XVII. 8eculum. I. Op. Vsn den Zwlstigkciten.
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Eine andere ControverS einspann sich fast um gleicheZeit wegen der Nothwendigkeit der guten werckeKtir Seligkeit, v. Lonrad krofestbr
Ibeolo^lae zu Helmstadt, hielt eine Oiipucalivn cle ium-nia nscellüacc tiiiei, r»on cuiu^iidct, lest guse esticax estper cliLricatem, darinnen er die Nothwendigkeit der gu-ten Wercke zur Seligkeit behauptete. 0^bIXIV8 gabihm hierinnen in seiner Oigrcilions cle arte noua, so ge-gen den ^poliaram sx»rtt0l.ov^ mnvnvn gerichtetward, Beyfall , und bewog dadurch HOllkkExvxl,daß er bath, diese alte durch LLOk-aivkt ka/eioiexLi mo-uirete Irrungen nicht wieder aufs Tapet zu bringen.Allein die Helmstädter wurden nur eigensinniger, undohngeachtet'lO.Xl/UOX zu Jena, v. Joh. Rorhmah-lcr zu Rudslstadt, ingleichcn die gesummtenIllcoloLi^u
Grunde des Gla^ns nach von einander unter-ich jeden ; 8- dergleichen Sätze sonst eir^z^vL, c-err^re.VLK, vicri.iv8 und XI /ruiuivs VL ovLUUtt zur"Ber,einiguttg vorgeschlagen hatten.
Dieser verderblichen Meynung widersetzten sich also.fort die berühmtesten Ibeoio^i.als LechOVlVz, nvh-8LXI^Xll^V8, X1X0HXIMV8, O^^dI»^VLllV8.80l-IXXkkiV8, kLVLKstOXd4IV8, XllOXI^VMVzund andere, also, daß fast eine unzählige Menge Schriff-ten darüber heraus kamen. Auf 0/ri.iXkl Seite stun-den zuHelmstädt b!OXXIHV8,zuKö!iigsbergX1.^bI^V8, 0»X18II^X!V8 OKLiLKVtz, und v. Mi-chael Böhine, und endlich die Ibeoingi zu Ri teln,daß also nicht ein geringes Gezäncke in unserer Kirchen
...- ..., ^ ^ ,entstünde.
Wittenbcrg, Leipzig und Jena, vornehmlich aber Hui! Die Papisten hatten selbst vor dieser Lehre der Helm-stmann in 8upplememir seines öeeuiarii, ihreLenüiren^städter einen Abscheu, und die Jesuiten zu Mäyntz hiel-bagegen berauö gaben: so warffen doch die Helmstädter!ten davor, es wäre eben so viel, als ob man Feuer sindw,ie nllerlen Anrualirbkeiten um kick. und HOXd4HV8.> . oder Mölcke ,md Achanke
mit allerley Anzüglichkeiten um sich, und HOKblLIV8,wie auch bäILKXIäd!bIV8 und VKLILIV8, welcheden Helmstädtern beyfielen, suchten sich durch ein undandere Schrifften in ihrer beliebten Meynung zu äs-fcnäiren.
Nachdem man nun einmahl angefangen hatte, Irrthü-mer bey L^IIXIO zu finden, so war man desto wachsa-mer aufscine Worte und Schrifften. Solchergestalt fandman in seiner Hülsna loteplii zu tadeln, daß er durch denEngel 6enes. XiVIIl, i6. nicht den Sohn GOtteS, wiedie meisten Kirchen-Väter, sondern einen geschaffenenEngel verstanden haben wolle. O0K8LMV8 zeigetesolches L/iUXIO zuerst, worauf auch Weiler gegenihn geschrieben, 0^UXIV8 aber beyden geantwortethat. e)
Anderer Ncben-Streirigkeiten nur kürtzlich zu geden-rken, so äekenciireten die Helmstädter die Gebethe vordie Todren, ingleichen , Christus könne nach dermenschlichen Natur auch wohl einkiliu; sclopriuuzoder angenommener Sohn genenner werden, derfreye Wille müsse bey der Gnade mit würcken,Hie 8ymbolisihen Bücher wären weder nützlichnoch nöthig, und was dergleichen Fragen, die schon inalten Zeiten ausgemachet waren, mehr aufgewärmetworden, f)
Das grösseste Zanck-Feuer aber, so sich mit denHelm-siädtischeu Theologen in diesem 8ccMo entzündet, und bisin das folgende cominuiret hat, ist das 8yncrclistischeWesen, so etwa um das Jahr 1645. auf das Tapet ge-kommen. Denn als um selbige Zeit das Lolloguiumciisrümiuum zu Thoren inPreussen gehalten wurde,wo-bey L^bIXIV8 gar vertrauere Freundschafft mit demChur-Brandenburgischen Hoff-Prediger 10. KLK6I0gemacht hatte, so fieng 0/U.IXIV8 an öffentlich zu be
Wasser, oder Wölffe und Schaust zusammen in eineNatur vereinige,! und mir den Poeten Satyren undHipi>-cemsus05 verfertigen wolte.
Die Sächsischen Ibe logi wandten alle Mühe an,den Streit zu heben, und sonderlich schlugen die Mitten,berger vor, man solle noch ein Symbolisches Buch ver-fertigen , dadurch die Helmsiädter von der LutherischenKirche ausgeschlossen würden ; wie denn auch Anno1655. cine Schrisst unter demTitul: eonienlu; repeci-rur, aufgesetzet, und von dem Obcr--0on6storio zu Dreß«den Zpprobiret, doch allererst 1665. auf I). ppellersAnstalt absonderlich gedruckt worden. Allein es warenviel andere IKcnloßi, und sonderlich zu Jena l). XIV-8^bV8 diesem Vornehmen entgegen, weit man wohl sa-he, daß solchergestalt ein neues .Tckilma in unserer Kir-chen verursachet werden würde, zumahl, da die Wit-tenberger schon anfiengen, sich und die es mit ihnen hiel-ten, Hulker-,N05, oder rechte, reine und eigentlicheLutheraner, die Widerpart aber Lslixttner und 8/acre-rillen zu nennen.
Indessen da auch das Lorpuz Luangelicum zu Regen,spurg den Churfürsten zu Sachsen ersuchet«, dem ver-derblichen Gezäncke adzuhelffen, bemühete man sich, dieHertzoge von Braunschweig und Lüncburg dahin zri^er-mögen, baß sich derselben Ibeolvgi durch einen Eyd ver-binden sotten, bey dem Lorpore üoÄrinse lulio zu blei-ben, welches aber nicht erhalten werden konte. In Sach-sen wolte man einführen, daß niemand zu einem öffentli-chen Amte solte gelassen werden, wenn er sich nicht durcheinen Religions-Eyd des 8yncrclistm halber purgirethätte; wie auch dieses vielfältig widersprochen, und nichtwohl zum Stande gebracht wurde. l>)
Und so gieng die unselige Uneinigkeit immer fort,wel-che sich auch noch mehr erweiterte, ohngeachtet 0?»bIX-
hauptcn, daß der v.llenst.z zwischen den Luchera->ßv8 und NOKNklV8 den Weg aller Welt gegangennem, Papisten lind Reforimrten nicht 5un6-men ZuHelmstädt nabm der Sohn Friedrich Ul-
»sltt sey, oder, daß diese z. Religionen Nicht dem! rich
«) iv,ä. Gottfr. Arnold in der K. und Kirchen - Historie! K) 0. c^iaxrvL in der Vorrede über die gründliche und?. 2.I>b. ,7. c. II. Lonf. in tiillert. ctc,rigLntiich Vorstellung des Christi. Brdenckens wegen Ztlfft
«4- L i>°nii c^t.oviv'8 i„ Allein 966. k) /lir. tung mehrerer Einigkeit, c^rovivs in Lyk-M.'r. r.p.8-7
tIOl.OV 5 I. c. ir. L^I.OVIV8 in cU.cussinne tcsLlirloü er» Ui?ai i-> lliti. 87»crer.607» 999 - §6?. keg>z
Ä,mr VXlllLXl prrelltt. ik. Uiü.8/acr«. P- 4 S. ^ktriOl.aV8 1. c. «-NiSLI-vrlNVr t. c. p. 1204.
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