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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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XVII. 5ccu!um. I. Lsp. Von den Zwistigkeitcn,

Z9i

für alle gestorben, es wurden auch alle NlcnsiHenberufen, doch mir der Bedingung des Glaubens:Diesen aber wolle GDrr irach seinem unbeding-tem Rarh-Schlusse nrchc allen, sondern narr etli-chen geben.

Ob "es nun wohl im Anfange dieser Sätze scheinet, alswären diese klyporkecici auf einem gar guten Wege, soverfallen sie doch aufdie letzte eben in den k^rciculsrismum.wie die andern, welches ihnen von unsern Itzcologb gardeutlich gczeiget worden. l>)

Der vornehmste bl/poiliericu; war anfänglich d40LL8 Ad.4VK?rbI)V8, welcher durch LAdlLKOdäblckaufdie Gedancken gebracht worden. Ihm Haben viel be-rühmte Reformirle ckbrologi gefolget, als I08VA kb^-0LV3 und k.^VbV8 lkL8ck^.KL>V8 des znvkLi.ol Colle-acn, V/eVIO Lb0dlvLbl.V8, 10. OäblALV8, 10.K1ll8IKkl8AHV8, ^bLXAXVLK 1elOKV8,10.0b^V-VIV8, ?LIKV81)V L080 Lcc. welchen auch in Deutsch-land viele nachgegangen.

Wie nun die ?art>culLristen gegen diese neue Lchr-Artstritten: also mustesichAXlXKAbl)V8 Anno 16^7. aufdem 8ync>äo zu ^len^on deswegen verantworten. Vie-le verlangten, daß er abgesetzet werden soltc, der 8)mo

XXII.

Was ist von den Labadistischen Zwistigkci-ten zu mercken?

VL b^kAvlIc, eines Soldaten Sohn ausLalcogne, stttdirete in die 12. Jahr bey den Jesuiten,welche ihn aber auf die letzte nicht mehr leiden wolten,weil er allerhand besondere Lehren, die ihnen nicht an-stnnven, vv>» gch inrr«k,.>i ließ, und ihn deöhalben fortschickerm. , ^

Als er hierauf in seinem Vaterland- ym «uvpredigte, verklagten ihn seine Widerwärtigen vor demParlament zu Louräesnx, als wolte er eine neue Reli-gion einführen, worüber er sich Sicherheit halber nachLeneve, bald aber wieder nach Paris, und sodenn nach^M>en5 in der kicsi-cbe wandte, an welchem letztem Or-te ihm der Bischofs die Viinakion der Nonnen-Clösteraufgetragen, o)

Gleichwie er sich nun in diesem Amte eines besondernEifers angemaßet, und die Laster der Clerisey entdecket:also ließ Liese bey dem Bischoffe nicht nach, bis er ihnabschaffte; worauf er sich wieder in sein Vaterland be-geben, da ihm der Ertz-Bischoff zu Houlouie in ein or-

«lu, aber wolle diese nicht hören, und legte nur beyder? deutlich Kirchen-Amt gesetzck, und ihm zugleich die InPartheyen ein Stillschweigen auf; wiewohl der Ä'no-lHeAion der Kloster befohlen. Doch ward er folgend,clu; zu'cllarLNton Anno 1645. erlaubte,sein Carmellter, bis er durch die Verfolgung seiner Fein.

sich gegen die auswärtigen Widersacher zu verant- de veranlasset worden,zu den Reformirken ubcrzutreten.p)

worten. i)

Diejenigen^, so die Sache am meisten gegenKAbvVKI trieben, waren in Franckreich der Professor

Ob er nun wohl zu dckonwuban von den Reformire»tcn gar willig aufgenommen, und nach 2. Jahren miteiner Prediger-Stelle versorget ward: so konteer es doch

zu 8eäsn, ?LckKV8 IvlObldl^KVZ, lO. dl^XbVHb.Auch hier der Geistligkeit Nicht recht machen, und wardPrediger zu Konen, welcher llrasie; aufdem nach wenig Jahren unter Beschuldigung des Lkiüsimi

8ynoäo zu Alsn^on gewesen, die beyden Brüder 6VI-und KIVKAV8.

K^8IV8 und der ältere 8?Adtt^Ld1IV8. Die meistendarunter waren sehr hitzig gegen jene, und K4AKL8IV8ließ sich in solchem Eifer vernehmen: Er wolte es

und anderer Irrthümer zu weichen gezwungen, erlangtedoch darauf den Beruf nach Genff zu einer Prediger-Srelle.

Weil er aber auch hier zu freymülbig predigte Mdstrafet«, ward er endlich ^abgesetzet, da er denn den Be-

samt seinemBlure ausspcpeu, wenn er crwasvon ruf zum Französischen Prediger nach Middclbnrg in

der Lehre der allgemeinen Gnade GGttes in siinein Heryen hätte, k)

Endlich ward Ad1VK^bvV8 des Streitens über-drüßig, und nachdem er sich schon vorher 1649. mit0VlbIkAd40 K1VLA0, und den, Prediger zu KocbeüsV1bi0Ld1H0, einiger Massen verglichen, so vereinigteer sich 1655. mit?L1K0 1v10bMALOgantz kolennilcr,wiewohl die Arten davon verschiedentlich erzehlet werden.hGleichwohl war der Zanck damit nicht gehoben. Denn

Seeland annahm. Sein Eifer machte ihn in den Nie-derlanden fast überall bekannt, und dabey nicht wenigFreunde und Nachfolger. Andere aber wolten viel Do»natistisches Wesen an ihm bcmerckcn; daher er nachmah-len abgesetzet, nnd Dar excommuniciret wurde.

Gleichwohl predigte er »och eine Zeit lang zu Mid-delburg und Amsterdam priusiim mit vielem Anhange,ward aber ietziich gcnölhigck nach Bremen zn entweichen,kam folgenhs an den Hof der Acbtißin von Hecrford,

bald hernach geriekhsn 10. l)Abb^ZV8 und 1v1Li;b8IV8 welchen er dsch aus Käyscrlichen Befehl nach 4-Jahreneinander darüber in die Haare, welche sich doch wstder auch räumen, und bald Hernach Anno 1674. sein Lebenmit einander versohneten. m) Zu Genf war Anno nicht weit von Heerford beschließen musie. g)

1671. fast die gantze Stadt über diesem Puncte in Partbeycn gekheilct. AK0d1L1-1Idl V8 nahm sich daselbst

der allgemeinen Gnade an, kKA8L150V5 1VKKL11d!V8 aber Hielt ihm Obstatt, und tri'umphirete auchend-

Daß er kein ung.l hrter und in Theologischen Sa-chen nicht »«erfahrner Mann gewesen, bezeugen feineSchnffteu, welche, an andern Orten uinständliä) anzu-treffen. r) Absonderlich rühmet man sein scharffes iu-

kick über ihn, daß die allgemeine Gnade durch ein öffent-^-cmm, fertiges Gedächtniß, und seine fast erstaunlichelieh sDecret aus Genff ver wiesen wurde. Bered-

k) Vi<1. V8 in rr. c!e suxiliiz ßrznAe x,. Zo. - . ---.-—--°——-> » -> . —» - —

tr«;. i) l). 1^ OkI^V8 tt. L. src. 17. ?. I. p. >22, k)! n) U»lt. c-.irieule 0e Is coNtlvike >?c <1e 1-kikirr'ent, OL

kpicrills cutttr» in c!i6t 1. p )id ic. ViLr. Lliros>< 1°. 24. p. 72.

i.p. 195. I) Ib-a. p. 614. w) lbi^. p. 990, n) Gstifticv 2 trnc-l!> in der Kirchen-inid Ätzer-Historie

Kilt. Leircuens, jp. 2. p. (82, Hg- r) Ihiä, p, 68l>