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Kkrch«- Historie Neues Testamentes.
im 5. Jahre seines Alters mitTode abgegangen, unter-ließ seine Mutter, so eine Printzeßin von Anhalt war,nichts, was zur gedeylichcn Auferziehung eines durch dieNatur sowohl begabten Printzen erfordert wurde. Ermunterte sich auch bey zunehmenden Jahren selbst auf,«nd bcdienete sich seines klugen Verstandes zu ErlernungDesjenigen, was ihm und seinem Lande dereinst zum Auf-nehmen dienen konte.
Folgende muste er sich bey den dreyßigjährigen Kriegs-Troublen in die Zeit schicken, und unter dem Könige«vnzv«, Lvoiwuo zu Felde gehen, da er denn auch mnnkerschiedcnen Eroberungen, als in Francken der Städ-te Schweinfurkh, Würtzburg, und anderer, wie nichtweniger in den Schlachten an dem Lech, und bey Lätzen,seine Tapferkeit dermaßen sehen ließ, daß er dadurchnicht geringen Ruhm und Hochachtung erlangete. Gleich-wohl hatte er mehr Lust zum Frieden, und Halst densel-ben, sobald sich die Gelegenheit darzu fügte, aufs bestebefördern.
Inzwischen unterließ er nicht, auch bey noch währen-rendem Kriege, seine Lande bestens zu conkruiren, undDarinnen gute Ordnung zu halten; sondern auch dasChristenthum durch gute Anstalten bey Kirchen undSchulen zu befördern. Er sührete die öffentliche Ca-techismuS-kxsmius ein, und ließ Kirchen und Schulenaus das fleißigste vilniren. Ja, er selbst hielt sichs vorkeine Schande, die Kirchen auf dem Lande gantz unvcr- ^rnuthct zu kregucmiren, und nachzusehen, wie Pfarrerund Schul-Meister ihre Pflicht beobachteten. Bey wel-cher Gelegenheit er einstens einem Prediger, der sich sei-nes fleißigen Bibel-Lesens rühmete, unvermerckt einenDucaten in die Bibel legte, welchen er aber nach Iaß-res-Frist wieder fand, und darüber dem Verächter derBibel eine gute lccssion zu lesen nicht ermangelte.
Damit er auch den alten und erwachsenen Leuten de-stemehr Vorschub zur Ausübung der Gottseeligkeit thunmöchte, so ließ er ihnen zum Besten viel besondere Bü-cher schreiben, und auf seine Unkosten im DruckeherauSgehen, davon die Titul bald folgen sollen.
Nicht nur aber ließ er sich hie Beförderung des Chrk-pculhiims in seinen Landen angelegen seyn; sondern erarbeitete auch vor andere Länder. Also bewog er denCzaar von Moscau durch seine Briefe, daß er den Ev-angelischen den öffentlichen Gottesdienst in seinen Lan-Den verstattete. Zu eben diesem Ende corretponäirete
ges Exempel eines frommen Fürsten. Sein Hostlagerschien ein Kloster zu seyn, woselbst man überall Andacht,Sittsamkeit und eine ungewöhnliche Stille verspürcte.Er selbst pflegtest viel Zeit auf das Gebeth zuwenden,daß ihn aridere Fürsten darüber nur den Bcth-Ernsiennenneten. Seinen Unterthanen that er keine Überlast,sondern schaffte vielmehr alle unnöthige Bedienten ab,damit das Land durch selbige nicht beschweret werdenmöchte. Die Gerechtigkeit beobachtete er auf das ge-naucste, und besuchte sechsten alle Lollegis, damit es jarichtig darinnen zugehen möchte. Und daß ichs kurtzmache: er war ein solches Tugend-Bild eines löblichenFürsten, dergleichen die Welt in langer Zeit nicht gest-hen, und besten Seegen noch beständig auf seine Durch-lauchtigste Nachkommen erbet, r)
Die Scbriffren, so er besorget und heraus gehen lastscn, auch reichlich verschenckek ; sind
er mit dem Patriarchen von Alexanderen^ Ja, er war
Das grosse Weymansche Bibel,Merck»
Die Evangelische N-rmome.
Das Grund-Buch.
Das Haus-Kirchen-Düchlein.
Der Unterricht vor christliche Haus-Vater.
Die Deutschen I oci cnmmun» Ibcoloxirk.
Das Biblische Hand-Buch.
8. Die kleine Postille.
9. Das sogenannte Sulcir-bulu«.
Der Tractak von geistlichen Anfechtungen.
n. Das unvorgreifflichr Bedcncken wegen der damahligenStreitigkeiten, welches Ll-llius verfertiget.tS. Das Lompcnlllum ttiüori,« Lccleti-lUca« Lotlisnum,daran Noeclrrus, Seckenllnekkiur und ^rropoenr gearbeitethaben, und noch viel andere dergleichen Echrifflen mehr,so dieser glorwürdigste Fürst zum Besten der Kirchen undSchulen angegeben.
VI 1 V 5 DVOOVIBV8
L zxvierunoirrr-
Des Heil. Nöm. Reichs unmittelbarer Ritter, Churfürst!»cher Brandcnburgischer gehcimdcr Rath und Cantzier derUniversität Halle, stirbt 1692. den 18. D-c-mbrir,alt 65. Jahr.
Joachim von ScckenSorst, sein Vater, war Fürst-licher Bambergischer Stallmeister und Amtmann zuHertzogen-Aurach, allwo auch Veit Ludewig gebührenworden.
Ob nun wohl dieser junge Seckendorf^ von dem 5.'ahre seines Alters an bey damahligen skriegeö-Zeiken
«uch um Abyßinien bekümmert, und ließ Johann Mi<hael wanslebcn dahin gehen, welcher sich doch aufstiner Rückreise zu Rom bereden ließ, ein Dominicaner-
aüerhand Veränderungen unterworffen war, also, daß
er sich bald zu Coburg, bald zu Mühlhauscn, bald zuErfurt aufhalten muste: so bcdienete er sich doch an allen^, . > » . ^ ^ ^ . diesen Orten sowohl der öffentlichen als Privat- Unter-
Mönch zu werden, indessen unterließ er doch u>cht,^E^^>i dcrmassm, daß er in seinem 10. Jahre dieLa-Durch d u Abyßiner weniier durch simeni^^^^^. bereits .ziemlich inne hatte, und dane-
e.vooi5'-^, dessen Geschickugkert m Französischen, Griechischen rmd Hebräischen,
Äbyßlnlschm und andern Sprachen gnugsam bckannt^^^ g^rch hialhemanci;, gute pi-o^eNn machte.
worden, mit dem Abyßlmschen Kayser eme co-retpon ^ '
rlcnr anzufangen, und ihm von der wahren Lehre schufstli'che Nachricht zu geben.
Gleichwie aber dieser christliche Herr in diesen undnoch viel andern Stücken, die hier anzuführen zu weit-läuffkig fallen, seinen Eifer vor die Gottseeligkeit zumNutzen seines und anderer Lande bezeigcte: also war er«Pch vor seine Person ein recht Bewunderungs-würdi-
Dieser sein sonderbarer Fleiß bewog den Hertzog xn-nerv?» i>lvi.i, ihn an seinen Hoff nach Coburg zn neh-men.
x,vl.l,LNV5 ill ^n»Llll)U5 drSChur-und Fürstl. HausesSachsen. IOLV8 l.Vv0kkttV5 in der Schau-Bühne derWelt-Geschichte V. 2. p.778. k-gg. LlllLL EM-
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