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Kirchen-Hisiorr'e Neues Testamentes.
Die Italiäner Haben mit den so genannten Akade-mien den Anfang gemacht. Der Venetianische Raths-Herr lO kX^bI6l86V8 Hatum den Am
fang des 8eeuli den Grund zu der Akademie gelegek,!weiche 61' Incognin Hcissct. Sie Haben den Fluß dA->lum zu ihrem L^mbolo mit der Beyschrisst: lacognicoe p.->r noio ^Unbekannt und doch bekannt, u)
Hierauf sind eine solche Menge Acadcmien, oder ge-lehrte GMscl-asften in Italien entstanden, daß man siefast nicht zählen kan, davon die meisten auf die Culturihrer Sprache, andere aber auch auf die Verbesserungder Geographie und anderer Theile der Gelehrsamkeitabgezielet sind. Sie geben sich besondere Nahmen, alsda sind zu Rom die b^acci, I^umonsti, kamalkici 6cc.zu Bonouien die Sicismes, zu ?a<!ua die Immatuei) wtplr.r>!ci zu VoMna die IntbntAi, Ol^mpici, Icmpe-,raei, und fast unendlich andere, x-Dcn Italiäncrn sind die Frantzosen nachgegangen.Die Acsciemie ke-inqoise zu Paris ist 16z;. von demKönig in Franckreich bestätiget worden. Die Anfän-ger derselben waren HdeiodeiVZ OOvr^V.erstlichBi-schosszu6e»tlc, und nachmahlen zu Vene; 608I8^Vl),oder 60!k>b^b6V8 einer der vornehmsten Poeten sei-ner Zeit in Franckreich; 6II^?IlI./li!>r; lA'DOVl6V86M V, ein Parlemente-Adpocat und Königlicher Rath,und einige andere, y) Zum ersten ?rorc<st >re hatte die ^criäemie den Cardinal von Richelieu; ih-re Absicht aber ist die Frantzösische Sprache in den voll-
kommensten Stand zu setzen, r)
Die ^caäemie ä«5 Iciencer, oder die Königliche Fran-Hösische 8ocierät der Wissenschafsten, ist Anno 1666.unter der Autorität des Königs in Franckreich durch dieBemühung des StaatS-Mmisierö LObllbKI in Standgcsetzet worden. Sie gebet mit der kb/lic und Klsibeüum, wie ihr denn der König in der Vorstadt St. Jacobein trcfllch Okleruacorium bauen lassen. Eben zu Pa-ris hat man noch die Lcaäcmiam inlcriprionum 6c nu-mikii scum, welche i6t^. von obgedachtem Ick-'. LOb-LllXI' angeleget worden; inglcichen die Akademie derArchirecrur, so eben dieser ivlMiller Anno 1671. un-ter der Inlpcälion des Königlichen Ober-Vau-Meistcröaufgerichtet, a)
In Deutschland hat der Kayser bLO?ObvV3 Ick,Anno i6z>. ein 6oIIe^>um NLlurse cunvlnrum stübill-ret, oder vielmehr in seine krowälion genommen, nach-dem die berühmten däcäic, Ioh. Laur. Bausch undIol). O sichael Aehr, dir Einrichtung davon gema-chck. Es wird auch von dem prmeälore, ^c..clemisbecpnläinr, genennek, und führctdaS Lymboium: dlun,gusrv oriolus. Die Mit-GÜeder bekonimen Nahmenvon den alten berühmten dle.licie, ,md tnüssen gelehrteAnmerckungen über die Natur heraus geben, b)
X.
Was ist von den Klöstern zu merckcn?
i. Man brachte verschiedene neue Orden anf.
2. L
-suche fc-hreren ein ärgerliches Leben.XI.
Was sind vor neue Orden in diesem 8ecu!oaufgebracht worden?
1. Der bFsnneir Orden der belonialüim ^.ununcia-esrum, welchen eine vornehme Genueserin, !ci/Vo.l/rVlL'roXl-r genannt, zum Gedächtniß der Verkündi-gung der Mutter GOlteS Anuo 1604. gesichtet, c)
2. Der bFonncmOrden Vilitsnonis lvlgri^r, welchender Bischoss bld^d^618LV8 äs 8eVl^L8 zu Annsc/ inSavsyen Anno 1610. aufgebracht, und von demPabst bestätiget worden, ch
z. Die blrselürer, oder Urstrlii'.en, welche zwar schonim vorigen 8>-culo> nachdem sie durch äe
KLb85b in Italien gestisstet, Anno 1572. von 6re-ßorio XIII. bestätiget, in diesem 8ecm» aber i6rr.durch eine Nonne von 8. kcuvsbVl.l>tblv in Franckreich eingeführet, undvom PabstV. von neuem gut gesprochen worden. Dievornehmste Arbeit derselben ist, daß sie junge Weibö-. Personen unterrichten e)
4. Die Iesuirerinnen, oder leüuint^c, oder, wie sie auchvon einigen Papisten benennet wurden,Paters-Lxlop--pen solle!, schon Anno 1540. ihren Anfang genommenhaben, dastch stbI8^bbHäL,X08LbHvon Barcel»lona, von welcher isu^rivs coior.^ viel gutes genossen,nach Rom begeben, und diese GescÜschasst in Italienveranlasset. In diesem 8ecul«> aber Hat der ldeäor des
»>) trV^UOO krinraro lcen, il'duom. illullr. I lcslin. x)^l.->lc ^cs4. x) ?LI.I550I4 kitioir« 6e l'^c^^rmi-krsn-^oilr. r) Ibirl. 3) V>4 AllgeM. Hlsi. l,exic. sub voce
-;c2llemie. b) (UiOitS. VOUkkQ. V^LVLl.lVL öc LtlLttLkllM. V-U.Lrtrirrl k!-!i!,c^c»ä-Ml,.
welche und 1'^l'IIlH. gcnennet werden,
Anlaß gegeben, diesen Orden recht nach der IesuikcrRegul einzurichten, und eine eigene Generalin zu setzen.Es breiteten sich auch diese Iesuirermnen ziemlichaus, hielten sich aber nach dem Gelübde ihrer Keusch-heit so schlecht, daß sie der Pabst vxoäuvb VIII. weilsie zumahl noch keine Päbstlichc Oonstrmaüon erhalten,Anno lüzo. durch eine öffentliche Bulle abschaffet«,wozu der Capuciner ?.V^bMI^l8sV8kck^6dlV8vielsoll beygetragen Haben. Dem ohngeachtek sind sie dochnech an vielen Orten Deutfchlandes anzutreffen, s)
5. Der Orden der Eremz-Trägerinnen, welchen desKayserS i^ekol^^oi III. Wittib Ll,LOdkOKW Anno1668. gestisstet, und der Pabst IX. constfmi-
ret. Die Gelegenheit darzu war ein goldenes, mit ei-nem Stück vom Crcutze Christi versetztes Creutz, wel-ches bey dem damahligen Brande der neuen Burg zuWien in der Aschen war ohnversehrt gefunden wor-den. Der Bischoss zu Wien hak die Aufsicht darüber,und dic Röm.Kayserin istdieOrdens-Meisterin. DieOrdens-Dameu Haben ihr tägliches c-sticium, und kra-gen auf der linckcn Brust ein viereckiges mir Ster-nen an den Ecken geziertes Creutz, durch dessen Mitten2. Hoitz-farbme Creutz-Limen gehen. Daö OrdenS-Zeichen ist mik 4. schwachen Adlern umgeben, und hatdiese Beyschrifft: 82lu; 6c ßloris. g) Die
c)5)ist.Bildcr-Saal7.TH-?. 7!>5- a> 18.9,794. c)8ko>t-o^ievs 6 lo.'corL^v; ci-zesumssiz 10. ttooure-
V 8 in cxLmine bulliie vi>>. rontr^zss. H8IUL6-
6t-KV8 in bist. r^. b)Viä.Leb,dcs Kays. rrop, k. L. x,!7Z,-76,