Kirchen - Historie Neues Testamentes
schinden. Ja, in seinem gantzen Leben wird man die un-barmherzigsten Thaten bemerken können, gestalt er gl sichbeydem Antritt seiner Regierung seinen Bruder infinerGegenwart ersauffen, auch einstens an seinem Hofe 14
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KVkLldVS
rLi-xrinv;
Käyser Anno 1400. bis 141c».
Die geistlichen Churfürsten kamen noch in dem Jahre,
Pagen die Bäuche aufschneiden ließ, um zu erfahren, wel- ^ darinnen der vorige Käyser geblieben war, zu Boppard zueher unter ihnen eine frühzeitige Melone aus dem Garten,sammen, und wähleten diesen g.Vkbk.I'Vdi, dessen Vatergegessen hätte. Zu Constantinopel muste man die Käy-gleiches Nahmens Churfürst in der Pfaltz gewesen, l)serliche Printzcßin vor seiner Tafel schänden, und nach- ,Nun schlugen sich zwar nicht alle Stände zu dieser Wahl,Mahls in Stücken zerhauen: er selbst auch hatte zwar ein lndem noch viele vor den rechtmäßigen Käy-
schöneö Frauenzimmer, NahmensIrene, etliche Tage j str hielten: m) doch empfieng er zu Franckfurt von denzu seinem Willen gebrauchet, säbelte ihr aber nachmahls Rhein-Städten, und noch gar vielengeist-und weltlichen
den Kopffmit eigenen Händen herunter.
Seine übrigen Laster waren Untreu, indem er selten sei-ne Parole hielt, Arheisterey, nach welcher er sowohl dieTürckische, als andere Religionen verspottete, Unz .echt undSodomitercy, wie ihm denn des Fürsten von der Walla-chey Bruder mräcvi.» mit einem Dolche in die Lendenhieb, als er ihm unflätige Dinge zugemuthet Hatte, b)
2. II.
Käyser Anno 1481. bis 1512. alt 74-Jahr.
Er war des vorigen Sohn, und hatte einen jüngernBruder rewrr, oder ririia genannt, welcher dasKäyserthum darum pracienclirete, weil b^l-^LIbl ehergebohren worden, als sein Vater Käyser worden, und alsokein eigentlicher Käyserlicher Printz wäre. Allein
Ständen den Eyd der Treue, ward auch zu Cölln gecrönet,und endlich noch von dem Pabste somr^cio n. A0.140;.erkannt, ^7LdicL;i.4vz aber vor abgesetzt erkläret, n)
Er Hatte unter andern versprochen, das Mayländische,über welches den cLerLciv^ zum Hertzoge
gemacht hatte, wieder an das Reich zubringen, und wardvon sonlkLcio ix. und den Florentinern, welche die auf-steigende Macht 6al.eacn mit neidischen Augen ansahen,gewissen Beystandes versichert. Allein als er nach Ita-lien kam, ward solches Versprechen gar schlecht ersüöet,und da ihn auch einige Deutsche Fürsten verliessen, musteer sich nur nach dem Rückwege umsehen; die Florentiner,Venetianer und Genueser aber fischten nach dem Abzügedes Käyserö hin und wieder, was sie bekommen konten. 0)Sonst schickte KV?LldV8 Anno 1409. seine Gesand-
schlug ih>nnAsien,woraufsick ^ennach Ich--, woselbst sie aber soviel als nichts auörichte-
fand zu den Christen überzugehen. Es ist ferner bey ^ssten, weil sie beständig den Pabst akesoki vr^ ,x. mgimeni-Päbsten luuocLuno vui. und >i.Lxauoao vr. gedacht dahingegen die Cardinäle beyde Päbste wolten ab-
worden.
Sonstnahmk^l^kl» denVenetianern unterschie-denes in Morea ab, war aber in Egypten unglücklich.Zuletzt nöthigte ihn sein Sohn reri.xv; die Regierung ab-zutreten, und ließ ihm noch darzu das Leben mit Gisste ver-kürtzen. i)
Vll.
Was vor Käyser haben im Occidenteregieret?
Z4. k k stl) kk I 6 V 8von Brauuschvoeig.
Käyser Anno 1400. ermordet eben diß Jahr,
Sein Vater war Hertzog näsuv; -no«crväivz vonBraunschwcig und Lüneburg. Er ward zwar als ein klu-ger, gerechter und tapfferer Herr, von den Churfürsten zuFranckfurt gegen «>eucK8i.Lvm erwählet: man ist abernicht einig, ob man ihn unter die Käyser rechnen soll odernicht, theils, weil das Reich damahlen noch eigentlich nichtvscsnr, und «?kuce;i.zv8 abgesetzet gewesen, theils weil«r nicht zur würcklichen Ubernchmung derRcgierung kom-men können, indem er auf der Rückreise von Franckfurtnicht weit, von Fritzlar angefallen und ermordet worden.K)Doch, da man seiner insgemein unter den Käysern tu ge-dcncken pfleget, habe ich ihn auch hier in der Reihe lassen,und die Streitigkeiten hiervon andern Heimstellen wollen.
b) C»4üLOC08VH.^S üb. 9 . V0884VIV8 6 e incrernenkis ltomlnstinnir ^turc. 4 ^lLie48IV8 in nLrrsc. Vurcici».8880ül)V8 in rck. xeg. Imperrr. Vnrcic. PUX482ä. L08klUIV8 rer. Uun^. üb. 8 - c.). 4üi. i) LU^t-LOLOXOH.^üb. ic>. II Sc M. lc) v. v. 8 . 6 . 8 -rkVVlV 8 8 >nr-ßm. bik.Serm. P-S 4 S. Cnnk. Allgemeines historische- Lrxicon in kkl.0K8ILO IV.
gesetzet Haben, p)
Der Zunahme Rlemm oder der Ernste, den manihm beyzulegen pflegte, zeigte seine Liebe zu Recht und Bil-ligkeit, daher ihn auch einige den Deutschen lVSUdjl^-dlVlck betiteln, g)
z6. 8I6I8kckVdwV8Käyser A»noi4ii. bis 14Z7. alt 70,Jahr.c»»oi.v8 i v. war sein Vater und wrucr^i^vz sein äl-terer Bruder, r) Anno iz7z. kauffte sein Vater dieMarck Brandenburg von onone aus Bayen:, undgab sie diesem seinem Sohne,,) welcher folgendö durchseine Vermählung mit der Tochter rvoovicl aus Un-garn zu diesem Königreich gelanget«, r)
Als er zum Käyser erwählet ward, setzten ihm die CHur-Fürsten zu Mäyntz und Eölln den Marggrafen IOVO-tlVdk aus Mahren entgegen, welcher aber wegen hohenAlters nach wenig Monaten verstarb, u)
Nachdem nun 8I6I881 VdM V8 das Käyserthum ruhigin Handen Hatte, trug er Sorge, wie das noch währendePäbstliche 8ckikm2, nebst den Böhmischen Religions-Streitigkeiten, möchte gehoben werden, und brachte zu sol-chem
I) 48v8L^L kXL887"r88 p. 40 . m ) Obron. m. 8 --Iß. Z 2 Z.1 - 44 . nl lbicl. OO 8 LÜI 8 V 8 8L88084 ser,r. 6 . c. 70 . I^V-V 1 V 8 >. 26 . «)Lbro».^. 8 -Iß. p.;4Z.608üü.k8k8084l.c.48V8848 rkLMI-kk i.c. CV8kI8I48V8. p) «8X^4. 48U48VI- bitt. Concil. Lonk-nt. ^. 2 . p. 62 . ' 8 »bOVO!iICV 84 818!^ <le 8 cb!smsrr üb. Z. c. 18 - q ) 808868
m der Böhmischen Chron. T. I. P.Z? 4 - r) OV884vlV8l.22.s) lilem üb. 25 . «) 8088I8IV8 6 ec. z. üb. I. p-z. 254 . VV-884VIV8 I. c. u)0088ÜI8V8 8888084 se»r.6. c,p.! 90 .4V881I8V8 Üb. 7 . mkOVOIUcVS 4 8ILk4 üb.i. c.Z4-invir» 1048818 XXIll.