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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XlV. Scculum. k. c-x. Von den Lehrern in Occidenk:

Die gelehteesten. Leute dieser Zeiten waren seineäimr-8 gewesen, darirnter sonderlich louznnn «kiesonund zu nennen. DerKönig "

«OI.V8 Vl. machte ihn zu seinem Beicht-Vater und All-mosenierer, er ward folgends Eantzler der Universität,^nrio IZ9). Vischoff zu ?ni in Velsy, und denn dasfolgende Jahr zu Omdi-ay.

Schon änno r^Zi. behauptete erin einer Rede vorSem Hertzoge von Hniou, daß die Pabst-Spaltung inder Kirchen durch nichts, als ein allgemeines Lonciüum gehoben werden könne, ^nno 1 ^ 94 . schickte ihnder König c»ieoi.v5 an vrucoicrvla XIII. sich Nlit diesemwegen Abschaffung des ärgerlichen Sckilmari? zubespce-chen; wie sich denn ?L'kktV8 überhaupt diese Sachejederzeit sehr angelegen seyn liessAuf dem Loncilio zu kitg setzte er sich in groffes An-sehen , und der Pabst machte ihn 2. Jahr hernach zumCardinale, schickte ihu auch änno 1414 - als seinen Le-gaten nach Deutschland. Aufdcm Eostnitzer Lonciliopraeliäiretc er in der dritten 8ellion, und ist sonst ale eineHaupt-Person bey selbigem anzusitzen.

Daß er eine grosse Einsicht in das Verderben der Kir-chen gehabt, bezeugen seine Schriffren : boch fehlete eSihm auch nicht an grossen Varurkhcilen, welche verur-sachten, daß er Husten ohne gehörige Überlegung gantzunbarmhcrtzig verdämmere. Sonst nennete man ihnden Adler von Lranekreich, und einen unermüde-ren Hammer der Irrenden. ?)

Seine Schriffren sind

1. dommcnrsrii breue; in libros IV. tenreoliiruüi.

2. ci»ÄeUion«s leu?rincipl!« in evr^lem.

A. Kecommen<jsrio8.8os>pkur,e, wvrinnen er die Lesung, Voll-kommenheit, und den Nutzen der tz.Tchrifft recomme,»iiret.

4. ?rincipium in curliim Libliorum, prsecipue in Lusnxeüom8. Xlsrci.

5 . 0»reK!o Vetheri-inim Vrrum petri ecclegz lege regvlerun

6. Onsekio ä« refiimr», Vtrum ?ecri eccleli, Kr^e gubernekur,le^e regulerur, kcie c«nürmekur L iurr clomincrnr. Nebstdem vorhergehenden, ausser dem ersten, zuSttaßburg Amnw 1492. K>I.

7 . ' 8 peculum conL^ersrionir XII. drpiribvs eoiitemkum.b. Lompenäium cvvtempliikionir-.

Oe IV-ßr»<libui Icslse ssirirurlis.

10- Lpirom« gu»k>ruplici8 exercirii spiriruLÜr»

11. Oe oralione Oowinic» 1'riÄskur II.

12 . 8»Iur»rion!i »nIelicre expoüciv äevors.

iz. Verbum Lbbrcrisrum liiper libror ki3l,»orumi

14 . ble<lik,lioncs II. in?5->Imum XXX. In re ttomiye st>er»ui.

15 . Xke 6 itLcio inlutlic-l me, OLV 8 -

16. dtedirskianei in VII. pue»«enri,Ies.

17 . k 4 e 6 iesriane» in L»nkics XlszniLcir, LeneäiÄu». L dluncaiwirkir.

18 « üxpnlirioinl7»ncic» ^nticornm 8^I«moni§..

I§. Ouoiiecim banores 8 . lolepki 5ponü virginis. Diese bis-herigen Tractätgen sind zu von,/ Lnno i 6 z 4 - in 8 - HersauS gek ommen. _

2 ) I KI INLX1IV8. Lxl.l.Aktt^II^V8 5c»is>ne«cI.?ri0I8-8>«.VV8 I!b.4.8lX1'V8 8i;KkdiIS8 in bibl. 8/MdEHI4-tll in 6-Ui Lkrittisn,.8^divbKV8 in elvg. Lsrg p^zg.k^'r-L.L. VO 88 IV 8 «le bitt. bsr. 8kOdiv^diV8. IIKKK VVII^K-1 'Od^V 8 in »ppentt.»a E^VLI kittr likt. Icnpr. ecclrtl xstz. §5i.' Ldlk^dH tritt. Lvncil, äe kike L Louttitnee.

20 . 1 rsÄsiur öe »nima ParlS I;v5- 8-

21. 8clMorie5 XX. vskii arguinenri.

22. XI»6ur, leu form» clizen-ü iummum knnri^cem,tv0rlNNeN

viel Päbstischer Sauerteig entdecket wird.

2Z. 02.mettioi»e! in ssb-iersm muncii lokinnis tte 8»cro-8o-lco. Venedig 1508-

24. bibellus cic emel»l-jnone ercleüse, welches dem danciliozu Costnitz Anno 141^. übergeben worden, und sonderlichzu mercken ist- weil viel Zeugnisse der Wahrheit darinnenzu befinden. Er stehet bey dem vvollko,») und auch iu

dem ?aicic»lo reruin experenäsruin. b)

25. 0« ecclctl« Lrrcünrüum sumrir-ic« libcllar , bey dtktWcrckcn 6-rfuni, c) zu Paris 1606..

26. Vir» 8. kecri Xlorono.c)

Die andern Bücher sind meistens Philosophisch undAstronomisch, ausser dem Bliche 6e Loncilio gcnerali,dem IraÄaru -ls permutarione bcneficivrum öcc. wcl»che eben nicht nöthig zu mercken, und bey ander» nach-geschlagen werden können, e) Unterschiedene werdenauch noch bey dem Navarrischen Lollctzis zu Paris iuKiLus aufbcbalten.

kkAidici8<i:v8

r»uL«rl.i.L

ErtzrBischvff zu Florcntz Anno 140s. Cardinal 1411. stirbt1417. alt 77. Jahr.

Er war von Padua gebürtig, ward beyder Rechtenvoäior, und äocirete in seiner Vater-Stadt mit grossem^pplamu. Sowohl die Gchrsamkeit als still ehrbarerWandel gaben ihm bey dieser Stadt ein solches Anse-hen, daß er der vornehmste unter den Deputierten war,welcher sie mit einer Rede und Überreichung der Schlüs-sel und Fahne den Venetianern wieder überlieferte,nachdem die L^kk^klsi-he Familie, so sich bisher dieGewalt darüber angcmastet hatte, erloschen war.

Die Lsnonici erwähleten ihn, nachdem er bisher ge-raume Zeit Ertz-Priesier gewesen, bey dieser Stadt zumBischosse. Indem aber der Rath einen andern im Vor-schlage hatte, bedanckke sich kk^i8iel8CV8, dessen Zornzu vermeiden, dagegen, und erhiclr davor eine reiche Ab-tey, bis ihn der Pabst lou-m^Ls xxm. nach Rom voci-rere, und obgenennten Ehren-Stellen beförderte.

Auf dem (ioncilio zu Costnitz ward sehr auf ihn ge-sehen,und er wäre ohnzweifel gar Pabst geworden,wenndie Cardinäle die Wahl alleine gehabthätten, und sol-che nicht mit den andern Gliedern des Loncilii theilenmüssen. Er starb auf diesem Lcmcilio, und sein Leich»Begängniß ward^nit besonderer Prack-<gehakten, f)Seine Scliriffren sind meistens Juristisch, und da-her nicht nöthig Hierzu mercken , ausser dem Buch ste8ci>li'msnt)us surorirsle Imperakons lolioncli,, welchesverschiedene mahl, und unter andern zu Straßburgiüi8- heraus gekommen, zu Rom aber im luüi« ex-purZacorio stehet».

Andere seine Schrifften, welche viellekchtvicl sonder-liches in sich fassen mögen, sind noch nicht anö Licht ge-! FfffffffZ - kom-

,) drÄ. 1'. 1. p. 756. i>) dolon. 15Z5. c) 1°.

r. p->8 895. ä ,f>. 8VKIV1Ü ö. 10. kvlilii. e) Vitl.

, Od.'V8 >. c. f) 1NOX1ä8I!8!V8 w iliukr. >ir. «wx.

0. 5. seg. k^I42IKOI.V8tle clsrir lexum inrerprek iid ^ c. Z8-jLLI^KLUNVL är lcri^.eccl. LLLdlLKVL in bibl.