Kirchen-Historie Neues TestanieM*
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Christum selbst ausgaben, bey dieser des kiLMKllMcyuung verblieben; wie denn deswegen die Bücher10. XIEäNäL, kll^NLI8(X 8 VKK 3 X,
und andere Jesuiten, welche die Machtdes Pabsteö in Verbannung und Absetzung der ketzeri-schen Printzrn behaupteten, zu verschiedenen mahlen sowohl von der Sorbonne als von dem Parlamente ver-dammet worden, s)
Andere^Nachrichtcn, wie man in Franckreich die Frey-heit der Kirchen gegen das Ansehen des Pabsteö behaup-tet, und wie die Iansenisten gegen seine pereken-brete un-umschränckte Macht und Unbetrüglichkeit gestritten, lindhin und wieder anzutreffen.
In SpLnien fand sich ein Jesuit, Beicht-Vater beydem Hertzoge von Olivarer, welcher in einer Schrifft6e poeoUsre behauptete, daß stet) der pabst al-ler Gewalt in der Christenheit unbilliger weiftanmassere, und nicht inehr in seiner vioccer, alsein ander Bischoffzu spreche?', habe, u.a.m. b)XIX.
Was sind vor Zwiftigkeiten bey den Nefor-mirten zn bemercken?
i. Die placeanischen Zwistigkeiren.
s. Die Zwistigkeiren über der allgemeinenGnade.
z. Die Labadistifthen Zwistigkeiren.
4. Die Loccejai'.ischc»; Zwistigkeiren.
5. Die übrigen Zwistigkeiren..
XX.
Was ist von den klALeanischen Zwistigkeitcnzu nm'cken?
Der krosellor I08V^ zu 8aumur, ein ge-
schickter, und wie man ihn rühmet, bescheidener vichu-rscor, sonst unsträflichen Wandels und aufrichtigen Ge-müths, e) disputircte Anno 1640. über einige 'kbeker ä-ftaiu bominll llpli amc tzr-rtiam, V0N dem Zustandedes gefallenen Menschen vor der Gnade, worinnener ttsrmrete, daß die Sünde Adams seinen Nach-folgern zugerechnet würde, nicht unmittelbarerWeift, und weil sie GDrr dein Menschen nachdem Falle also zurechnen wollet?, sondern mittel-barer Weift, weil sie ihrer Natur und wurtzelnach sich in allen Menschen findet. 6)
G-mtzcr 5. Jahre hakte niemand weder pnuzlim noch
neu College» gezielet war, und stellet? öffent-lich vor, daß er zwar nicht der Meynung zuge-
than wäre, es wär« aber indessen die Sache nicht vonder Wichtigkeit, daß man erst einen Lermen darübermachte, e)
Diß gab verschiedene widerwärtige Bewegungen. Ei-nige billigten den Schluß, andere aber begunrm zu stu-tzet;, und mcyneten der 8700^05 Habe sich übereilet; wirauch gewisser Massen geschehen, weil mannicht zuvor darüber vernommen.
Der vornehmste Antagom'st war LbllO-
bilVS 6 .^l<i 880 b!V 8 , tvelcher auch dazumahl in dem8700Ü0 zu Lbarenron praellüirete. Ausser diesem kamenvon SLXlVkllL llIVLI O,
KObO V^VKVXkO und 81 L?«^XIOSchafften gegen ihn heraus. I?b^cllV8 aber war sobescheiden, daß er sich nur durch eine geschriebene Apolo-gie üotcnMrete. c.^kOllVS vk.bllldievU'IVS erklä«rete sich in einer Epistel vor und einige sei-
ner Widersacher erkannten selbst, daß die gantze Sachedurch eine gute Erklärung tönte gehoben werden, f)
In diesem Streit, welcher nachgehendS in der Refor«mirten Kirchen fort währeke, wurden auch die Lutheranergezogen, weil ?ll^LllV8 einige Stellen aus /eLLIVIOi^v^ldlio und vor sich angezogen hakte,
wogegen die Erklärung in den äo^o^uschen Schriffte»unserer Heeologorum zur Gnüge zu finden.
XXI.
Was haben sich vor bwistigkeiten über derallgemeinen Gnade eryoben?
Es befanden sich schon auf dem Dordrechtischen 8700.cio einige reformirte IbeoIoZ,, welchen der in der Refor«mirten Kircherr sonst angenommene l^rriculsrilmus derGnade GOttcs, oder, daß die Gnade GOtte« nicht alle,sondern nur etliche Menschen, angehen solle, etwas zuhark und unerträglich vorkam; Sonderlich hatte Xl.'Zl'-M!/e8 von Bremen, viel Disputirens
mit oonLko darüber, wiewohl er die gemeine Lehre nichtLbsnäonlUrcte.
Nach der Zeit ist der so genannte Vmucrlalismus Ky-polbericu8 in der Reformirten Kirche, und sonderlich inFranckreich, aufgekommen, da man lehret: GMtt lü-de alle Menschen aus Gnaden zur Busse ein, undwolle kcinerr von feiner Gnade ausschließen, der
Mainzer 5. ^avrc narre nremano wever p'iuzrrrn nvry (Knade Gt^ctes ftv alla«-
öffentlich cnvas dagegen eingewendeh bis lol6)eS 1645. . ^ sich die Meisschen nur nicht selbst
auf dem National-8/noclo zu cnsreoton geschcheu, ' 6 ae>>rrvredinc denMen clten
nachdem auf ftlbigem vorgebracht worden, man hätte
Schrissten angetroffen, darinnen K Zurechnung der K^o'iLAL^ mÄ
tsnndc Adams geleugnet würd.. Dieft Meynung, als Bosheit die fVelc erhalte, und sie durch fti-der bisher gefuhreten Lehre der rotestantcn suwlder, Eangmukh zur Busse locker. Indessen fehle
doch den meisten Menschen die nächste und kraft-linste Gnade, wodurch sie die angetragene llloui-äst,?. annehmen könren. ß) Oder deutlicher: GDttwolle alle Menfcheir selig haben, Christus sey auch
für
verdammete der 8ynoclu5, und befahl, daß nicht nur alleReformirte Ureologi an diesen eschluß gebunden seyn,sondern auch die Candidaten demselben unterschreibensollen.
Xl 08 T 8 HkckVRKllvV8 merckte, daß hiermit aufsei-
a) 1,1. ikici. 5ZZ. 1°om. p-57Z- I^k.6KIlV8 I!. L.lcc.r. 2. p. 166. O'KLKIktOKIVVS Kitt 6»!l.Iik. 15. K i V!6.ULlNe06LttV8 in Kitt. p3psr. z. p. Z77. c) krsskr.wkUaLLI L>xx. cl) Vi-i. Lkeles r. I. Okk'
e) L I" -iiltt. I. p. 19;. s) VLIE u.
u. 5ec. 17. p. 918- ß) ^kl'vlc^UVV8 in rraK. 6e pr-eileü.108. iu «litt. ä« vr«t, «iecrecorum L. i.vfx.