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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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IZ26

Gleichwohl koute dieses seilleu Pabst-Sack noch nichtvoll machen / solcher» er schickte noch allenthalben Ab-laß-Crämer aus, vertan ffte die Venefieien, setzte undsteigerte die Taxen nach Gefallen, erstreckte die Anna-ren auf alle Biß-und Ertz-Bißthümer, so, daß nunnichts mehr davon befreyet seyn solle, und Hatte sonstnoch fast unzähliche Griffe Geld zu schneiden, v )

Hiernächst brachte ihn sein tyrannisches Mißtrauenzu solcher Grausamkeit, daß er auch einen Priester/dermit einer Anzahl Leute vergesellschafftek nach Romkam , weil er meynrke, es wolle jener etwa Pabst wer-den, verbrennen ließ. r)

Seine Briefe und Coaltirukione; sind an offt be.merckten Orten zu finden.

8lMLOlCrV8 XM.

Pabst ju ttui߻vliAnnv lZ94. den 28-Septembris bis 142zden sz. May.

Kirchcn-Historie Neues Testamentes

Nahmens l'-nifcols, und behielt den Titul bis an feinEnde, ohngcachtet ihn niemand w«kcr,als die Ein-wohner gedachten Ortes vor einen Pabst erkannten, a)Gleichwohl machten nach feinen» Tode seine hinter-lassene Cardinalc einen neuen Pabst, Nahmens err-(vili.) fohlst Lrsioivs 0 L r.ivnion oder LII.I.L 5 r»iv-6V^08 genannt, einen Csnonicum aus karcelons; erbegab sich aber nach 4. Jahren der Ehre freywillig,weil er wohl merckte, daß er mit dieser Würde nichtzu rechte kommen würde, b)

H. An andern Orten.

lOllüdldILA

ovnr scorv; vocrok rvvrm»

OaÄor l'Keoli-iL« zu Oxford Anno rzoi. zu Paris An-no rzo 4 - stirbt izc>8.

.vu .— ^ ... -, Ob er ein Engclländcr von Onniton, Schottländer

den sz. May. Ivon vun;, oder Jrländer von Down gewesen, kau

Nach crLEnrls svir.) Tode ward dieserAragonier/man sich nicht vergleichen , c) ist auch wenig daranl «n-, ncnnnnt. welcken 6 kLLo!rlV 8 Xl.lgckegen. Er begab sich zu dlevvcallle in den Franci-

sonst?ecru8 cle bans genannt, welchen ELOKIV8 Xl.mit dem Cardinals.Hute beschencket hakte, zum Pab-ste in Franckreich bestellet. Doch, gleichwie vonikLdv8 ,x. sich bey der Wahl verbindlich machen müßen,zu Beförderung der Einigkeit den Stuhl zn verlassen:also ward eben dieses von MblLDlCckO beschworen:keiner aber hatte Lust, solchen Eyd zu halten; sonderndie beyden Gegen-Päbste constr-rUeten endlich, als dieCardinäle, die Universität Paris und einige Potenta-ten auf die Abdanckung als das beste Mittel zum Kir-chen-Fricden brungen, mit einander, daß keiner in sollcheö Ansinnen einwilligen wolte. Denn jeder wolrelieber seinen Begierden dasjenige lassen, was er Hatte,als durch die Liebe zum Frieden verlieren. '

Einsten verliessen die Spanier sogar den MdMVICIVVl , und icguellnreten ihm alle Eittkünsste, ja,dieFrantzoftn belagerten ihn zu ämgnon, um ihn sol-chergestalk zu demjenigen zu nöthigen, was ihm frey.

Willi«; zuthun nicht gelegen war. Doch, er kam An-no i4vz. durch Hülffe des Hertzogs von Orlcans wie.der in die Freyheit, und da versprach er wieder zwaraufs Heiligste, abzutreten, wenn o«r»ikX5.iv8 zu Romdergleichen thun würde, aber es ward aus keinem nichts.

Und so gieng es auch bey denen nach eoELeio folgen-den Päbsten.

Endlich setzte ihn das Concilium zu Atz, gleichwie.«kküorrivia Xll. ab, und der König in Franckreich wol-le ihn gar in Arrest nehmen, weil er mit dem Banneum sich gemorsten hatte. Allein cwxnukiv8 rrass denWeg zum Lande hinaus, und setzte sich zu perpignsoim Xouüi.Ion, allwo er sofort rs. neue Cardinalc mach-te, ein Concilium hielt, und die zu llilä nebstseinen Gegen - Päbsten vcrdammete.

Das Concilium zu Costnitz und der Käyscr SIS!,

»«iv^vvs bemüheten sick> nach dein niöglichst, ihn zumFrieden zu bewegen, aber vergeblich. Und als er sichj .) ^ttkOl) 08 V 8 ^ niru w bittnc. 8ckism.rl-. kro-S» mehr sicher b.-It, begab er sich auf, viV8. 8^x^kvv8. ?. vtrdttkk Kitt. 6-

Hause l.n" 3 , daraus er entsprossen war, zugehörete,s" kill. k-psklir. l,) kOdM-rnV5. l)v kvr Kitt Ze8cki

. --—-c, k--rxklrv8 in 3PP-N6. ,6 cz-

Vk.l Intt. l.rter. 1 cr.pt. -ccl. p. 2. ä) vv kttt kikl. nouv.1 -om.XI. e) I.VL/-8 vt'/tvvH8l6V8 in r-its M. 8WHOssp. eiurprreLxa. f- Iclnri äe scripksr. O-^, ^inoric. p. 20Z.

scaner^-Orden, gieng sodenn auf die Universität Ox-lsord, allwo er seinen subtilen Verstand dcrmasscn aufdie iclmlallische Theologie verschwendete, daß er es indiesen Grillen fast allen seinen Vorgängern zuvor that,und deswegen einen ungemeinen Zulaufs von Studen-ten hatte, welche sich nach ihm Scoristen nenueten,wovon unten bey der Ibcologiz 'Lcliolailica ein meh-Vers zu gedenckcri seyn wird.

Er soll auch in einer lolconen Oichutation die unbe-fleckte Empfängniß der Jungfrau Marien mit 200.

so klärlich bewiesen haben, daß nicht nuralle zu Paris seiner Meynung willig beypflichteten,sondern auch das Fest davon aufgebracht , auch nie-mand zu Akademischen Würden zugelassen ward, wel-cher nicht dieser Lehre beyfallen wolte. Andere aberchehaupten , daß er nur probwmgrjce, oder mit keinergewissen Entscheidung, von der Sache disputirct Habe/und das Oecrer der Parisischen Universität erst 1496.ausgefertiget worden, ci)

Man «rzchlee von seinem Tode, daß er auf dem Con«venr seines Ordens zu Cölln von dem Schlag oder derfallenden Sucht in einen solchen Stand gefttzek wor-den, wvrinnen man ihn vor todt gehalten, und ohneVerzug zu Grabe gebracht; indem er sich aber daselbstwieder erholet, und sein Klopften niemand hören wol-slcn, Hatte er elendiglich umkommen müssen; welchesdoci) andere wicderlcgen. e)

Seine Sck)rlsfccn sind von k-VC/V ^. 4 l)VIdlCOzu Lyon it,z9. j„ Xll. ckomis heraus gekommen , wer-den aber einem WahrheitS-Vegicrigen schlechten Trostgeben. Andere , welches mehrentheils Commentari»seyn sollen, s- sind noch nicht ans Licht getreten.

x) b^K6IV8 in dl.ron.Linens. p-x. 845. v'ttp.OVOKI.in Kitt. 8cditm. mcOt.^V8 ö-VII8 i» bbr» äe ^na,r'l, nvn toluenäis. r) kvLckldilV.