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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XIV. 8ecolum. m. (Hsp. Vom Kirchen- Regimente»

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Srchete aufwaö man wolte. 5) In der Philosophl'e,Hi.storie und andern nützlichen Wissenschaffken war nichtweniger Blindheit und Eitelkeit anzutreffen.

Weil man aber gleichwohl das Ansehen haben wölke,daß man diebmäis beförderte, so wurden unterschiedeneneue Universitäten,aufwelchen man sonderlich die Rech.te trieb, gestiffter, als die zu LN6LK8 von dem Hertzog^vvovleo ir. rrm den Anfang des §ecu!», r)dte ZU on-von dem Könige ?5«I.N'?0 7>vr.c»«o Ao. IZI2. u)tzie ZU in Italien von dem kckarcchelen »i-Lkie

ro aus Haß gegen Bonomen Ao. rzyv.x) die zu w8Lizzy. y) die zuCöllu i;87- von dem Stadt-Rathe, r)die zu Erfurt i z 92. 2) die zn O acau Ao. 1364. d)die zu präge Ao.r;6o. vom Kayser cäkc>l.o iv. c)unddie zu Wien.Ao.rz67. ei) Die parisische Universi-tät ward von den Köyigen cLkoro I>vrcu«o, Lvoovicorrvrmo und o»n.n>ko vLi.k8»o mit vielen Freyheiten be-fchencket, und dadurch iemehrund mehr in die Höhe ge-bracht. c) Der Stiffter der Heideldergischen Uni-versität ist der Pfaltz- Graf kv?xmv8, welcher nach.mahlen zum Käyser erwehlct worden. Die nach Ge-wohnheit darüber ertheilte Bulle hat vkw.rnv8 vi. Ao.i z85- ausgefertiget, und sein Nachfolger vomkädv8 ix.bestätiget. Unter ihren priuilegiig war nicht das gering.ste,daß fiedieOber-Gerichke über alle dazu gehörige Un-terthanen exerciren koute. f)

XIV.

2Sas hat man von den Bibliothecken zumercken?

Zu der Oxfordifchen Bibliorheck ist in diesem 8e-culo um das Jahr izzrderGrnndgelcget worden,wel-ches durch den Vifchoff ricu.^kvvn ^v6kkvn.7vxi vonvurbam geschehen- Dieser war ei» trefflicher Liebhaberund Beförderer der Studien, erkannte aber, daß die Bü-cher ein gar nöthiges Instrument zu stlbigen wären,wel-che doch von vielen Studenten wegen ihrer Armuth nichtangeschaffet werden kontcn. Solchergestalt baüete erzu Oxford nicht unrein Hauß zur Wohnung der <Ntu-denten, sondern brachte auch eine ziemliche Parthie aller-hand ihnen nöthiger Bücher zusammen, und rccnmmenciirete selbige zu fleißigem Gebrauche durch eineSchrifft,welche er peMobiblum nennete.

Die HeideibergistHe Univer-sirars- Bibliorheckwurde sogleich bey der Stifftung der Universität angele-get, und bald hernach durch die Bibliothecken des erstenCantzlerö Conrads von. Gelnhanftn, und des erstenkeälori8 xiLk;ii.ii vsn ^Jngerr oder InZenheiin, wienicht weniger des Vischoffs von Worms xiLrrnLei undanderer vermehret- Sonderlich ist solches von dem Chur-fürsten bvvovico LgkL/ilO geschehen, welcher sei-nen gantzen Büchcr-Vorrath der Universität vermachet,

s) K^^l-V8 P.4ZZ 44Z. zy;. t) OV cttLSdei; in -nri-guir. A.nS°8->uk5 c. 7. u) KVcUHOl 6 MLIZKLK-

VV8. x) 8 I Od1VV8. VOI.-L1'i;ir!ZLI8iV8. 2 ) dUN-VLdMOK?IV 8 -je ^c»4em. p. 726. ,)d6I8!1LIV8 in 8 ».

xon.>. »<>. c. 74 . K20VIV8 sägn. 7Zy7-k>. 74 . I») 14. »4

» 0 . 7 Z62. KVMIOI 2. dtlMOVIL. slii c) k^sscic. remp.jp 85 . 4) keIIvr>ki^!VOK?IV 8 loc.cic. k)l)V cttt' 8 dtk

ric,t,ik. brsnc. Ii'k l.c. 79. 14. L. iec. 74 .

löoz.keg. g)L20V1V8 sä,», rZFr.a. 12.

und damit den Grund zu der LhrrrfmstchcHrn Biblio-Heck sieget, l»)

XV.

Was ist bey den Klöstern anznmerckcn ?

7. Man brachte verschiedene Orden auf.

2. Man fuhrete ein ärgerliches Leben in denIcköftern.

z.riOamzerstörete den OrdenderTempel-^errem

XVI.

Was sind vor neue Orden in diesem Seculsaufgebracht worden ?

7. Der Orden der lL8V^MKVki in Italien,wehche von dein öfftern Gebrauche des Nahmens JEsir al-so benennet »vorder». JhrUrheber war ein Edelniannvon8iens, Nahmens coi,vxiLidrv8, welchem

zwar verher-rarhek war, aber mitBewiiligung stinesWci«des das Gelübde der Keuschheit that. Der andere,so die-sen Orden au seichten Hclffen, wird kkLUoi8cv8 vidicen-nv-8 benennet, und war ebenfalls von 8iena gebürtig»Manheiffck sie ingleichen Oencoz /lpockolico?. Jhr4Kleidirng »var eine Aschen-sarbige Kappe ohne Aufschlü-ge. Sie betheten täglich das Vater Unser, und den Eng-,lischcn Gruß hundert und fünff und sechzig mahl, er»nährercn sich von ihrer.Hand-Arbeit, und mischelen sichin keine weltliche Händel. DerPabst vk8Lnv8 v.bestä-tigte sie /inno 7 z67.it» den neuern Zeiten aber sind sievon ci.exixnT'L IX. wieder abgeschaffet worden, nachdemdie Jesuiten gleichsam in ihre Stelle getreten. >)

s. Der Orden der Hieronyimren, welchen i-e-rr-v;von ?»8L in Italien, ein gewisser ruoxiLs aber in Spa-nien eingeführet. Sie lebten Anfangs nach der söge«nannten Regul Augullini: ihr General i.v?v8 voi.xiL>00 aber schmiedete »räch derZeit aus denLehren käieronzr-mi eine anderc.Diese letztere bestätigte xiLk7-iuv8 v. gleich-7vie Lkesoi!.!V8xi. Ao. 1373. das erstere Inliuurum. k)

3. Der Orden derOblVLUHlOKVkl, oder blons-cli» s.lckariae monriz Oüucti. Ihr Stiffter hieß io»«u-NL8 roroxiri, nahm aber nail) der Zeit den Nahme»seimnLki)! an,und war sonst ein Edelmann von 8ien3,und in deir Rechten daselbsten vnälor worden. Als er ein-sten niit üblen Zufällen an den Augen geplaget war, ge-lobete er der Jungfrau Marien ein strenges Mönchs-Lc»ben,wenn er wieder zurechke komine»» würde, welches era»»ch nach erlangter Gesundheit mik »»och zwey andernSienischen Edelleuten i»,S Merck richtete. Weil sie ih-re Lebens-Art aufdein kelonte Obuero führetcn, so be-kanicn sie davon den Nahmen. Pabsi »o«äiE8 xxn. ließihnen Ao.r; »9.durü> den Blschoffsvivnnexi von ^rerroeine besondere Regn! vorschreiben, welche von Lkrüokiox». Ao »Z7l- bestätiget worden. Sie tragen gantz weis-st Kleider, und ihre Regul ist meistens nach des LenechAieingerichtet- i)

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! k) 8k^IgttLk»IIV8 I. c. p. 1804. f-q. i) K2OVIV8 »4 -n.^rz;8 8Et.I.icV8. kOb'rvOl<V8 VM6H.IV8. t408kätcsuzr. ir» virs 8- loksnvis Oolumbini L kill. rrlix. ?Ol -p-OOKV8 VLke6II.IV8 öeinuenk. rkr. !ib. 7. c. 4. 8?OdM^-I81V8. d4IKVKV84e»riß. reliz.lid. 7. csx. 22-24. !) Lbron,monl.Olü>«. L20V1V8 sn, IZlK. ». 1Z-