X V. 8eculum. V. dap. von dem äußerlichen Zustande der Kirchen im Oecidenk.
5 »
chem Zwecke das concilium zu Costnitz zu Stande, vonwelchem, wie auch von dem Baselischen, die unter seinemSchutze gehalten worden, bereits am gehörigen OrteMeldung geschehen.
Der Hustiren^xrieF, welcher diesem Käyser viel zuschaffen gemacht, daß erdicht ehe als ein Jahr vor seinemEnde zu ruhiger Besitzung des Böhmischen Reiches ge-langet«:, worinnen er doch bald nach seines Bruders «en-c,-5l.zi Tode hätte tuccecliren sollen , wird unten in derBöhmischen Historie vorkommen.
Währendem solchen Krieges grenz 8 I 6 I 8 b 4 VdII)V 8niit einer ziemlichen Armee nach Italien, sich nicht alleinzu Rom crönen, sondern auch das Baselische Eonciliumvon dcmPabstc conkirmiren zulassen, x) Zu Maylandempsieng er den 25.Novembris 1442. von demErtz-Bi-schosse die eiserne Crone; die
Römische aber von dem Pabste evcemo iv. erst amPfingst-Feste 14z;. r) Denn mittlerweile der Käyserzu Mayland war, wolten ihm die Venetianer und Floren-tiner, aufdeö Pabstes Anstiften, den Weg nach Rom ver-legen : allein der Kayser grieff sie ««vermuthet an, undschlug sie dergestalt, daß sich von 20200. kaum die Helffteretirircn konte, wie er denn auch gegen die ItaliänischenGiffrmischereyen solche Vorsicht gebrauchte, daß er nachvollführten vorgenommenen Verrichtungen glücklich wiederrim in Deutschland angelangete, g)
Sonst machte er Anno 1412, den Hertzog von Sa-voycn zum beständigen Reichs-Vicsrio inPiemont, ver-kauffte Anno 1415. die Marck ryid Chur Brandenburgdem damahligen Grafen von Hohenzollern und Burggra-fen rmockioo, belchncte nach Absterben Iil. als
des letzter» Churfürsten zu Sachsen aus dem AscanischenHause den Marggrafen von Meisten kknormcvöi vri.l.i.
Vater, dieRömisch-Käyscrliche aber bekam er durch diefreye Wahl der Churfürsten.
Seine Tugenden und Leutseligkeit rccommenäiretenihn bey iederman, also, daß nichts mehr, als seine kurtzeRegierung beklaget war d. Denn als er aufdcm Zltge ge-gen die Türcken in Servien begriffen war, mochte er zu-viel Melonen gegessen, und sich die Ruhr erwecket haben,welche ihm aufdem Rückwege nicht weit von Gran auf ei-nem Dorffe den Garaus machte, c^
Man merckct, daß von diesem an die Chur-
fürsten beständig in der Wahl der Käyser bey dem HänseOesterreich verblieben.
?8. kk?OkkicV8 III.
Käyser Anno 1440. bis 149z. alt 78. Jahr.
Bey andern heißt er kkIl)LklcV8 IV. oder gar V.nachdem sie nemlich rkmeiriovn von (Oesterreich undkkiveiucvk, von BraunsiHwem in die Reihe der Käysersetzen, von welchen ich zwar an ihren Orten Meldung ge-than, aber die gemeine Rechnung nicht zu turbiren, ihreZahlen weggelassen Habe.
Sein Vater war ci^ksi-v; der Eiserne von Oester-reich, des vorigen Käyserö Vetter, welcher ihm schon An-no 1424. abgestorben war. Er reisetc nach dem Aber-glauben selbiger Zeiten im -o.Jahr seines Alters nachJerusalem, und stifftete nach seiner Zurückkunfft unter-schiedene Klöster, die er mit reichlichen Einkünften ver-sähe. k)
Nach äi.er»ri Tode fielen die Stimmen derChurfirr-sten bey dem Wahl- Tage einhellig auf ihn. ß) Seineäußerliche Person praelemireke auch einen guten Kayser,und man lobet ihn wegen seines stillen und friedsamen Ge-müthes, ingleichen wegen seines scharffen Verstandes undguten Gedächtnisses. l>) Seine Lebens-Art war sehr
mit sokbaner Chur-Würde, b) und versetzte die>^^big, also daß er stets Wasser kranck, und sich als einenKayserllchen Reichs - Instgn.a, so auf dem!^^ allesUberflusses zeigcte,worzu seine zurMelancholie
Schlosse Carlslcm m Bohmen verwahret hatte, nut Beyss^ lenckendeEompIexion viel beytragen mochte, wie er
stuvmunq des Pabstes v. nach Nürnberg, c) dmn nach Art solcher Leute die Einsamkeit liebele , und ck-
woselbst sie bis auf den heutigen Tag verblieben. - -- ' - I ^ ^
Es hatte dieser Käyser so ein geschickt Gedächtniß, daßer 6. Sprachen, als die Deutsche, Lateinische, Böhmische,
Sclavonische, Italiänische und Frantzösische vollkommenredm konte. Es fehlcte ihni weder an wachsamer Sorg-falt noch Tapfferkeit, aber öffkers am Glücke. Er hatteeinen grossen Eifer vor die Römisch-Carbolische Religion,wobey er aber aus abergläubischer Verblendung dieWahrheit gar schlecht einsähe, und derselben vielfältig zunahe trat. Sonst rühmet man noch seine Freygebigkeitund Liebe zu den Gelehrten. < 1 )
47 . /eI. 6 eK.'rV 8 II. UMKäyser 1448- bis I4Z9- alt 40.
Er war des vorigen Schwieger-Sohn, ein gebohrnerErtz '
-Hertzog von Oesterreich, und so glücklich, daß er fastrn einem Jahre mit z. Croncn gccrönet ward. Die Un-garische und Böhmische erbte er von seinem Schwieger-
was gar zu eigennützig war, also, daß ihm einige Schuldgeben wollen, er habe den gemeinen Nutzen seinem eigenennachgesetzet, i) Sonst tadelt man noch seine Schläffrig-kcit, ingleichen sein eigensinniges Wesen, da er alles nachseinem Kopsse vornahm, und endlich, daß er fein Ansehennicht allemahl im gebührenden Stande erhalten kön-nen. K)
Bald im Anfange seiner Käyserlichen Regierung mach-te ihm sein Bruder Li-nrir-rv; ?«ooi6vs allerhand Hän-del, weil er meynete, er hätte in der Theilung des väterli-chen Erbes zu wenig bekommen. Um nun den Plünde-rungen der Soldaten einEnde zu machen,mustc
ihm?KII)kKicv8 die Nutzung von Schwaben auf6. Jahr'überlasscn. I)
(g) 2 Anno
X) 18 H» 8 ieiiV 8 scii>n. 1442. in Kilt
Xleäwi.Iik.4- P.6Ü4. 2) 7 H 1 MIUIV 8 »äsn. 1442 6V?8L>XveNI68»OkL8in ckron.äIf-,riLe c. 2- l,) Lonf.I). I). L. O. 8HtVV!V8 in 5 vnc^Am. tzitz. Oerm. p. I< 2 O 2 .c) ? 888 N 1 "I '88 p. 44. Judewig in »arider^» >„ti-
e) ^LI4.8'rl.VIV8 intzittnr. »okem. c.5:. kV66L8V8 lMEhren - Spiegel lii, 4. 688^8VV8 ^ KOO. OVK8^VIV8.LV8?IXI^V8. »^Vc8L8V8. slii. f) NäVLVLKV8v»I. 2.Aencrär.49. ß) Llirnn. IV!. Ukl^ic. Ipte 88IOL8ILV8 III.in-l »ris virae siiiie Lpud 0888. 8^XIö8LI VIN in ciisrio Iscri iline-Vi-cellenlls. k) ätzt». inkiÜ.riilvLkicilll, i)
ßninni lm^eriglium cureliri. <1) ^8!4i..^> 8108VIV8 »cläik. sä Lnnf. KOI48I8IIV8 <tec. 4 . Iil>. 4 . »/^VL 8 k 8 V 8 !. c. ^IVHV 8LLXcVLtt V-ri l )8 k.g.V.LäI.V !8 Iibruin äußuüalem xsß. 14 . Iib. 28 . I,b.;.ep.iZ. k) .^8ie.87-8V.I. c. 1)688».
vVLK.XVIV8rer.»unßsi-.äcc.Z. lib.z. p.r-2. ^ 800 Iil>. 5. ^L» 8^5 888VIV8. cV8rl8!I^»vz.