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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirche» - Historie Neues Testamentes

<he in der Vacsnr das Amr halten müssen. DieFrantzösischen Scribentcn erweisen , daß sich dir Königein Franckreich dieses Rechts von uralten Zeiten her bc-»ienet haben. K^I

Das war aber wohl allerdings zuviel, daß sich der Kö-«ig in Franckreich unterstand, die sonst gantz rechtmäßi-ge Ehe-Verbindung des Hertzogs von Orlean;, mit ei

Es blieb zwar sonst bey den Einrichtungen der vori-gen Zeiten : man findet aber überhaupt viel Klagen, daßdie Kirchen-Zucht irr der Rcformirken Kirchen gar sehrversäumet worden. Dis gab auch sonder Zweifel vielGelegenheit zu den Absonderungen, die man in keinerKirchen mehr, als in der Reformirten findet.

In Engellaud gaben die? siraner und IinlepcnäentkN

«er Lotharingischen Printzeßin durch eine Versammlung den lchiicopslen schuld, daß ihre Kirchen-Zucht gar nichts-er Clerisey, die nach seinem Willen sprechen muste, zu rauge, welches auch diese zum Theil selbstcn gestehen, n)Zerreißen, l) Sonderlich sprach man übel, daß die Epffcopalen je-

Dritte Abtheilung dermann ohn Unterscheid zum H. Nachtmahl zuließen,

Von dem Kirchm-Rcgimcnte der Re- """ - ^

formirtcn.

I.

Was wird bey dem Kirchen-Regiment derReformirten vorkominen?

Vicrerley:

1. Die Airchen-Aemter.

2. Die Rüchen Zucht,z. Die Dersämnrlungen der Geistlichen.

4 . Die Gewalt der Obrigkeit m Rirchen-Sachm. ^ D e r.

Doch hat man sich letzter,S zu KönigS lll.

Zeiten die Kirchen-Zucht mehr angelegen seyn lassen, wiedenn so gar gewisse Geftllschafften gehalten wurden, wor-innen man die Abschaffung der Laster, und die Vermeh-rung der Tugenden zum Zwecke hatte. 9)

V.

Was hat man noch von andern AnstaltendevReformirtenzll mcrckcn?

ii.

Was ist von den Kirchen-Aemtern der Re-formirten zu erinnere?

Weiter nichts, als daß die Bischöfse in Engellandihr Ansehen und Gewalt so hoch poullircten, daß dadurchwichtige Streitigkeiten und Spaltungen erreget wurden,wie unten soll bcmercket werden.

Sie gaben vor, nachdem Christus das Kirchcn-Rcgi-rnenr den Aposteln überlassen, hätten diese allein Machtgehabt, ihnen Nachfolger zu verordnen, rmd solche wärendie Bischöffe gewesen, und dahero käme ihnen allein dasRecht der orciinationundluriiüiötionzu, und das wä.e«in Glaubenö-Artickel. Ihnen wären Lierici und l-sic,Gehorsam schuldig, und ohne ihre Bestätigung könnekein Priester sein Amt verrichten. Sie allein könten aufConcil»; voriren. Sie wären grosser Ehren werth,könt- n auch weltliche Aemter bedienen, und dergleichenrnchr. m)

Wie fern dieses mit der Apostolischen Lehre von deinAmte eines rechtschaffenen Bischoffs und Hirten in derG mcinc Christi über«!» komme, ist hier nicht zu untersu-chen ; zumahl, da ein jeder in den rgilonsi.ien Kirchen-Geschichten Erfahrner leicht urtheilet, daß man in die-sem Stücke auf Papistifchen Grund gebauet habe.

Wie war die Kirchen-Zucht der Reformir-ten beschaffen?

Man mcrcket dabey zrveverlep;

1. Die Zuchr rnir den Sündern.

2. Einige andere Anstalten.

Wie gimg man mit den Sündern um?

Die gelehrten Gesellsthafften.

Was hat man von dem Schul-Wcsen derReformirten zu mercken?

Es sind unterschiedene neue Universitäten von ihnen

angeleget worden, als

1. Die Universität zu Groningen Anno 1674. wel-

che die Stadt und die benachbarten Ommländer zuStifftern hak. Der erste llcAor war der berühmteNilloricu; V66O g)

2. Die Universität zu Utrecht, Anno i6z6. welche ih-re Aufrichtung den General-Staaten zu dancken, undbisher in gutem Flor g standen, r)

z.Die Universität zu Heidelberg, welche »ach ihremVerfall bey den Pfäitzischen Troublen Anno 1655.wieder eingerichtet worden. 5)

4> Die Universität zu Duisburg, Anno 1655. derenStiffttmg von dem ChurfürflenFriedrichtVilhelmdein Großen zu Brandenburg Herrühret.

5. Die Universität All tVilliamoburg in America,welche Anno 1720. cingeweybet worden, r)

VII. '

Was sind vor gelehrte Gcsellschafften beydeir Reformirren angerichtet worden?

7. Die Röntgliche Engriiche Gesilsichaffr, wozu derv. zu Oxfork bey Cromwels Zeiten

durch eine wöcheritliche Versammlung gelehrter LeuteAnlaß gegeben. Der König Carl der II. gab ihrAnno 166z. durch seine Gnade den völligen Stand.

Sie

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