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Klrchen.Hlfiorie Neues Testamentes
24. Die Mönche sollen durch Hand-Arbeit ihr Brod LViekleff sonderlich gegen die VranMbstamiakion, das
verdienen, und nicht durch Betteln.
-5. Diejenigen treiben ^Simonie , welche um desGeldes und der Gaben halben sich anheischig machen, vorandere zu bethen.
26. Das Gebeth eines Gottloseil hilfst nichte..
27. Es geschiehet alles nach unvermeidlicher Nothwendigk-it»
28. Der Pabst und die Bischöffe behalten sich die (Hon
ärgerliche Leben der Clerisey,daS Meß. Opffer, die OH-rcn-Beichte,die Gottlosigkeit und angemasseke Gewaltder Päbste, den Pfaffen«Geltz, den Mißbrauchdes Ban-nes, die unnützen Mönchö-undVettel-Orden,die Werck-Heiligkeit, und in Summa gegen das eingeriffene Anti-chMische Wesen gestritten und geeifert.
Damit er nun seinen guten Zweck desto besser erhaltenmöchte, so fieng er die Sache mit grossem Glimpffc an,
krmscione,, Orchn3,ione5und Lonl'eciMnne8der Oerter,und brachte anfänglich nur denn und wenn aus derPhivor,aus Begierde nach zeitlichem Gewinst und Gute.
29. Die Akademischen Anstalten und 6>Mus sindheidnischer Weise eingeführet worden, und Helffen derKirche so viel als der Teufel.
zo. Man Hat den Bann des Pabsteö oder eines audern Prälaten nichts zu achten; weil er eine Lcnlur desAntichrists ist.
zi. Welche Klöster stifften, thun Sünde,und die sichin die Klöster begeben, sind Teufels - Leute.
z2. Einen Geistlichen reich zu machen, ist wiederdieLregul Christi-
zz. DerPabst 8^!uefler und dcrKäyserLonKanrinu;haben unrecht gethan, daß sie der Kirche soviel zuge-wandt haben.
Z4. Ein Diaconus oder Priester mag predigen, ob erschon nicht von dem Apostolischen Stuhle oder einemBischöffe die Gewalt darzu erlanget»
z;. Diejenigen , so in einen Orden treten, könnenEOtk nicht dienen, und alsoauch nicht inden Himmelkommen,wo sieden Orden nicht verlassen.
zo. Der Pabst und alle Geistlichen, so etwas eigenesHaben, wie auch die weltlichen Herren und Läycn, so sol-ches zulassen, sind Ketzer-
Z7 Die Römische Kirche ist eine Schule des Satans,der Pabst -stauch kein unmittelbarer und erster Stadt.
Halter Christi.
Z8. Die Decretal-Briefe siud erdichtet, und führenvom Glauben an Christum ab; daher sind die Geistli-chen Narren,welche sie lesen.
z9. Der Käyser und alle weltliche Personen sind von,
Teufel verleitet worden, die Kirche mit zeitlichen Güternzu bereichern.
40. Die Pabst. Wahl durch die Cardinäle ist vomTeufel eingeführet worden.
4l- Es ist nicht nöthigzur Seeligkeit zu glauben,daßdie Römische Kirche die oberste unter den andern Kir.chen sey.
42. Es ist eine Thorheit aufden Ablaß zu vertrauen.
4;. ^ugutlinus, Ke-Miölu; und IlernkarNu? sind ver-dammt worden, wo sie nichrbereuet haben, daß sie Weltliehe Güter besessen, und Orden eingeführet, lind so sindalle vom Paliste an bisaufdcn letzten Mönch Ketzer.
44. Alle Religionen ohn Unterscheid kommen vomTeufel her- m)
Aus diesen Artickeln, darunter doch die meisten garfalsch eingerichtet find, n) lässet sich leicht abnehmen,daß
111 ) Vici.t4KNdI.st> I4AKO4 in Ovnc. dvnNrnr. I'. z.p. 168 .„)1'ttOdt.I/erelk.8IV8in -pol. pro vt ILI L?.
14 - k 5 ec. 14. p. 892>t-q. M- 8k^KttLNI V8 ?. tt- k. trc. 14.x,.1767. t«4- KLLULbiLMLIVS 8umm. diü. eccl» 5 . L.427. leg.
losophie etwas auf die Bahn, welches den gemeinen Irr-thümern zuwiderwar. Dabey übersetzteerdisVibel indie Mutter-Sprache, und suchte sie dadurch einem jed-weden in die Hände zu spielen, wohl wissend,daß sie daskräfftige Mittel sey, die Menschen zu erleuchten- Nachund nach trug er die Lehren nach der Heil. Schrifft im-mer reiner und deutlicher vor, und griff das Pabstthumimmer hefftigcr an , icmehr sich dasselbe durch die ge-wöhnlichen Verfolgungen zu eielenchren suchte. 2)
Diese seine Lehre fand einen grossen Beyfall,daß gantzEngellaud mit feinen Anhängern erfüllet ward, p) wo-von die Papisten nach ihren verleumderischen Hertzen zusagen pflegen,er habe solche Ausbreitungen durch seineSchmeicheleyen gegen die Obrigkeit zuwege gebracht.
Die Mönche, welche in der grössestcn Gefahr stun-den, machten sich hierüber nach Rom, und beschwere-cen sich nicht nur über wicklesfen, sondern auch überdie Bischöffe, welche mchrenthcilsbey der Sache durchdie Finger sahen. Der Ertz - Bischofs 5vvsv«iv8 vonCankelbcrg beruffte zwar Hnno 1577. einen 8zmoüumnach Londen,worinnenman aber anllVickleffen nichtsschaffen konte, zumahl, da ihn der König und der Hertzogicm-LkE! von Lancasier kräfftiglich schützten.
Indem der Pabst ekk-somv; xi. aus dem ertheiltenBerichte Unrath vermcrckcte, schrieb er nicht nur darü-her an den neuen und noch minderjährigen Königi>v>r n. sondern befahl auch dem Ertz- Bischöffe zuCan-telberg, wickieffen beym Kopffe zi» nehmen. Mansuchte also durch den Lambethanischen 8ynoüum demPabste ein Genüge» zu thun: allein IkVieklefssverant-wortete sich sowohl, daß sie nichts gegen ihn aufbringenkonren, und endlich drang das Volck, welches dic Ge-fangenschafft wickleffs besvrgete, so häufig in die Kir-che, daß ihn die erschrockenen IMi-e; beurlaubete-i, undweiter nichts als cin künfftigee Stillschweigen von ihmforderten, g)
Der Cautzler vonOpford verfuhr etwas härter, undverboth durch ein öffentliches Patenkfdaß kein Studenteinige Gemeinschafft mit wickleffen haben solle, oderes würde der schröcklichste Bann über die Ungehorsa-men ausgesprochen werden, r)
Einige Zeit Hernach, nemlich^nno izgs. erlangte derPabst von dem Könige, daß man gegen tVickleffennach den Decreren verfahren möchte. Solchergestaltkam zu Londen ein 8vnoöu5 zusammen, welcher XXIV.Sätze des wickleffs in dessen Abwesenheit verdämmere.
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