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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XV!I. 8eculum. I. Crp. Von den Reformirte» Lehren.

Z59

tzogs Mutter als Hoff-Prebiger dasclbsicn lebte, voirwelcher ihn die Staaten von Holland sich ausvathen, undihn nach Mastricht setzeten.

Hier hatte er wiederum viel Händel mit den Papi-sten, absonderlich, weil er den Hertzog von 60. illon, derdurch seine der Pabftlichen Religion zugethane Gemah-lin von der Reformirten Religion wetterwendisch ge-macht wurde, auf alle Weise zu erhalten suchte. Zu al-lem Glücke erhielt er i6z6. eine Vocsrion nach Hertzo-genbusch ins Predigt-Amt, bey welcher Gelegenheit er ausdem Gedränge kam.

Sechs Jahr hernach nahm er die angetragene kro-kcllmnem Hologiae zu Grönnigen an, bey welcher fun-üion er so berühmt ward, daß nicht nur die Universitätein grosses Aufnehmen daher erlangcte, sondern mansuchte ihn auch unter dem Versprechen vieler Vortheilenach l.satänns und ke-lomauban, wie auch an andere Oer-ter zu ziehen. Endlich trug man ihm eine kratelilonzu Leyden an, welche er auch bezogen haben würde, wenn,hm der Todt nicht noch selbiges Jahr einen andern Wegangewiesen.

Seine Gelehrsamkeit, welche er nach einer accuratenIckolsilischen Lehr-Art vorzutragen wüste, hat ihm unterseinen Glaubenö-Genossen ein grosses Ansehen^ gemachtalso, daß sein 8ylkema1'!,eolc»gicum aufvielen Refsrmir-tcn Universitäten eingeführet worden: sonst aber hatteer ein unruhiges und zänckischeS Naturell, wie seineConrroucrlien mit ^irricnio, der anfangs zu Duisburgund folgende zu Leyden krotestör gewesen, vvrrio, zi.rinüio und andern ausweisen. Worüber lousuELRLVttivü» proketlor zu Groningen gar nachdrücklich sagte: Eine jede Kirche hat ihre^i^KLSlOL undI. 0 VI 08 . b)

Seine Schrisfrcn, so theils Frantzöfisch theils Lateinisch geschrieben, sind sonderlich

1. teionsckomsckis, kuc vi«äici,e pro verlest« religioni; ke.tormstse säuerlu» In. Usureur, krsncilcsnum.

2. Loncoräi» äisror« L ^nri-Lkriüu; reuelrru» contt» ttuz.6r»cium.

z. 8^-Kems voiuertse l'keologise.

4. VIrims pskienris rsnäem expugnsts s V. 6. Voeilo.

koecierstum Lelßium orkkoli»xu„i, ilue Lonfeillonum ec-clelisrum Lelßicsrum Lxeßetir.

L. Ivksnns kspiir, rrtlikuks.

7. Lxorcills tiue äe exvrcismis über stnß«!srir.

L. 8ocinisnilmi expußnsrs.

§. ^pologir nouitlims prs^riguki'nolsntenio äcc. contra koa-ti6cem leiuitss.

10. Viel vissmslione« und andere Traktate, welche hier zuweitläufftig zu erzehlen. c)

eiMkivs

vor-riv»

krof-ssok'rkeoloxise zu Utrecht, stirbt 1676. alt?6. Jahr.Anfänglich war er Prediger auf dem Lande und nach-mahls in seiner Geburts-Stadt Heuöden, bis er nachUtrecht vociret worden, in wrlcher tunäkion er 42. Jahrgestanden, und sich einen grossen Ruhm erworben. Denner hakte eine ungemeine l.eätur und klsmoire, wie aus

d) Beuche«, im Holländischen Kirchen-und Schulen-.Staate p.249.24^. oiKivn. -r. 2 kxcuM.inlbe-»rw. e) Viä. YslLLL in äisr. biogr. sä »a. 1676«

jseinen Olstettstiombur feleäkir zu ersehen. Man^estäe-nrct aber zuweilen das lusticium. Weil er die Mey-nungen cLrvl^l eifrigst vertheidigte und sich cocceiowidersetzte, so sind die Niederländischen l'Keologj daher inCoccejancr nnd Voerianer gttheilet worden. Sonstwidersetzte er sich auch der Cartesianischen Philosophiesehr eifrig, wie nicht weniger den Adiaphoristen, daherdie Nahmen des ?»Lrcr5lstsl, der ekäLdsisten und »i-soListen erwachsen, ci)

Seine vornehmsten Gchriffren find

1. velpersts csuts kspztur coocrs Isnteliium.

2. öibüorkecs tluäioü I°keoloßisr.

z. OisputSliones seleätse V. lom. in 4.

4. ?ol>tis ecclelrskics.

5. Viaäicise pro lege <L imperio cooirs ttobbeüum äe Live.

6. vc loksnns kspilts.

7. O-f-nüo I.urkeri Lc -äi'unÄorom ipü Ikeologorum pro-leiisntium stlerenrium, nos ti>!s 6äc iuüiücsri sce.

ttLivärrv;

krokeüor rbeoloßise zu Leyden, stirbt 1678. den 15.OÄoKr. alt 80. Jahr.

Der Geburt nach war er ein Deutscher von Fran-ckenthal in der Pfaltz, von wannen sein Vater folgenderZeit nach den Niederlanden gekommen, und Prediger zuAmsterdam geworden. Der junge läLll)^dlV8 nahmzu Amsterdam unter dem keätore ri.4vo, so ein Engel-länder war, und folgendS zu Leyden unter o4ui«i.L co-l.onio so wohl in seinen 8cuäiir zu, daß er im 21. Jah-re seines Alters an dem letztgenenneten Orte Prediger beyder Wallonischen Kirchen wurde. Nach der Zeit, da erzuvor eine zweyjährige Reise nach Deutschland, Schweitz,Fr.mckreich und Engelland angestellet hatte, verwalteteer das Prcdigt-Amk zu Naerden, bis er 1627. nach Ley-den vociret wurde, und endlich an connnnik,-! 1??eiexvie Stelle gekommen, wiewohl er auf die letzte abge-setzet worden, weil er der Cartesianischen Philosophie all-zusehr ergeben war.

Man giebt ihm schuld, daß er hitzig und eingebildetgewesen, sonst sind seine Schriffren wegen seines freyen,beredten und scharffsinnigen 8ryii sehr wohl zu lesen, e)Seine Scbnstren sind

1. Os oriZine errorir libri VII. ElN gelehrtes Uttd nützlichesWerck.

2. Lxsmcn Lstrckilmi He»onllrsnri«m.

Z. Lommenksrinr äe csuis vei äefenis cont» komme».

4. kslciculu, Oilputsiionum Ikevloßicsrum äe 8 ocinisni 5 ll 0 .

5. l?orpu! Ikeoloßise LkttMrnsr in XV. loco« äigetlum.

6. vispucsriones gllsmplure; See.

kkl.^^ici8<IV8

svsklznnv,

krotestor "rbeotogise zu Utrecht, stirbt 1679. den 12. irouembr.

Er hatte sonst Leyden zur Geburkö-Stadt, woselbst erauch anfänglich Ueäror gewesen, bis er nach Utrecht nichtnur. zum ?rolLttore, sondern auch zum Prediger beruffenworden.

Sonst

ä) Beiltkem I. c. L08IV8 äe campsrsiiä« nolikis scripcor.Lecleti kILI 2 I V8 in kill. ecjieiiicor k. Z. p. 2). 24. .e)

I.L ViÄiun. I-.2. Beilkhem t.c. eonf. YfL!Se»1.jll II.L. st-c.17. p. 86). 5cg.