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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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IZZ»

Kirchcn-Historie Neues TestainenteS

uirk't zu predigen getrauete, und wegen solcher ver-meyneten Kleinmüthigkeit in grosse Verachtung fiel,welche noch grösser ward/ da er nach der Zeit zwarpre-digen wolle, aber auf der Cantzel verstummcte, undnichts als Thränen hervor bringen konte»

Indem ihn nun jedermann bey solchem Zustande voreinen Narren hielt, stärckete ihn GOtt wieder garkrasstiglich, daß er nach der Zeit mit weit grösser»!Nachdrucke und Beyfall des Volckes predigte / als essonst vorher geschehen war, bis er zu Straßburg inobgemcldetem Jahre verstorben, i)

Seine Schrifften, welche wegen einiger anstößi-gen mystischen Redens-Arten mit Verstand gelesenwerden müssen , sind

i. Die Pvstiile oder Predigten über die Sonn-und Fest-Tage, welche t.ucbe>ur gar sehr recvmmenitiret. lr)s. Nachsvlguiig des armen Lebens Christi. 1670.12.z dtesultL »nim,e^oder Vollkommenheit aller Tugenden.4 - Geistreiche Betrachtungen vvm Leben und Leiden Christi.Hamburg 1691. 8-

5. Edles Büchlein, wie der Mensch möge ernsthafft, innig,geistlich und GOtt schauend werden Diese seine deut-sche Schrifften sind zu Francksurt 1604. heraus gekom-men , ingleichen 170;. 4.

L. Helleuchtender Hertzensr Spiegel mit Kupffern 171;-,8.

Das übrige, so unter seinen Nahmen vorhanden ist,sind Briefe, Gesänge, Gebethe, Gespräche und anderemystische Tractätchen, worunter man aber vieles nichtvor seine Arbeit halten will. m) 8V-

LiV8 hat sonsten feine Schrifften ins Lateinischeübersetzet.

nicdävs

xvkinkicvs

Ein Dominicaner um das Jahr iz;6. stirbt izgg.Man merckct ihn nicht eben als einen berühmten Leh-rer, sondern als den Obcr-Ketzermacher oder General-Inyuilüorem damahliger Zeiten, und wegen fiinesBuches Direktorium loguilicorum genannt, welchesmit den dommcmarii; r«L^ci5c:i zu Venedig

1595. und sonst anderer Orten heraus gekommen, n)Es dienet selbiges den Zustand der inguistcion in die-sem 8eculo jtt erkennen»

wicurrvL

voüor und K-Äor der Kirche zu Lutterwonl,,

fiorirct um das Jahr iz6c>- stirbt IZ 87 -Dieser grosse Zeuge der Wahrheit, von welchem Hiervur die nöthigen Umstände seines Lebens zu bemercken,unten aber der ausführliche Streit gegen das Pabst-thunl vorkommen soll, war zu Dougkborougk in l.eicellerchire gebohren, und stubireke nachmahls zu Ox-ford mit solchem tucccllu» daß er zum Dokkore Dbeologiae erkläret ward»

Seine Gelehrsamkeit war nach Art damahliger Zei-ten gantz unvergleichlich; sonderlich aber zeigte sie sich

r) 6kd.Ob.DI Lkbcu der Alt-Väter. «k.vkLl .11 ^

Aiemsri» intt-urak». kllI.l. 6 ir> 1 I>!V 8 se scrip'»r.

»rcl. 81X1^8 8LI9KI98l8. ?6VtV8 kllkttk^V8 i» kke,-»rn. L> kpilb 2 ) m) NLKK. VVtt^ld^OdlVL in -s»penck. -6 L6VLI kikor litt. fcripror. eccl«f. x.Z4» nj dikdlklcV8 VVtt^KK)diV8 loc. cir. p. zS»

in der Theologie, Philosophie und Beredtfamkeit r da-her seine Lehren bey jedermann grossen Glauben frm-den; zumahl da er solchen durch seinen unsträffltchenWandel ein desto besseres Ansehen machte. 0)Absonderlich legte er sich auf die Heilige Schrifft,welche er auch in die Englische Sprache übersetzte,hierdurch gicng ihm das Licht auf, die Gränel desPabstthums in vielen Stücken zm erkennen, und zuentdecken; wiewohl er wegen noch gar zu vieler Ehr-erbietung vor die Römische Kirche und ihre Rechtenicht völlig durchbrechen konte.

Seine Geschickligkeit im Disputiren wurde bewun-dert, wie er denn mit den lcliolsstischcn Künsten nichtnur aufs beste umzuspringen wüste, sondern auch sehrkurtz, deutlich, fcharssstnnig, ernsthafft, und mit Grun-de zu schliessen pflegte, p )

Er war so fleißig, daß er fast unzähliche Schrifften,darinnen man den Nachdruck und die Nutzbarkeit ruh-men muß, Lateinisch und Englisch geschrieben, wiedenn der Ertz-Dischoff von Präge kurtz vor dem Cost-nitzer Loncilio über zweyhnnderr schöne geschriebeneund kostbar eingebundene Stücke verbrennet hat. *)

' Solche seine Schrifften sindtheils heraus gekommene

1. Oialogorum librilV. c>uarum primnsviuinlkttein ck Icie<>5rrrötir; leckinsu; viiiuerkärum rerum cresrinnem complc-Äitur; rerriii» se vitturibuLvirüigus ipiis coiurarü» copin-Lslime lo^uirur 4 quarru» komanae «ccleüse 8acramenl!>,eins peüiferam noracionem ^ 6nticlirilli reAnmn, krsrrumfr-iiululenr-im ori«inem akque eornrn I,/pncri6n, variacjue

sl'iL perknrißik. Diese stnd in Deutschland an einem un-genannten Orte Anno 1525. 4. heraus gekommen.

0. Oüinlun» e I> lek , worinnen die rra->rsut'üi>nci,kion verrwvrsftnwird. Zu Rünberg 1545.8-Oxford 1612.

) 1 r-et,r»z II. asuerlus krttrer mensicanres. Englisch jU

Oxford 1608. 4.

4. ^pkorilmi leu ^rkiculk VVickellsni. Etrüßburg IZZ 4 - 8-z. k^-nclutione» sc Arkiculi eiur » ponkikce varii, 8^nnsi5ilsmnLti. i?ie stehen im kaleiculo rerum «xpekeuciarum zuCdlln i sz;. köl.

6. Lo»ferl»> üciei. g )

7. l.j)üiol» all Vrbamin» VI. annn IZ? 4 ' enillr» r)

8 lleipanlnm ss Kicdsrclum ^ezem lle kure kegir öcsnno IZ77- rirtuin. 5)

9. Oecliririv üclei fuse. t)

In n amileripii; verhorgens

1. ^nzüc-, ll»kiu» 8. 8ciif>rurrie Verlio, vor welcher eine Ein-leitung, vom Anseben und Gebrauch der Heil Schnffk,darinnen keine andere, als diejenigen Bücher, so die Pro-testanten davor erkennen, Canonisch erkläret werden.

2. kUrpn/ikir» in vmae» egillols» Oomivicrler coriu« »nnr.Englisch.

g. Lomiirnisniir in^gikol. sckrrsnßrlisOokNlnicslis roiwz »nri>,4. IrsÄicur V-irii contra LIcricoi SraliorllaruL Engllfch.

l'raÄatn» prnlirus se LÄibur animae.

6. Oererminakio coott» loanncm Kxlinxkam Lsrmelicim.

7. ve.

0) kj-xi./zLV8 c-nr. 6. k>) ttkdlk. vvtt6ir i'OX'V8 I.

c. pax. 40. i-gg. ILd>' 7 'Ott 1 'Od.'V 8 p. 2664. '18^1 VI V8 kiü. Lokem. c. z? g) -puä kOXIVdl in c?om-mrnr. rernin »cclell Lilitc.re IZÜZ kol ?- !. s>- 8- r ) Ibidemz>. 16 . ») kdiü. ,) sp. VV/xl.8IKLtt4»1Vd1 »<l»n.rz78>