Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

lZ 29

Xw. 8eculum. I. 0>p. Von den Lehrern in Occkdetrt.

Stuffen zur Vischoffs« Würde. Seine Geschrcklrch.keit und Gelehrsamkeit, die er durch viele S>chrlffren.bezeuget-, machten ihn sehr beliebt unbwerch.

Man mercket von ihm

ll- tliUortrm breusm cte UrnctriiOne

Ü! L ^rtixiL- L ^on-ksri^ 8. ^uguttinl l.emuuic«n6r. s)

. 6eks Lomicum l'oiot-nori-5-!. Isulciutc l 62 Z kol.

. 8p-culuis kiüortcun, komsnorum konlikcum «cque tmperscorunc 2 c t^eßum OsNiäe. Dieses ist Nkbsi vielen an^der,, stiuen Tractaten noch im Kt 8 c verborgen, i»)6 V 1 l.ILl.kckV 8 OLLLK 1

vvcrsre 5 »r«vl.Lieiz Lr VLuenLsn.i 5 mcL?ruk.

krauiaci-1 der Franciscaner in Engeüand, floriret um dasJahr «;zo. stirbt IZ50. oder 1347 -Von diesem Haben die sogenannten Nominale; ihrenUrsprung, wie unten bey der 1 keoIvgia 5 ckolasticLMltmehrern zu melden. Den Zunahmen hat er nach daMahls üblicher Gewohnheit von seinem GeburtS-Orteeinem EnglischenDorffe in der Landschafft 8 u«ey,welches Occam hieß. Er ward ein Franciscaner, undrete io«/cnnZr^ OVNS, oder rco^via, von welchem eraber nachgehcndS soweit abgicng, daß er eine gantzneue Seete zu Stande brachte.

Auf der Versammlung seines Ordens zu kcrugisAnno iZ 22 . behauptete er als bereits Provincial gegenden Pabst, daß es nichts ketzerisches sey, wenn mansage: Christus und seine Apostel hatten nichts ei-genes besessen. Der Pabst io«Luur5 bedrohete ihndarüber mit dem Banne, welches ihn nöthigte sich inFranckreich zu retiriren, und eine Zeitlang stille zuschweigen : endlich aber ergriff er die Parthey des Käy-sers i-voovici vLVäkl und feines PabsteS rncor^i (v.)gegen welchen er trefflich abmahlete, und

das Recht des Käysers mit Grund behauptete.

Der darauf erfolgte grimmige Bann «Donner io-nLnnis zwang ihn sich unter den Schutz des Käyserszu begeben, mit Bitte, ihn durch den Degen zuvertheidigen, so wolle er mir der Leder vor ihnfechten. Diß nahm der Käyser sehr gnädig auf, be«hielt ihn an seinem Hofe, und brauchte ihn als seinengeheimen Rath bis an sein Ende. c)

Unter seinen Schafften läßet man Hier die lcbolaküsehen (^uaeliiones, Lommemarior, Lxpolnioner, Sum-men und Summulen vorbey, und mercket nur zu un«serm Zwecke

1. vifputitioiiem <tc pvcekste ecelekrkic» ör tecul»rl, Worin-

nen sich ein Geistlicher und Soldat mrt einander vernehmen.

2. Oe luriüiiÄion« lmperxrarii ia c»uli» m»»imonü»Iibu«1 'rLÄ»kU 5 .

z. (1>>reklonum VIII. cleciLone» tu per pokrllere üe äignik^l«Lummi konlikcir.

4 . visi xu; inter ^tszikrum öc Oitcipuluiii, WoNNNtN Unterandern die Ketzerey lok-mn» xxn. so in seinem Lebenbcmercket worden, wiederstritten wird.

Lom^encti»«» errorum lo-cnais XXII.

6- , quoä Lsn-ctiÄus XU. kspa aoanutls» k«r«l»«

Io»nnir XXII. smplexur ek, L cietenclit. 6)

' LlleVV>r7tVkU)!bIV8

vocvoL ?irorvriljV5

Ertz-Dischvffju Cantelberg Anno 1448 - stirbt eben bißJahr.

Er war ein gebohrner Engelländer, und äocireteerstlich als OoÄor ^t 1 eoIc)pIue zu Oxford, nachmahlsbrachteihn der Ertz-Bischoffvon Cantelbcrg als Beicht«Vater an den Hof Luv^noi iu. wobey er zugleich einCanonicat zu Lincoln , und die Cantzler-Srelle bey derCathedral-Kirche 8. kauli zu Landen erhielt.

Im folgenden begleitete er seinen König bey seinenVictorien,in Gallien, und ließ überall eine solche An-dacht von sich spüren, daß viele das Glücke seinerHerrn seinem Gebeth zugeschrieben, e)

Er -vertheidigte den Satz , daß die päbste vonkeinen weltlichen Personen konren gerichtet wer-den, weil nemlich nach der Schnffr der Geistli-che von niemand gerichtet wurde : man erkennetaber hierbcy leichtlich den Mißbrauch der göttlichenWorte.

Inzwischen recommeäiretc ihn dieses bey dem Pabsteund der Elerisey, daß er dadurch zur Ertz-BischöFli«chen Würde aufstieg ; wiewohl er noch vor der Ein«weyhung darzu sein Leben endigte.

Die Reformireten halten ihn vor einen Vorläufferwichlests; 5) weil er von der Gnade und Rechtfer-tigung gegen die Pelagianer geschrieben, und rühmenihn um desto mehr, oa er den ?raec!estingü->niimumziemlich grsb staruirekc. p) Sonst war er ein gar ge-lehrter Mann, wie seine GchrWen zeigen. Solche sind

ve c,u5» l)Ll 6c 6e vrricske csulsrum, coor», pelsgiuin

ubri m. Londen 1618 - ful.

2 . Leomecnc» cd ^rirkmekic, tpeculsliur. Paris 1 ^ 12 .

Z. 1'r-Ä-itus krcrpornsnum. Venedig

Mehr von ihm ist bey andern ausgezeichnet k)

VLVLLLV;

Ein berühmter Dominicaner zu Etraßburg stirbt 1 ) 79 .

Nach einiger Meynung soll er zu Cölln gebohrenworden seyn. Er erwähleke gar zeitig deir Dominica-ner-Ordeu, und legte fich-starck auf die mystische Theo-logie , machte sich auch durch sein strenges Leben undseine Geschicküclffeit im Predigten einen grossen Nah-men; wiewohl ihn daneben einige seiner Klostcr-Brü-der verfolgeten, weil er ihnen ihre Laster nicht unterdie Banck zu stecken pflegte.

Ohngefthr un, das funffzkgste Jahr seines Leben-kam ein frommer Läye aus einem entferneten Orte zuihm , welcher ihm vorstellet- , daß er.noch nicht aufdem rechten Grunde der Gattseeligkeit und Verleug-nung stünde, weil er noch zu viel Eigenliebe und Ehr-Begierde an sich hätte. Hierüber gerieth T'iVVl.LK Vzin einen schweren Kampff,daß er sich zwey gantzerJahre

nicht

in 6»It>» LkriU. ») »s»u 4

-n bibliork. nvu. 1^88- Um. 2 . t>) Lonf. KOL. 6 LKIV 8loc.cir. p. , 7 . >t. VVtt^kd0d4V8 ibict. <) 1^0

6^vvlV8 cle tcriproridus nan eccleü»üicir l'ow.2» P. 122-

VVLVVIdiLVL in,on,l. t»til»vrir.

6) Icicm 6« lcripror. Orctin. Mnorik. p. 155. e) ttLIM.VVtt^K^O?>!V8 toc.cir. p. Z2. 5) 8k>6wttL>1IV8 tt.L.-rom. l. p. 1795 . ß ) VVLI8»,^I»d4V8 -l> tt. L. t-c. 14 .p.z>46. ke«,. k) K^KV8 r«m. 5. «P. L7.

M bibliorkec. ki-Lecticiiror.

Ffffffff