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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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XVII. 8ecu!mv. m. <7sp. Von Kirchen Regiment.

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machen welke/ schrieb sie gar artig in die Rolle der Candi- lastische Wesen angefangen ein wenig beyseite zu setzen»datcn/ und carcßircte den H. Vater so viel/ daß er sich Hingegen legte man sich auf die Historie/ Chronologie»bey instchendem Lvi'.iilinr-o nicht Zeit nehmen konte/den Critic, und andere 8mclis, dadurch man das AnsehenZcttul wieder durchzuleseN/ und also folgendö, was ge- einer bessern Gelehrsamkeit behaupten konte. r)schehen war, geschehen bleiben lassen muste. i Gleichwie nun die Paprstische Clcrisey ohne Zweifel

Auf die letzte machte es so bund/ daß der>durch die Protestanten zu solchem Fleiße aufgemuntert

Pabst gar nichts mehr zu sagen Hatte/ und sich daher worden: also wendeten sie alle ihre dadurch erlangte Fä-einige fände»/ welche Ibl^OLklX'Hl Nahmen überall, higkcit a«/ den Grund der Evangelischen ^--iormanorr

wo er öffentlich zu stndcn/ auslöschetcn, und statt dessen:OUVXllg.V primu^ panritex I-luxuuur, oderOUVIckkl^prima papesiä schrieben, m)

Wie grausam die Päbste gegen die so genannten Ke-tzer gesiunet gewesen, ist aus der gantzen Historie zu er-kennen. Man kan solches einiger mästen aus der FreudeabuchmM/ welche der Pabst VKIW§V8 VIII. über dieNoth der Reformiretcn zu Ilnci^llc bezeuget?, da er sichin der 6rarulan»r>; Schrifftanden König in Franckrcichsonderlich der Worte bedienet?: Vox exultarionir Se QIu-kis in tsbernaculi«, vi>!ear peccatoi öc iralcacur, öc 8/na-Z0Ls8aksnaeconr->beIcae. n)

Endlich war es auch eine rechte GotteS-Vergessenh- it!von Vrbancr VIII. daß er dein Grafen von Ost-Frießlaud,!

umzureissen. Man Hat solche Bücher von blicioi. 10 ,Hkd-IdvO und andern, welche vermögend sind, denUnvorsichtigen einen blauen Dunst vor die Augen zumachen.

An Eifer fehlete es den Papistischen Pharisäern auchnicht, so viel Seelen als möglich zu ihrem Glauben zubereden, wodurch sich auch nicht wenig Haben abwendigmachen lassen, wie im folgenden Capirel wird gemeldetwerden; ohngeachtet die fetten ?rsLben6en und andereweltliche Vortheile gemeiniglich das meiste beygetragen.

Sonst blieben sie fest in ihrem Ceremonialischen undabergläubischen Wesen, in allen ihren Irrthümern undBosheiten, wie solche in vorigen Zeiten abgebildet wor«'den, nur, daß sie solche vorietzo mit mehrer Schmincks

der deswegen seiner bisherigen Evangelischen Religion und Gleißnrrey zu bedecken wüsten,absagte, erlaubte, seines Bruders Tochter zur Gemah-lin zu nehmen, und also das Gesetz GOttes nach seinemWohlgefallen zu brechen. 0)

IV.

Was hat man von den Aemtern und VcrAchtungen verändern Kirchen Bedientenim Pabsthum zu merckm?

Die Cardinal? wolten mit dem bisherigen Titnl IIIu-Ikrilümi nicht ferner zufrieden seyn, weil er nunmehro inItalien gar zu gemein werden wolte. Daher trugen siedem Pabst VIII. Anno r6zo. einmüthig vor, ih-nen den Tiknl Lminennilimi und R.cucesnäillimi beyzu-legen, und die Cardinal? samt und sonders durch einenkörperlichen End aufdas Evangelien Buch zu verbinden,keinen andern Titul hinführo anzunehmen, wie auch inöffentlichem Lonlilwnu geschehen, p) Ob dergleichenehrsüchtige Handlungen so heiligen Vätcrn, als dieCar-dinälc seyn wollen, anstehen, wird ein ieder, der sich der , 77-»-Demuth IEsu Christi erinnert, leicht beurtheilen kon-'' D'eScvul?«.nen.

Der p^;e>vir»v; mahlete diese Herren, da sie in demLonclaui X. versammlet waren, gar sonder-

bar ab, und sagte unter andern: Der Hochmuth hareuch g?z?ug?r, der G?irz gebobrcn, die Wollustan:crzog?n, Argiistigkeir und Lügen »rühren euchtäglich, und die Hossarc giebt errch Unterhalt, u.s.w. g)

Von d.-- iämmrlichen Römischen Clcrisey überhauptzu gedencken, so kan man nicht leugnen, daß sie sich mehr,als sonst iemahl'n, auf die 8. Aia gelegt baden. Manfindet L ute unter ibnen, die in den Orientalischen Spra-chen niebc üb-.l beschlagen gewesen und daher freylichweit bessere über die Schrifft, als ihre

Vorf ahren, geschrieben; zumahl m, da man das Scho-ne lb>6.

n) Vjcl. 0. l'L 6 LXVÜ I. c. ?. I ,, 457 . -') lotci.

p> Z>. p) Hieskk. Lurop. j>. >ür. <z)Vi»i. c.

p. 672.1-4.

V.

Wie war die Kirchcn-Zucht beschaffen?

Man mcrckct hierbey:r. Die Zucht mir den Sündern.

2. Einige andere Gebräuche und Anstalten.

VI.

Wie gierig man mit den Sündern um?

Ausser dem, was in vorigen Zeiten Hiervon gedachtworden, ist nichts weiteres zu erinnern, als daß man diegrösseste Nachläßigkeit in der Zucht der Sünder zurBesserung wahrnimmt. Daher giengcn die allcrgrän-li'cHew Sünden, wie noch ietzo, im Pabsithnme iinSchwange, weil man gar leicht sbtoluuvn und Ablaßhaben konte. s)

VII.

Was hat man vor andere Anstalten zubemercken?

2. Einige Academien und Gesellschafften,z. Die Klöster.

vm.

Was ist von dem Schul Wesen der Römisch-Catholi scheu zu mcrckcn?

Indem man sonderlich auf die Universum » siehet, sofinde ich nicht, daß in diesem 8ccu!o neue Ilr.ivirsitäkcnangeleget worden, ausser die Universität zu pader-born in Westphalcn, welche der Bischoff IHLOOO-iiieV8 von Lürsterrberg Anno 1616. gestifftct. c)

IX.

'Was sind vor besondere Academien undGescllschafften angeleget worden?

(eee) z Die

r) Lau?. OV kil>Iiortz. nou-. treitice. X^II. 8)xvm -V- tt. L ?. 2. p. 767. leqa. k Viü. kLKV. -

5NZLS6 in mcmuwenriz kLrierboraevLbu».