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XIV. 8ecu!um. V. c?ap. Von dem ausser!. Zustand der Kirchen Orient.
bey den blossen Marke»/ sondern es kam auch zu grausa-men! Schlagen/ wie denn v«8L8vs vi. zu Rom und ingantz Italien solche blutige Tumulte erregere/ daß sichc r.LE >s vn. die Päbsiliche Herrschafft in diesem Landemujke vergehen lassen.
Ob nun wohl das gautze Scbitma nichts anders/ alsden Satan und das Imereile der Päbsie zum Grundehatte-so wölke man doch der gewöhnlichen abergläubi-sehen Heuchele») dabey auch nicht vergessen, und iedeParthey suchte sich einen Heiligen, welcher durch seinenAuespruch ihr Recht unterstützen soltc; wie denn (Ka-tharina von Siena auf vns^ui vi. und , cinjgcbohrner Graf von Lupenburg,welcher letzlich Bischoffzu Metz auch Cardinal ward, und »vegen seiner Mildig-reit gegen die Annen, strengen Lcbenö-Art und Niedrig-keit, da er unter andern zu Metz als Bischofs seinen Ein-jzug anfeinem Esel und barfuß gehalten, in der Keno-,mec eines besondern Heiligen lebcte,auf cu.L>iLurls vii.rechtmäßiges Pabstthum voüreten.r)
Inzwischen, da diß Scbiims nichts anders als grossesUnheil anrichten konte,so sieng man überall au auf dieVeylegung desselben zu gedencken, gestalt sich denn fastiedcrman verbunden erachtete, zu solchem Zwecke dasSeinige beyzutragen, und daher findet man, wie allegrosse Herren, Hieologi, Universitäten, Raths-Lollc-8>3, Mönche, und endlich so wohl Gelehrte als Ungelchr-te darüber in Bcivegnng gewesen. Man sahe und hö- - ^
rete allerhand Vorschlage, es grenzen Gesandschafften Raumhm und wieder, bis endlich ci-enem (vm.) dessenizs6. gedacht »vorden , selbst abdanckets, und also diebisherige zweyköpffichtePabst-Monarchiewiederum ih.re vorige Gestalt erlangete. a)
Das 8bll5>ck^ der Griechischen und RömischenRirche war dcnPäbsten stetsein Dorn in den Augen:daher sie auf alle Weise suchten, dasselbe zu ihrem Vor-theile beyzulegen. Es liessen sich es auch die Pabste cl.«-v. xxii. senevicvvr xn. uNd cl.LLienz vi.
mit ihren Gcfmdschafften nach dem Orient nicht iveuigkosten, kanten aber nichts znm Zwecke bringen, weil siedie Griechen nur mit ihren leeren Worten und Verspre-chungen noch mehr erbitterten , daß niemahlen mehrSchriffken gegen das Pabstthum von dem Orient nachdem Occidcnk, als wohl in diesem 8cculc>, gepflogen;wie solches bey den Lehrern der Orientalischen Kirchenim I. Capitel leicht abzunehmen.
Das V. Capitel.
Von dem ausser!. Zustand der Kirchen.
Was wird in diesem Capitel vorkommen ?
Zwey Stücke; -
1. Der politische Zustand in diesem 5cculo.
2. Die Verfolgungen.
ll.
Wie war der Politische Zustand in diesem8ecu1o beschaffen?
Man nimmt wiederum zwey Stücke vor sich
1. In was vor Handen das politische Regi-ment gewesen.
2. wie es sonst in diesen Zeiten zugestanden,m.
^n was vor Handen war das PolitischeRegiment?
Man merckct
1. Die Raystr im Orient.
2. Die Räyser iin Occident.z. Die andern vornehmen christlichen Re-genten.
IV.
Was vor Käyser haben im Orient regieret ?
7Z. LNI)KOdIILV8 II.
82810 «
Käyser Anno,28z.bis izsF. stirbt izzo. alt 74» Jahr.
Sein Vater war der vorhergehende nic:uä2l.räl.äco-l.o 6 vs , welchem er in diesem Stücke entgegen war,dc?ßer von der Kirchen-Vereinigung mit den Lateinern diejener so eifrig gesuchet Hatte, nichts wissen wolte, undalle diejenigen, so sein Vater darüber verbannet hatte,wieder zurück beruffcke-
Sonst »miste er viel Unglück erfahren, »vorzu seineakkzugrosse Gelindigkeit und zürn Theil SchläffngkeikGelegenheit gaben. Die letztere »nachte den Türcken, sich in dem Griechischen Reiche immer weiterauszubreiten, durch die erstere aber war sein Enckcl ^ 8 -o« 08 icv 5 so verzogen »vorden, daß er keine Erinnerungenvon dem Groß-Vater annehmen wolte, sondern rebelli«rete, und ihn endlich gar inö Kloster steckte, b)
74. LNOKOdllLVi» III.
1 V 8 io«
Käyser Anno IZ28- bis 1)41. alt45-Jahr.
Sein liederliches Leben verleitete ihn schon in seinerJugend zu grossen Lxcellen. Er war schuld daran,daßsein Bruder des Nachts von denen Soldaten, so er ge-gen seine Mitbuhler bestellet hakte, erschossen ward.Zu der Versiossung seines Groß-Vaters trug der 6 on-verneur von Thrakien IOUL882, 0 -» 87 -Lcvrx 8 v,> der vonjenem war äisgoustiret »vorden, nicht ein geringes bey.Inzwischen ward er bey seiner Regierung »nit unterschie-denen Rebellen geplaget, mit welchen er so viel zu thunHatte, daß er den Türcken,welche nunmehr bis an denHel-lespont kamen,keinen Einhalt thun tonte, c)
75. IOHäKIttL8 V.e ä 8 r L c: v r x 8 v;
Käyser Anno 1Z41. bis 1547.
Der vorige Käyser Hinterließ zwey Söhne, iouä8-82L1 und , über welche L^I 8 )'yXLV 7 HstdIV 8
die Vormundschafft führe», solte. Alsaber die Käyse-rin > 88 ^ nebst dem Patriarchen und andern Grosser»Unruhe gegen ihn crregetcn, daß er stch retiriren innste,erkläretcn ihn die Ossicierer, so sich häufig bey ihm ein-fanden , zu vitymoricke in Thracier,zürn Käyser, in«Jii iii ii 2 dessen
r) conrrs z. p- ZZ7. s«q.
2) c^nnf. L. sec. 14 L 15. 1750. seyy. Se
I8»7. ssg-j. tt. L.s-c. 14. Sc IZ.
d) lib. l. L 2. nici-kttOKvs oizr;.
60 k ^8 lib. 4. sey. c) läem lib. 10. sey. Cäd!HcV2L-djVLIib. 2 .