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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XVII. 8ocu!um. I. Op. Bov den Zwistlgknten.

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kcitausgeruffen : ^K verils;! Ach Wahrheit! und jumL^mbolo angenommen: in verirsce äc ciiÄrirarc.

Bry^seinem Leben wolle l^b!8Lbi>V8 mit der Haupt-Schrisst, ^ußutiinu? genannt, welche nachmahls eirnnolchenLermen verursachet, nicht Heraus, befahl sie abereinen vertrautesten Freunden, deÄ" l). kld^k^OdZOOu Löwen, und 0/tI.L.^O Ononico zu Mechcln, welcheie mit grosser Behutsamkeit und Bchändigkeit ans Lichtsteüeten, damit die Jesuiten, welche sehr dahinter her wa-ren, die Auflage nicht hintertreiben möchten. Es harreauch bis Wcrck das Glück in kurtzcr Zeit an vielen Or-ten, und sonderlich in Frankreich, mit vielen approbii-nonibur nachgedruckt zu werden.

Weil nun die Jesuiten in diesem Buche allenthalbenunter dem Nahmen der pelagianer angezapsset, und wr-gen ihrer Pedanterien und Scholastischen Grillen, nicht

suchen, und 1644. abermahl eine Bulle heraus gehen ließ,darinnen l^d>!8LdlIV8 mit Nahmen verdammet wurde;wiewohl die Jansenisten in den Nieder-Landcn weder die^rste noch andere Bulle annehmen walten, vorwendend,sie müsse erst von dem Könige in Spanien cuntirn iretwerden, und was matt sonst noch anderes zu seiner Ve-schützung finden konte. m)

Es blieb aber dieser Streit nicht in den Nieder-Lan-den allein, sondern breitete sich auch mindern Landen,sonderlich in Franckreieh, aus, allwo viel i)»iüore5 8or-bcinici und andere, mit I^d>i8Ldiio gar wohl zufriedenwaren; im Gegentheil aber es auch an Widersprüchenicht mangelte, zumahl, da der Cardinal xicttel.iLv dieLonkra Parthey mit seinem Ansehen unterstützte, n)

Als X.die Pabst-Würde erlangete, schien

es anfänglich, als wölke er den Jansenisten fauoriliren.

gar zu säuberlich tractirct wurden, so suchten stc es auf Zum weuigsten war er Willens, nachdem er einige schläss.alle Weise verhasset zu machen, und zwar anfänglich da- riche Lonj-l-egstione, zu Rom über die Sache hatte Hal-durch, daß es ohnePabstliche Erlaubnis wäre heraus ge- ren lassen, beyden Partheyen ein Stillschweige» aufzule-kommen; wogegen man sich doch anderseits schützetc,daß gen. Endlich aber wandte er sich auf der Jesuiten Sel-ber Pabst den Nieder-Ländern kein dergleichen Verboth rc, und ließ 165z. eine Bulle herausgehen, worinnen V.jnlmuiret hätte, und aber die Päbstlichen vecrera in den p.opoliuvncs l^bl88dlll verdammet wurden. 0)

Niederlanden von keiner Krassl wären, wenn sie nicht gehörig promulgiret würden, l)

Indem auch zu Löwen nicht all? Hwologi mit läkl-8MIO zufrieden waren, so wurden die Jesuiten destowüthiger, setzten l'lwlsr 'I'beologicas dagegen auf, liessenc-t»loßo, von den in dem Buche befindlichen Irrthü-mcrn auöfliegcn, schmähleten auf den Cantzeln, zeigeten,daß I^bMbilV8 mit Laluino übereinkomme, daß der re-cheät des Apostolischen Stuhls in Gefahr stehe, und wassie nur mehr dergleichen oäiote Dinge ausfinnen tonten:

wobey sie sonderlich den Cardinal -Lxeeiuliv»« der da-mahls bey dem Kirchen-Regimente zu Rom das meistezu sprechen hatte, auf ihre Seite zogen. Die Jesuiten,deren Nahmen sonderlich hierbcy bekannt worden, warenPL1-KV8 LIVLKV8 ein Spanier, 10. IV80IV8, undI6!§^HV8 VL8. XMNI8.

Der Römische Hof, welcher in dergleichen Dingen oh-ne dem sehr furchtsam ist, ließ sogleich 1641. ein vecrc-eum inyuilniorii; nach den Nieder-Landen abfertigen, wor.innen das Buch ^ugukinur genannt, zu lesen verbothenward, ohngeachtet man keine 0cni'ur über die darinnenenthaltene Lehren beyfügcte, ausser, daß man erinnerte, eswären einige Sätze darinnen enthalten,und würdeauch dadurch die Lonrrouet! clc -uxilii!. gtstise von neu-em aufgerühret, doch wurden daneben die JesuitischenIbekc, auch verbothen.

Indem aber keine Parthey mit diesem vccreto zufrie-den war, so hielten die Jesuiten gar inständig an, daßI/^5Lb1!V8 ins besondere möchte verdammet werden;sie drungen auch durch allerhand listige ?raölchuen durch,daß vxk^v5 VHI. die Sache durch besondere darzu er-wählte Personen, die der Jesuiten Gönner waren, unt.r-

k) l.e-rOL. 8MV8 in k>ikori- wofenitmi UVllOVILV»OK 8. in ctisriv. IN. HktiK 01"r>V8 in vrük. t!e

rsul» I»nt«niuicu, ^potopi» I. pro 1^1481.1410 Lonrrs lermo-ri« H'SLKT'l pr«f.x>.4.

Diese berühmten V. ?ropoln,vne; des lanlenismi sindanfänglich vvn einigen Sarbonisten zu Paris aus ItLN-8LÜ4II Schrifft gezogen, oder vielmehr nach Beliebe»aufgesetzet worden, und bestehen im folgenden:

I. Ali^uä O»i pksecepts kowinibu« iuüi«, rolentibui L c«o»N-tibus sccuoöum prsclenr«, gus« krben» virer, luur impoK-bilis : 6eett qno^ue il!» xr»ti<>, r;u» potlibili» L»nt.

II. lareriori ßririre >n üsru nstur», l,ps,e nunguim reLkikur.

III. ^6 meriokium 6c 6«merenäuw in k»ru nrrur«« läpsä« nonce^uirnur in Komin« Iib«N«» , n«c«Ili»ke, t«ü luKrik liber-

tär s corÄione.

IV. iemi kelsxisni »ämittebrnt prreuenienur Arrtiä« inretiori»necellikätem »4 linzulor »Äur, 6c ism »6 ininum L6ri; Sc inkoc errnt ksererici, quoil rellear e,m ßrilism kälem eile, cu»polier kumsn» volunts» rentiere vel obremperrre.

V« 8emi-kelä§i«noru» «ü 6ic«re, Lkrillini pro omnibur smn!»no kvminibur morruum eüe, »uk ssnAuinem üiäiüe.

Ob NUN wohl der Pabstc diese V. ?ropolnicme; als dieSumme derJansenistischrn Lehre annahm, und verdam-met«: so haben doch die Jansenisten beständig geleugnet,daß ihre oder I^k<8LdiIl Meynung darinnen enthalten,fa, es wäre keine einige von den propoliriombus denWorten nach in dem Buche ^ugullinuz enthalten, alsdie erste, welche doch auch ohne den rechten Verstandaus dem Ooluexce genommen. Die andern?rc>polirio-ne; wären nach eigenen Gefallen gemacht, und so zwey-deutig eingerichtet, baß man sie sowohl ketzerisch als or-küoüox auslegen könne, p)

Die Jansenisten übergaben also hierauf dem Pabsteein Buch, welches sie kliMÜuni verusrir-r> keißln siakisnli; ne«neten,und bathen, es möchte dochalles eigentlicher umersuchct werden. Allein es wurdenur übel ärger, und -er Pabst verdämmere die V. kro-

pl,si.

m) Vid. I.VI). DL 8. in 4 iHo. n)Hiüo!rs«br«-

l) Ües räilonr Hue l'Lrckcvccjuc de,ßie -in lüni-niswS psg. 19 in 6iÄ. 't. 2. p. 1626.