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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XVII. Leculum I. c-sp. Von den Lehrern in Orienk.

war darüber vor den Nachstellungen der Papisten seines!gcn geschahe. Denn da ihm seine Rechnung fchleke, undLebens nichr sicher, und muste deswegen alle Nacht in er die versprochene Summe nicht aufbringeukonte, mü-dem Pallast des Englischen Gesandten schlaffen. Von ste er nach derInsul ^neä« inö exilium, stis er sich durchLVKilck.O aber inüi.uirete man durch einen Renegaten!seine verstelletc Demuth gegen den wieder rcUinureten

dem Groß-Vezier ein Buch, welches jener vor dem inEngelland geg.u die Juden und Muhammedaner vond.r ewigen GOtth.it Ghristi geschrieben hatte, damit manihn vor einen Feind derTmckcn, und Aufrührer ansehenmöchte. Als ab.r das Buch ^xanunwet ward, fand man»üchrs strasswürdig.ö darinnen, und LAKtl^V8 nebstdem Englischen Gesandten wüsten sich so zu verantwor-ten, daß die bereits weggenommene Druckerey, soviel da-von im Tumult nicht war verstr.ur worden, i-cliiruiret'ward, auch viel Jesuiten und andere ihres Anhangs insGefängniß kämm, und den Strick zu Lobn bekommensollen, wenn sie nicht der Patriarch? und Englische Ge-sandte mach erbeth.n gehabt harten. Doch wurden sie ausde n Reich' verbann t. /)

Nachdem folg nds LVKH.V 5 meynete etwas mehrLusst zu haben, sein Gemüth und seine Meynung von derReligion zu entdecken, hielt er Anno -629. einen 8yn<>clum, aufw.lehnn er sein Glaubens-BekänNtnißeirete, und solch s nachmahlen zu Genss in LateinischerSpracht druckn, li ß. Hi.rinnen cr.^lärete er sich inden meiste,' zwisch n den Griechen undProt stantm strei

rechtmäßigen Patriarchen von neuem in sein Bißthumspielcte.

Folgendes Jahr fand sich ein neuer Wid rssacher, nem-lich der Metropolit zuThessalouich, welcher

die Türcken durch 62000. Thaler verblendete, daß <^V-KIsI,V8 abermahl vom Stuhle geflossen, und nach derJnsul ckeneäo gcschickct ward. Nach 27. Tagen aberMuste den Stuhl verlassen, und

gelangete wiederum an seine St elle, nachdem er denTür-ckischcn Gcitz übermahl mit 10202. Thalern vergnügethatte.

Kaum aber Hatte der rechtmäßige LVtzII,l.V> seinenPlatz wieder eingenommen, so war comE

durch Verhetzung und Vorschub der Jesuiten schon imStande den Türcken 50200. Thaler zu zahlen, und sichalso auf den Stuhl zu schwingen. (,MlUl.V8 '-VLA.-Kl8 ward nach der Jnsul llkmän-; ins exilium gebracht,woselbst er ein halbes Jahr verbleiben muste, bis er durchseine Freunde und Geld doch auch dißmahl wieder einge-setzet wurde. N)

Endlich war VKIlck O gleichwohl die Martyrer-Cro-tigen Artickeln vor die reformirete Kirche, welches dcnn'ne bescheret. Denn nachdem seine Feinde bey Anwesen

einen ung.meinen Lermcn verursachte. , Die Papistenhielten die lecki-,', anfänglich vor ein Gedicht des Hol-ländisben Gckandrenö c vs>, dem «^anIe, undder Römisch gesinmte Grieche gab eine

Schrissr darwider Heraus. Als aber die Onw/st, An-no ,6z^. auch Griechisch aus Licht kam, und man ge-nauere Nachrichten erhielt, daß sich der Patriarch«: all r-dinqs darzu bekannte, so konte man nicht mehr an den,Ernst - und der Richtigkeit des WerckeS zweifeln, undsuchte daher nichts weiterS, als sich nachdrücklich anIl.U.k,0 zu rächen.

Indem aber die göttliche Vorsehung gar viele Anschlä-ge der verbüßten Feinde zurück trieb, fand sich endlich ei»schädlicher Verrather, Nahmens cvi-il.i.v<i conanri. Me-tropolit zu Berrhöa in Maccdonien, welcher den Jesu,ten nicht wenig ergeben, und den, Patriarchen, der ihmsonst viel gutes erwiesen hatte, deswegen gehäßig war,weil er ihm auf sein Ansuchen das Ertz-Bißthum vonTh ssalonich nicht alsofork zuwenden wollen.

Dieser tückische und gewissenslose Mann erkannte inseiner Arglistigkeit, daß ihm das Geld den Weg zur Ra-che und gar auf den Patriarchen-StuHl am besten bähnenkönte. Diesemnach bath er sich von LVRIUUO recom-meoä.Monc; nach Moskau aus, um, wie ervorwandte,vor seine arme Kirche Allmosen zu sammle».

Es brachte nun dieser gotkeövergessen-e Mann eine ziem-liche Summe Geldes zusammen, und both daher bey sei-ner Zurückknnsst Anno i6zz. den Türcken 50200. Tha-ler, wenn sie ihn zum Patriarchen machen würden, wel-ches auch, wiewohl auf eine kurtze Zeit von etwaN7.Ta-

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!. tt.vtz8i.>:v8 vom Unterricht der Religionen l>. 5Z.

H. LheU.

h ir desTürckisch n Hofes zu Constantinopel wegen derEnglischen und Holländischen Abgesandten, die sich seinerallezeit auf das eifrigste annahmen, nichts gegen ihn auszurichten vermochten, ergriffen sie Anno i6z8. die Gele-genheit- da der Türckische Kayser in Person zuFeldege-gangcn war, und belägerte, daß ße den

ksilÄ bestochen, und dadurch LHU1.1.0 das letzte Badbestelleteu.

Der nun setzte dem Käyser ins Ohr, es wäredas Ansehen LHr.IUl.1 dem Türckischen Reiche sehr ge-fährlich, wie er denn auch die Cosacken unlängst angc-stifftct hätte Arecks auszuplündern, und es möchte ihmendlich leicht seyn in Abwesenheit des KäyfcrS zu Con-stantinopel selbst einen Aufruhr anzurichten; eS würdedaher am besten seyn, einen so unruhigen Mann aus derWelt zu schicken.

Der Kuyser gab diesen Vorstellungen ohne weitereUntersuchung Gehöre, und schickte dem OimscE, oder6ouverneur von Eonstantinop l, Befehl zu, LVKIl.-HV1 hinrichten zu lassen. Diesem zu folg' ließ ihn derL->ii7EE durch die Janitscharen auf das Schloß in ge«fängliche Verhaßt bringen, folgende Nacht ab. r ausdarMeer in einen Kahn setzen, als ob man ihn zu Schiffeund ins cxilium bringen wolte. Allein dem Patriarchenähnele es sofort, daß sein Ende vorhanden wäre, weswe-gen er aus seine Knie fiel, und seine Seele GOtt befahl»Die Henckerö-Buben sär-meten nun auch nicht fern r,sondern legten ihm unter vielen Schlägen und Verspot-tungen einen Strick um den Hals, und erwürgeten ihn.Folgende zogen ße ihm die Kleider aus, und warffen ihnins Meer, in welchem dieser berühmte Patriarch? seinBegräbniß haben solte. Doch brachten nachg.h nds die

Fischer

b) NOHIN 6 . ->N 3 lcö. l.c.

(kk)