XVII. 8«cnlum. l. Lzp. Von den Lehrern in Drienk.
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V!lelOIk^5V8 Imübungen war, daß viele bey der Griechischen Kirche
Patriarch zu Comr.mriüvp,1 Aaiio -6r;. stirbt 1621. Iverblieben, andere aber sich zu den Pabstlern schlugen,Er kam nach gewöhnlicher Weile durch Geld auf den woher die aistmÄivr >,r-er k .tH vnir», äe 222 vn'r.'z,Stuhl, und war sonst weder gelehrt noch tugendhafft; zwischen den vereinigten und nicht vereinigten Rüstwie er denn sonderlich des Lasters der Vollerer) beschul- jen entstanden.
diget wird, bey welcher Gelegenheit man ihm auch mitGisst von der Welt gehalsten, p) Man wird sich also
Der König in Polen war sehr verdrießlich gegen diese«ntgen, so das Vcreinigungs - Merck hinderten, und er«
das Exempel dieses Mannes, den man sonst zu berühren mahnte selbst nere-riv^ r- sich darzu zu b-guemen,nicht eben nöthig hätte, darzu dienen lasten, an solchem welcher ihm aber Anno 1622. mit vielen Gründen zeige«elenden Haupte die Glieder der Griechischen Kirchen ab-tte, warum man Griechischer Seiten die Hoheit des Pab-zumcsscn. istes verabscheuen müsse, auch zugleich LVKIUVki als
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Patriarch« zu Constantinopel Anno 1621. bis i6;8-
Sein Vaterland war die Insul Candien, weichezumahlen noch unter Venetianischem Gebiete stund. VonJugend auf zeigte er einen muntern und fähigen Kopfs,welcher ihn gar zeitig unter seinen Landcs-Leuren eüÜ!,.-ßwrete. g)
Anfänglich studirete er zu Venedig und staclua, durä)-reiscte folgendö Italien und andere Länder; vor allemaber ließ er sich die L<mucri-ru>n der Resormirten gefal-len, womit er sich, zumahl zu GenH eine Zeitlang ver-gnügete, nachdcnr er durch seine Scharffsichtigkeit er-kannte, daß dieser ihre Lehre und Einfalt des GOtteS-Dimstcö auf weit bessern Gründen, als das poli-vculeWesen der Papisten, bcruhete. Inzwischen war seineAbsicht dabey gar nicht, sich von der Griechischen Kircheabzuwenden, sondern dieselbe nur durch wohlgegründeteLchr-Satze auszubessern.
Nach dem er nun seinen Verstand mit unterschiedenenSprachen und Wissenschafften bereichert, sich auch da-bey eine gas tugendhaftste und geschickte Aufführung an-gewöhnet hatte, kehrete er wieder zurücke, und verfügtesich zu seinem Lands-Manne r-irrcrio ?isx, dessen imvorhergehenden 8eculogedacht worden, und kam bey sel-bigem in nicht geringe Gunst, weil er sowohl, als dieser,gegen die Papisten und ihre klillinnarien eiferte, undsonst wegen seiner Treue und Gelehrsamkeit in den wich-
seinen Lx^eebuni oder Vicsi-.um, aufs beste recnm sn-äirete. Allein der König verboth allen fremden Griechendas Land; der kkxsi-clmx des Stuhls zu Constantinopel,znsul Candien, weiche da- Nahmens t«icx?»okvs mnste sich öffentlich aufhingen
lassen und LVk.ll.I V8 entkam einem solchen Trackamen«te mit genauer Noth durch eiligste Flucht; wiewohl auchgemeldet wird, er habe sich durch eine GlaubenS-Förmul,sonach dem Römischen Sinn eingerichtet gewesen, geret-tet, welches aber um so viel weniger gcglaubet wird, jc-mehr man den Jesuiten razasLn, als Königlichen Pohl-nischcn Beicht-Vater, so solches berichtet, und damahlsdieTroublcn am meisten beförderte, im Verdacht habenmuß, daß er diesen Umstand bloß zu feinem Vortheil aus-gedichtet. r)
Nach LVklII.Uk Zurückknnsst zu ^lexanüria lebte erbey den Scinigcn in grossem Ansehen, und ward nachbald erfolgendem Tode de§ Patriarchen Anno
1622. vor den würdigsten gehalten, denAlerandrinisthenPatriarchen-Stuhl zu besteigen, auf welchem er sich indie 19. Jahr seiner Kirchen nicht wenig nützlich erwiesen.
Der Brieft-Wechsel, welchen LVklIUUV8 mitlerwei«le mit den Resormirten in Europa, und sonderlich mitdem Ertz-Bischosse zu L,mcrkury in Engclland unter-hielt, bestätigte ihn nicht nur in feiner Zuneigung gegendie Reformirte Kirche, sondern gab auch Gelegenheit, daßder schöne und uralte geschriebene Loäcx des Neuen Te-,stamencs, dabey der bisher vor verkehren gehaltene Briefsdes ^>eil. befindlich war, den Engclländern
rigsten Verrichtungen gebrauchet werden tonte. Ernzu Theil ward, nachdem sich LVKIUUV8 dieselben durchward demnach erstlich vomeüicus,bald hernach^dessen Übersendung zu verbinden suchte. ,)
auch Priester und ^rck>im»n6r>cc.. , . j Wie er nun durch die Gemcinschaffk mit den Refsr«
Anno 1595. suchten etliche Griechische Bischöffe deSimirten den Sauer-Teig und die Arglistigkcit der PapstPolnischen ReussenS eine Vereinigung mit dem Römi- stm mehr und mehr verabscheuen lerncte r also klagte ersehen Stuhle zu treffen, nachdem man ihnen Versprc- ,n seinen Briefen nicht nur über die in der Griechische»chung gethan, sie, wie andere Stände, zur 8c>,ark>ren-,Kirchen herum schleichende Jesuiten, welche er Hunde und
Würde, von welcher sie dishcro bcr Religion wegen aus-geschlossen gewesen, gelangen zu lassen, wenn sie solchesvcw*rckstclligten. Es kam auch dahin, daß die deöhalbenAbgeordneten zu Rom sich völlig vor den PaM erklär-ten, da indessen nicht wenig vornehme Neusten, so gcist-
böse Arbeiter nennet, r) sondern er fieng auch an, ihnenauf alle Weise die Spitze zu bieten. Doch dieses war derGrund seiner Verfolgungen, welche schon 1612. ihrenAnfang nahmen, da er sich währenden Lx>1i> deö Pakriar«chen nec,i>-.V rl zu Constantinopel befand, und dessen Amt
als weltlichen Standes, gegen diß gestimmte Vuion^rmt Bestimmung der Bischöffe verwaltete« Denn alsWesen auf das fcycrlichste pi-m-ü,rettn. man ihn vor den würdigsten schätzet?, nach «ror To-
LVKII.I.V8 war damahlen KeÄor der Schulen zu Vil- de den erledigten Patriarchen-Stuhl zu Constantinopel
ns, und ließ sich so wohl auf dem 5Xd-- v > zu Brest, dender König zur Beförderung d S WerckeS angestellet hat-te, als auch sonsten gar angelegentlich zum Vortheil derGriechischen Kirchen gebrauchen. ^ ^
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Das Ende dieser Be- ns aniensioric k.p. 5I0« »kuvri, a- "ttL o< mLktvrio c'rk;!,.
—-k,i i verreis p. 55. ^ c-rVio' 'ä-i-ser i»..-? pvü - 75. p.
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