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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XIV. 8eculum. I. 6ip. Vsn der Lehre»

Wer Johann wickleff, davon sie benennet wer-den, gewesen, ist bereits oben angezeiget worden. Ihmwar ein gewisser «c>n>c^mr!> rn dem Zeugnisse derWahrheit vorgegangen/ als welcher in seinen Predig,ten die Irrthümer und das Verderben der Clerisey frey.wüthig entdecket, g)

Die Papistischen blillorici geben vor, PDickiest habeaus Verdruß und Rachgier gegen den Pabst zu lehrenangefangen/entweder-/ weil ihn der Ertz-Bischoffzu Can-telberg aus dem Cantclbergischen Lvlicgio zr« Oxford,dem er vorgestanden / gestoßen / oder weil er das Biß«thum zu VVincon nicht erhalten / oder der Concubinein. zu gefallen / damit die Clerisey desto bessermöchte unccrgedrncket werden. K) Allein eszeigen ande«re, i) daß diß nichts als Verleumdungen sind / und istvielmehr gewiß/ daß er noch zuvor/ ehe man ihm das ob-bemeldete Unrecht zu Oxford angethan hatte / angefan-gen gegen die eingcrissencn Gräuel zu redet« und zuschreibe««/ und das Ansehen des Königes gegen den Pabstund die Bettel-Mönche zu vertheidigen.

Der Zustand war nemlich in Engelland selbiger Zeltdermaßen schlecht beschaffe»/ daß dem Könige im geist-lichen gar seine/im weltlichen aberkaum halbe Gewaltübrig geblieben war/und der Pabst mehr Vortheil ausEngelland zog/als der äsönig. Die Bettel-Mönche »ah.«neu sich auch über die «nassen viel Heraus, striechcudurchs Land, und gneffer, den ordentlichen Priestern insAmt/wollen sich auchgantz keinen Satzmrgu« oder O-nvmbun uuteriverffe».

Diesen Unordnungen fieng sich nun wicklessan zuwidersetze«,/ und gerieth dabey iminer aufdie Spurender rcinerr Lehre/ von weicherer den««/ als ein aufrichtiger und gottseliger Mannunterlasse«« konte. k)

DieArtickel der Wickleffitischen Lehre,so aufdem Co-stnktzer ^onciii, vcrdainmet worden, sind folgende:

i. Das Wesen des Brods und Weines bleibet in;Heil. Abendmahl unverändert; welchen Satz auch dieReformirten bestätige»/ indem sie die wahrhaffte Gegen-wart desLeibes nndBlutesEHristi gleichfalls verwerten.

^ s. Die Beschaffenheiten/ oder zufälligen Dinge desBrods bleiben im Brodte.

z. Christus ist nicht wahrhaffkig iin Sakrament zu«gegen.

4. Ein Bischofs oder Priester/ so in Tod- Sünden le-bet/kan «licht orctinireN/contecriren oder tauffen.

5. Die Messe hat keinen Grund in, Evangelio.

6. GOtt muß dem Teufel gehorchen.

7. Ohne wahrhaffte Zerknirschung hilfst keine äußer-liche Beichte.

8- Ein gottloser Pabst ist ein Glied des Teufels, undHat keine Gewalt über die Gläubige««/ausser derjenigen/die ihm der Käyser gegeben hat.

9. Räch der Zeit Vrb^ni VI. soll man keinen Pabstwieder annehme««/ sondern nach ArtderGriecheu untereigenen Gesetzen lesen.

10. Daß die Geistlichen etwas eigenes besttzen/isige-gen die Heil. Schrifft.

n. Kein Prälat soll jemanden in Bann thun,ermüs-se denn zuvor wisse«,/ daß er auch von GOtt verbau«,etsey/und «ver anders jemanden verbannet, wrrdselbstemKetzer und Verbanneter.

i2. Wer einen Geistlichen deswegen in Bann thut,weil er an den König/ oder Königlichen Rath gypelliret,der ist ein Vcrräthcr des Königes,iz. Welche das Predigen , oder die Anhörung des/ öffentlich zu zeugen nicht göttlichen Wortes wegen des Bannes eines Prälaten

unterlassen, sind Verbanneke/ und werden am jüngsten

Tage vor Verräther Christi gehalten werden.

14. AlleBcttel-Mönche si«idKetzer,und die/so r'HnenAll-mosen reichen, Verbanneke.

15. So lange einer in Tod-Sünden lebet, kanerwe-derein weltliches noch Prälaten-oder Bischoffs-Amtführen.

16. Die weltlichen Herren können den Geistlichen dieweltlichen Güter nach Gefallen wieder nehmen.

17. Ein ieder gemeiner Mann kan seine Herren, wennsie fündigen, nach Belieben straffe«.

18. Die Zehenden sind blosse Allmosen,«nb können densündigen Prälaten von den Kirch-Kindern wieder ent-zogen werde««.

19. Die besondern Gebethe, so die Prälaten und

usqeleget worden. Ingleichen Mönche vor jemanden thun, haben keine grössere Krafft' " — - — ' ^ ^ als die allgemeinen.

20. Wer den Mönchen ein Allmosen giebet , ist einVerbanneter.

21. Wer sich in eine««Mönchs-Ordenbegiebek, wirddadurch ungeschickter gemacht, die Gebothe GOttcs zubeobachten.

22. Die Heiligeu/welcheMönchS-Orden eingeführet,haben damit Süi.de gethan.

2Z. Die Mönche, so in ihrem besondern Gottesdiensteleben, sind keine Christen.

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Seine Lehre betreffend, so pflegen siedle Papistenih-rer Gewohnheit nach schändlicher Weise zu verdrehen,um den Schein crschröckiicher Kctzereyen daraus zu er-pvillge««. Nur einige der vornehmsten Puncte Hier an-zumercken, so solte er gelchret haben, ein gottloserPriester könne weder oräiniien, noch consecricen,noch tauften. Ferner: Alle Treatlrr sey GDtt selbst;GMrc «nüsse dem Teufel gehorchen; alle Religio-nen wären vom Teufel eingeführet worden; unddergleichen.

Ob nun wobl nicht zu leugnen, daß viel Fehler in derLehre lVicklefts, sonderlich von der krgcclekinaüvmdemSakrament, und dem freyen Willen anzutreffen : so istdoch nicht wenig von seinen Wiedersachcrn entweder erdichtet, oder doch übel a ',ist zu bemercken, daß wicklest«) Schrifften nach der Zeitzu beurtheilen, imn,äffen in den erster« Zeiten noch vielPäbstischer Sauerteig bey ihm anzutreffen, welchen er inden folgenden Zeiten erkannt und »idersprochen Hat.l)

ß) 6e «uen». ängli,, Iid.5.8^l.^LV8 cenr.6.

d)Viä.l)V I>Ik4 dibl.l'ow. 12. p. 128- VEI.I.L8 tiM. <ieskt-reke- p. 11.5-q. k>IL8. lOLKktt. v'Okk 8?cdi8 dik. r-»r>>mivn5 ä'anßt-ccrrs'I'. 2 ., . ;8- i) 8k>äI4ttk^tV8 tt. k.1-om. i.Oxp.P. l772.ttkdcklcV8 in sp

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