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Kirchen-Historie Neue-Testamentes.
die zu innerlicher Unruhe geneigt waren, so ward er ein-sten von einem solchen Slöhrenfried mit Schlägen der-maßen übel tractiret, daß er nach kurtzer Zeit sein Lebendarüber lassen müsse; worüber sich o) ver-
wundert, daß nemlich ein Schottländer, der sonst zur Un-ruhe nicht ungeneigt zu seyn pfleget, sich um solcher Lehr-Sätze willen habe auf den Tod schlagen lassen.
Übrigens hatte er einen unvergleichlichen Kopfs, undwar zumahl in der Philosophie trefflich beschlagen. Sei-ne Wissenschafft, wie auch sein Geld communicirete ergerne mit andern. Iv seinen Reden war er weitläuff-tig, in den p-rnbu; aber schlecht belesen ; dabey in sei-nen Meynungen hartnäckicht, und zuweilen etwas un-ruhig. n) Wie er zu nicht geringen Streitigkeiten inseiner Kirchen Gelegenheit gegeben, wird unten vor-kommen.
AufSchriffren hat er sich nicht sonderlich sppliciret,welche aber vorhanden, zeugen von seiner Gelehrsamkeit,und sind
1. kraelcQioriei LurnZclice , Welche still Distipel I.ustouicusLiipellur in III. Voluminibu, in 4. Und Friedlich 8z»Lnl,«.rriiur zu Genff in folio heraus gegeben.
2. Xl^rorUecium Lusnßelicum. Es ist sonst Mit den Obler-
uskinnibur ^lori in 8cri>»currm 8. zustimmen ge-
druckt, und vor die Exegeten sehr nützlich.
Z, Seine übrige Schafften sind unter dem Titul bliscell-me,von kriäekico 8xrnkemio heraus gekommen.
8.VOOUkttV8
klozplrrlanvz
Prediger zu Zürich, stirbt 1626. alt 78. Jahr.
Er war aus dem Flecken Altorff in der GrassschafftKyburg,so zu dem Sanron Zürich gehöret, gebürtig.Seine 8n>dia rr Äirctc er zu Zürich, Marpurg und Hei-delberg, bis er 1562. zum Pr diger auf dem Lande beyZürich bestellet wurde. FolgcudS machte man ihn zumkrouiiore bey der Abteylichen Kirchen und 5. Jahr her-nach bey der Carolingischen Schule zu Zürich, bey wel-chen seinen Aemtern er nicht nur sehr treulich das Seinebeobachtete, sondern auch in den Kirchen - Geschichtengrossen Fleiß und Gcschickligkeit bewieß, welches ihn der-massen r^c-nmmenäircte, daß er erstlich zum /ei-cbistig-cono der Carolingischen und folgendö zum Prediger derAbteylichen Kirche befördert wurde, g)
Bey seinen Glaubens-Genossen wird er wegen deöBuches, Soncorclia stckcnrx betitelt, so der kormulaeSoncorstiae entgegen gcsetzet, gar hoch gehalten: v.r.kouttä»vv5 nvirekvz aber hak ihm in feiner Loncor-ilia concoröi seinen Ungrund zurGnüge erwiesen. Sonstist er wegen seiner Historischen Schriffrett zu recomrnencliren.
Alle seine Wercke, ausser denenjcnigen, so etwa nochiu l^8ci5 vorhanden, sind zusammen zu Genff 1681. inVII. Folianten heraus gekommen. Die merckwürdig-sten darunter sind
r. Listori» 8acr»menksri».
2 - ve orißine Sc proArelsti dtonscliaru» libri VI.
Z. ve oritzine, pro^rcstu, vst, <L sbust, templorum.
v) ViÄion. V. I. p. 785. p) IbicI. Icon IO.
-KI8, Operibvi eins prsemistuw. L^XOi.I menioc^b.
-cclcst 8ec. XVII. ULIVLL6MVS ia vic, tt0§kldll^dll,
tt.
4. 1)e or'lßine kestaium ekristiinoruui.
ve origine, progrestii, ceremonü«, riribu; kestorum Iu-st-ieorum, L.secorun,, Xom,norum üc Turcrrum libri lll.l). Loncnrciis «litcors.
7. ve orixine Si prozressu kormulre concorstise Lergenür Lc.
8IX1I^!V8
krofessar 'rbevloxire zu Franecker, stirbt 1629 .Dieser gebohrne Fricßländer legte sich starck auf dieOrientalischen Sprachen, deren Professor er auch an-fänglich zu Franecker geworden.
Seine Schriffren, dadurch er sich einen Nahmen ge-macht, sind
1. 4nrib,rb!>ru! Niblicus, wvrinneii er die Fehler derVcrstg-nis vulAZtL- anzeiget. Es ist aber nur ein Theil davonheraus gekommen, welcken der gelehrte Mönch aus demOrden der Mmimcn, soviel die ersten Vl. Capitel desi. Buch iaolis betrifft, cnkkräfften wollen, aber Hmzm, hatihm geantwortet, welche Antwort mit bey dem ^nrib-r-b-wo zufinden.
2. Pybclsche Conferentie, darinnen er die NiederländischeVerston, so nach Lutheri gemacht, gegen den Grund-Texthalt. r)
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Dischoff zu Edimbnrg in Schottland, stirbt 16Z4.
alt 48. Jahr.
Aberdeen in Schottland war sein Vaterland, allwo erden Grund seiner Studien legte, im l6.Jahre seineöAl-terö Magister, und bald hernach die Logicsm zu stoci-ren angenommen ward, wobey er den äriüorelem gegendieRamisten stefenstircte.
Auf seinen fünffjahrigen Reisen, die er nach dem :o.Jahre seines Alters antrat, besuchte er sonderlich dieDeutschen Universitäten und Bibliorhcckcn, und brachtesich eine grosse Erkänntniß in den Sprachen' und derTheologie zuwege. Nachmahls vegad er sich in die Nie-derlande, und wäre auch nach Franckreich und Italiengegangen, wenn ihm solches nicht wegen seiner schwachenLeibeS-Lonliicunon wäre widcrrachcn worden.
Als er nun wieder zurück nach Engelland kam, wolteman ihm zu Oxford diekrofelnon der Hebräischen Spra-che übergeben, allein er beliebte vielmehr das Predigt-Amt erstlich zu Alford in Schottland, und sodenn in sei-ner Vater-Stadt, wie auch einige Zeit hernach die Theo-logische l)o«ssm-Würdc anzunehmen. Folgends warder Professor und ssecstor der Universität Aberdeen , undendlich durch den König cä k u vi., I. der erste BischoffzuEdimbnrg.
Man rühmet ihn als einen frommen, ernsth äfften undmostsrmcn Mann, der viel gebethet und gefastet, und inseinem Amte, wie auch in der Müdigkeit gegen die Ar-men sehr fleißig gewesen. In seinen Predigten zeigte erein Feuer, durch welches er die Zuhörer gewaltig ein-nehmen konte. Er hatte ein ungemcims ,ussei>m> undein so treffliches Gedächtniß, daß man insgemein saget,er habe nichts vergessen können. Die Wahrheit undden Frieden hatte er so lieb, daß er auch die geringsten
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r) 8-tl'I.L. kckLII^lM 8 lb 4 vül bistoire criri^ue äe Vicu»rkk»menr.