliche Häuser und Kuchen bauete, sich - -
schleichen. Sein Residuen zu Rom währete nicht vielüber ein Jahr, und er hatte schon willens wieder nach^uiZnnn zu kehren, wem, ihn« nicht der Todt einen andernWeg angewiesen hatte, m) Inzwischen gab diese Ver-änderung Gelegenheit zu dem langwierigen 8-chilch.3w,davon die Leben der folgenden Pabste Eröffnungthun werden.
Seine Briefe sind beym N 20 VI 0 . n) WAOOlbl-60 ,0) in dem Ketzetto kouciücio,und den l'omu 6c>n-" VK-
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AZdV8 in t drun. 8pLn!>eimenü.W.-rI 81dI6tiLX1V8. L^lV-^lV8 /rven.cont 8?ä!8I4Ld4. 14 . L.tec. 14. p 174^-
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