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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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Xiv.s8ecv!um. 7. Op. Vor: den Lehrern in Occideiit.

r?-7

i.vl.i.v! oder i.vl.l.ivs

Ein Franciscaner Anno 1514. stirbt 1315. alt -o. Jahr-Von di-ftin Manne sind bey den PapistischcnScridenken gantz wiederwärkige Urtheile zu finden. Einigc geben ihn vor einen Ketzer und Landstreicher aus,von dessen Meynungen ;oo. durch L-rnsonivia xi. An

daher es nachmahlen kein Wunder gewesen, wenn ermit grossen Summen prahlen können, davon er vor-gab, er hätte sie durch die Alchimie erhalten.

Letztlich schaffte er seine Frau von sich, trat in denMinoriteN'Orden, und schiffte wieder nach AfricaMrward aber daselbst von den Barbarn so elend zuge-richtet, daß er auf dem Schiffe, welches ihn zurück

no iz/r. verdammet worden: g^) andere halten ihtzMhrete, nicht weit von kckmorcg das Leben einbüffcte.i)

vor einen Heiligen und Märtyrer, welches vornehmlich von seinen Ordens-Brüdern geschiehet: K) Es isthier nicht nöthig die Sache weitläufftig zu untersuchen,gnug, wenn ich sage, daß Böses und Gutes bey ihmanzutreffen.

Seiner Geburt nach war er aus der Jnsul kckajrwcsvon ziemlich vornehmen Eltern; wie er denn auch demKönige dieser Jnsul r/rcovo als ein Land-Vogt soll seynbedient gewesen. Seine Lebens- Art war sehr lasier,hafft, und pflegte er sonderlich den jungen Weibernals ein brünstiger Hengst nachzulanffen. Diß geschachauch einstens einer schönen Dame, welche aber denKrebs au der Brust Hatte, und mit Vorzeigung befiel-bei, seine böse Begierden bestraffke, auch sein Gemüthdadurch zu einer Veränderung lenckettt

Die Erzehlunge» von der ihm offkmahlö geschehe,nen Erscheinung des gecrcutzigten Christi, inglcichenivon der eingegoffen?» Wiffenschafft, da er vorher un-gelehrt gewesen , gehören ohne Zweifel unter die groß.thuenden Fabeln.

Indessen, da er sich durch obige Begebenheit gerüh-ret befand, und eine andere Lebens.Art erwählcte, sovcrli.ß er nicbt nur den Hof, sondern nahm sieb such ^» con'tun^re'k'vor die Saracenen zu bekehren, gieng deswegen inr ' ' VH^l>k8

40. Jahre seines Alters nach Paris, allwo er die La. x rvnno oder ov rov-e

ternische und Arabische sprachen lerneke, auch beyseinem guten Verstände und reiffem luchcio, wie nichtweniger ungemeinem Fleiße, bereits anfieng viel Bücher heraus zu geben. Einst blieb er sieben Monatauf einem Berge im Gebeth und Betrachtungen, undHatte in dieser Einsamkeit nach seinem eigenen Gestand.

Nisse gar viel gelermt.

Anno r-8/. und in folgenden Jahren lehnte er zuRom, Paris, Genua und dlonr-ie! >e- dic morgenra >bischen Sprachen, wie auch seine Erfinbungö-Kunst,worinnen doch nichts g-scheidtes anzumessen.

Endlich schiffte er nach Africam, die Saracenen zubekehren, wäre aber nicht mit dem Leben wicd-r zurückgekommen, wenn nicht ein Arabisch.r Pfaffe noch vorihn gebethen hätte.

Hierauf lebte er hin und wieder, zuN'apolis, Rom,

Genua, in Franckl ich, kck .ons, Cyw n - .vilmo erbeynahe ein Nestoriancr worden wäre, wagte sich so-dann no hmahlen in Africam . wo er zu ilugia halb. todt gcsteinigct, ins Gefängniß gemorsten, und von' den Genuensern kaum noch erbekhen worden.

, Diß brachte ihn auf einen andern Vorschlag, nein.j lich die Christen zu einem Creutz-Znge aufzumuntern,und diese Erfindung trug ihm viel Geld ein, welcheser zu solchem Zuge von den Leuten geschenckt bekam;

8) L20VIV8. 8k0dwädIV8.»an»l. jelioorir.

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Er soll über 4000. Bücher geschrieben haben, davoner aber keinen ausführlichen L!sk->IoAum hinterlassen.Man meyner, daß viele, so unter seinem Nahmen vor-handen, ihm nicht zugehören, und sonderlich dieChy-wischen, von einem gewissen k-s^munelo dleopliyro her-kommen. Es ist vieles von ihm eintzeln an unter«schiedeneu.Orten herausgegeben worden, wovon, weilsie von schlechter Wichtigkeit sind, und zumahl dieTheologischen, so hieher gehöreten, meistens fehlen,die Nachricht bey andern zu suchen, k)

6Vl!ckLbk1V5VVKL 87 V 5 oder nvn>novrBischoff zu dten^- um das Jahr rzrr.

Er war ein Vetter des ovir.nu.ivii ovaL^rv!, dessmim vorigen 8ecril« gedacht worden, und gelangeke nachihm zum Vißkhume. Sein Tractat äe mogo cel-'brancjj Lenersüv Loncilii , welcher 16)5, zu Paxiö in4. heraus kommen, entdecket die Lasier der Clerifty sehrnachdrücklich, und zeiget, daß denselben in Eil entge-gen gegangen werden müsse. Der Oraluxur restiumveriwus 1) giebt eine wcitläuffkige rccenlion davon,wiewohl er diesen andern DVkffdMVdl mit dem er*

Cardinal Anno rzir- stirbt 1)27.

Er machte sich in der Streitigkeit von der ArmuthChristi und der Apostel gegen die krawe; ssiriruales be-kannt , ">) und hat einige Achnffren hinterlassen, als:

1. 8pecu!um dtvrsle roriur 8crir-ru!'sc, da er fast das gailtz-Ake Testament Mi'stisch erkläret. Zu Venedig r6Oy.

2. L-nnmenksris in Prouerbi-, 8»>»moni5,

Z. krxp. strio in <^riLk»uk t.uLNKclis.

4 <^»n>mcar'rii> >n Apocsi)?. stn, Piese hat der Cardinal8»ri,gni zu Venedig heraus gegeben,tte kurnci* Se resieaiiz wvrbvrum riißrkkstn, Zu

Mayiitz.

Anderestndnoch inleki"uscnf>ti!!,oder verlohren,t'OklCtt^'kV8

EinCarthausenMönch um das Jahr izis.

Über der ciaenrlichen Zeit stiins Lebens, wird noch

gestrit-

i! UkiH./KkvildüVS Se tcriprnr. cccl. UOVtl.I V8 in vir,s Vl.LH. KLOViVS. 8kOd.'vä?8V8. lO.

in dtulseo iristnr. p. lZ. ^ V8 >"

»pp-nci. urt big. lirc. seri. l. ecctek. p. 4. leg, L»nst

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consiseAu scriptvr. Liren rcornm x>->ß. >6- te<;. i) lid. r6.m > 10N6LLLINV8 -ie c,r<iin,I. Orä KL'vvläL-

OV8. VV^VVtt<OV8 in snn,I. kelmorik. n) l-irm s«scri^ror. vrö. dlinoril. xsß-ZZl.