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Klrchm.Hisio?lr Neues Testamentes 8 «c.XIV. cgp.vil. Von den Neben-Sachs«.
Die Nachfolger Ottomanns sind in diesem 8«cu!c, folgende:
OKLbi6d>L8 oder VLLtä6de^8 » Gttomanns jüngsterSohn, regieret« bis 1358-und brachte vollends dlicsesm undticom-cilLlli, auch andere Oerter, so sein Vater noch übrig ge-.tasten harke, unter sich. Der Griechische Käyser lOtt^dldlt-8gab ihm sogar seine Tochter, umsich nursolchergestalt vör seinen Anfällen zu versichern- i)
ei» Sohn des vorigen, setzte über den Hellerspvnt, und machte sich Meister von Avrianope!, so er zur Nr-,
^ sidentz erwählet«. Er grieff auch in der Romaney und Grie-chen-Landc nicht wenig um sich, nahm von den gefangenenChristen je den fünstten Mann, der über 15. Jahr alt war,und richtete daraus dieIanttscharen, oder neue Soldaten, auf,daß also der Christen eigene Kinder aus göttlichem Gerichte zuihrem Untergänge c»,nr>buiren mustev. Übrigens war e)mur»kkwachsam und streitbar, aber dabey grausam und unerbittlich,zumahl gegen die Christen, und ward Anno i;8y- von einemServier entweder im Zelt, oder wie andere melden, aus derÄLahlstatt einer mit dem Despoten! von Servien gehaltenenSchlacht -erstochen. K)
brachte seine» ältern Bruder ums Leben, damiterden Thron besteigen tönte., wie denn von der Zeit meist alleLürckischeKäyserDnider-Mördcrworden find- Man benen-net« ihn sonst wegen seiner Geschwindigkeit Gildeeun, oderDonnersirahl. Die Christen, welche sich vor solchem seinemgeschwinden Wesen und Glücke entsetzten, giengen ihm aus demOccident mit einer grossen Armee zu Leide, wurden aber beyIgicopoli aufs Haupt geschlagen. Hierauf sahe es gefährlichvorstonstantinvpel aus, wenn nicht l'6bH)k-l-e)d.'L8 auf Er-suchen gegen kdläM'I'tl anm-rcbixet wäre, und das Glückgehabt hätte, ihn Ao. 1402. bey dnz«„ in Gavaticn zuschla-gen,-und gefangen zu bekommen, worauf Lälc'.Lbl'tt, wiesonst jederman bekannt ist, sein Leben in einem eisernen Kcftchtzubringen , und seine Grausamkeit büssen müsse», l)
V.
Was ist von dem Zustande der Tartarn in diesem8sculo zu wissen;
Nur jetztbenennter oder
welches somcl als der lahme H bbtlü. hcissen festmachte dieTattal ische Nation fast der gantzenWelt furchtbar. Er soll nacheinigen aus dem Geblüt!) desLH8'ctH8-0N6by entsprungenseynm) -andere aber machten ihn zu einem gemeinen Küh-Hirtc«, der sich nurdurch seine Klugheit und Lapfferkeit beyfeinen Lands-Leuten in die Höhe gebracht habe.
Er war so glücklich, daß ihm niemand wiederstehen kunte,und ferne Armee bestund endlich aus zooooo- Mann. Die gan-tze Tartarey, Indien, Persien, Armenien, Syrien und Egyptenwüsten sich unter seinenScepter beugen,und er rühmte sich, daßihm alle drey Theile der Welt zu Gebothe stehen müßen. Manmercket ihnH er sonderlich wegen des Sieges gegen Basirzechdas andere von ihm gehöret in die vollständige Asiatische Histo-rie. Er ist etwa Anno 1404. oder I40;. verstorben, n)
i) läem IO. c/ebi1^cV2MV8 Iü>. 2. 0.14. IchvncnVIV8 in r-ns-s. lurc. ir) läen, 6c cttkbcocobw?-k-68. l) ll-iem. QV(,^8 Iiiüor. kxrsnr. csp. 14. in)8?t)bittb:k6lV8 k. Ibttoe. Lcciskrkic, tecul. 14 psg. 1812.
kLK0dl»IbiV8 ia bikor.
Vk.
Welches sind die vermischten Neben-Sachm.
Erstlich die Erfindung des Büchsen-Pulvers, welches einOeutscherMönch, Nahmens übi<'IttQi.c>V8 Schwary, vonvhngefthr bey seiner Chymischen Arbeit um das Jahrizzx«heraus gebracht. Er entdeckte es anfänglich den Vcnetianera,welche es A- i Z8o.ini Kriege gegen die Genueser gar Vortheilshaffkig zu gebrauchen wüsten.») Ob sich aber ermeldeter Mönchdadurch eine Sttiffe in den Himmelgebauet, das ist eine ander«Frage. Sonst soll der Gebrauch desselben schon lange beydenSinesern, auch die Wissenschafft ohne den Gebrauch demKOLKKIO 8t)LOH!l und andern bekannt gewesen seyn- p)
I Zum ändernder Gee Lompaß, welcher 60IL
bon6m,lk rm Neapolitanischen erfunden, und damit den Wegngch der neuen Welt und zu ber Ost-Jnbianischen Schifffahrtgleichsam gcdahnet hat. g)
Zuni dritten einige Lügen-Wunder und Fabeln.
1. Ein Britannischer Soldat schlug in Flandern einMarienrBild, welches sogleich Blut von sich gegeben, r) Entweder derScribcnt hat hiermit die Wahrheit in die Augen geschmissen,daß sie hätte Blut geben mögen, oder es ist bey dem Wunder,Wercke eben so zugegangen, als bey jenem Pfaffen, der eine mitBlut gefüllete Hostie unter die Juden schmieß, und hernach -dieunschuldigen Leute verdächtig machte,aufdaß er nur einen Pro-fit dabey möchte ziehen können.«) Es kanalso das Bild beygewissen Umständen eben sowohl gcfüllet worden seyn.
2. Ei» anderer Soldat hatte nur die Hand gegen ein Bild6dl10ddll ausgestrecket, so fuhr ihm das sogenannte heilige,oder wie es auch gcnennet wird, Aittons-Feuer in die Hand,und fraß dieselbe, c) Es muß also /)dl10dllV8 gewißunter die sehr hitzigen und zornigen Heiligen gehören.
z. Dertz. KOcttV8 worein solcher Wunder-Thäter, daßer die ansteckendenKraiickheiten mit einem biossenEreutz-Schlasgen vertreiben tonte; daher seine Uberschrisst bekannt ist: Alle,die ihre Zuflucht ;u der-Hülste KOOItt nelMen, die ver-sichere ich, daß sie der grausamsten Pest entgehen wer-den. u) Man thäte aber besser, wenn man davor setzte:Menschen-Hülste ist kein nuye.
Ein frommer Dieb, wie ihn ein Scribcnt x) nennet, befandsich aus Deutschland in Italien zu l'ol-ncm«,, wo der Leichnamdes heil. Augustiner-Mönchs d>'icx)d/il bereits vor 40. Jah-ren war beygesetzet worden, und gedachte sich durch einen treff-lichen Schatz in seinem Vater Lande zu recommenäiren, wen»er die Armen dieses Heilige» mit dahin brächte. Er schnitt alsodieselben bey Gelegenheit vom Leibe herunter, ließ sich auchnichts anfechten, obgleich der Cölper „ach so langer Zeit nochstarck blutete, sondern fieng an damit zu lausten was er konre,und caminuttete solchergestalt die gantze Nacht- Des Morgensfrüh aber befand sich der arme Dieb noch im Kloster, mitten un-ter den Mönchen, und muste nur gestehen, was er vor gräu-liche Dinge vorgehabt hätte-
codivri-68. l.LV!>ICHVIV8. Mi. 0 ) kQI.TDOKVL.VLldOldlVT ä« inuenr. rer. lü>. 2. c. n. p) k/i8LIäIV8 äeinuent. nouankigu. p. 746. g) ^ l'bl^dl^8IV8jIiIKLblbkV8äesrre msgnckics, ck slii. r) L20VIV8 säsn.rzZz. n. n.«) VHOV VK/idlV8 psg.'zF. r) LL0VIV8 sä sn. rz7S.n. 26. u ) läem sä sn. IZ27. X) lärm sä so. IZo6.
Ende der Kirchen- Historie ersten Theils
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