Buch 
Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
JPEG-Download
 

422

Klrchrn-Historie Neues Testaments

le dadurch auf die Gedancken gekommen, er Hätte jenem,Elbingm in Preussen, r) Er ledere um die Zeiten des

-ie Schrifflen an die Hand gegeben. Andere sind;:v- Balrhasar walkher, ebenfalls ein b1eä>cu5 vsu

vorhergehenden, und hegte mir ihm gleiche Meynungen,wie er denn auch unterschiedenes zur Vertheidigung uud

E..«, r. .- -.- ' - -

Schrissten einige Nachricht gebenCOLEIckV8 weißner, ein kckeciicu;, der trestich ge-reift- Hatte, und anfangs nichts von Böhmen Hielt, her-nach aber dessen Schrissten sehr liebele und ausbreitete, o)I0II^r^L8 werde,-.Hagen, welcher

um das Jahr 1617. und fernerhin ittnl-itor lurin zuHelmstadt, folgends Svnä-cus zu Magdeburg, wie auchgeheimer Rath des Ertz-Vischoffs gewesen. Er schriebdas grosse Buch cie urbikus blsutesrici,, ingleichen Leeuisnum in libro, koclini äs republicg ; ferner VcruwLbriiiianismum, wie auch l^ckologirm veram lacvl»Loellmii Hutonici, lLzr. 4. Offene Hertze«?,^

Pforte;« dein wahre,-. Reiche Christi; DreRunsirecht zu leben, und andere. Weil er sich aber überseinen Böhmischen, und Weigelianischen Lehr-Sätzenviel Widersacher machte, ward er endlich genöthiget sichnach Holland zu frunccn, bey weicher Gelegenheit er aberder Magdeburgischcn Zerstörung entgangn,, p)Abraham von Lranckenbcrg, Herr zu Ludwigs-Dorf im Fürstenthum Oelö,ein Schlesischer von Adel,legte sich in seiner Jugend nebst anderer Gelehrsamkeitauf die klvguenr, blieb aber einstens in einer ?srcl«A.

cod Böhmens, Amsterdam 1684- 8. Item pfingst-Erstlinge, und Don» den 7. Gäulen christlicherLehre rc.

Ausser diesen kan man noch mercken HVVHLVVXkKIO-1. 8 -^ 80 b-, dessen Buch : Weg zum Gaddathder Ruhe, seit r6;;. gar vielmahl in Englischer undDeutscher Sprache heraus gekommen ; Item IO.

einen Jesuiten, Lesieu Cherubittlstiter wamersnmnn gnugjam anzeiget, Laß er in BöhmensSchrissten gar fleißig studirer habe.

Vi.

Wer waren dieOuacker?

George - GX ein Schuster in England, soll sich inseiner Jugend sehr bescheiden und gottselig aufgeführet,auch die H. Schl ifft durch fleißiges Lesen fast auswen-dig aelernct haben Dis gab ihm folgends viel Vor-schub, von göttlichen Dingen aus der Schrifft, und mitNachdruck zu reden.

Anfänglich, nachdem er eine göttliche Stimme woltegehöret haben, entschlug er sich aller Gescllschafft, wieauch des öffentlichen GOttes-DiensteS. Folgends abereröffnete er einigen , zu welchen er sich vertrauere, seineOffenbahrungcn und Meynungen, wodurch er sich bc^

nstn stecken,'und gerieth folgend-in mancherley Anfech-^kaiint m^ch^^tt-d einc?, Auh'äna bekam, welches merst^echsond-rüch^ welch.-zuerst

er, wie er selbst schreibet, in einen stillen Sabbath gezo-gen n orden, und durch ein unaucst-i-.chlrcheö Licht geler-net, Laß Adam in dem Menschen sterben, Christus aberin ihm leben müsse. Er übergab sein väterliches Erb-Guk seinem Bruder, wolte auch keine ihm angetragenek-voriible Bedienungen annehmen. Sonst corretponclirete er mir den gelehrtesten Leuten, als , uik

cnLkn und andern. Eine Zeit lang lebte er bey »rvx.rio zu Dantzig, und endlich starb er zu Ludwigs-Dorf1652. im ;y. Jahre seines Alters. Jacob Böhme«,hielt er sehr hoch und beschrieb sein Leben. Viel fernerSchrissten sind unter dem Nahmen von.

Friedleben, theils auch ohne Nahmen heraus kommen.Man kan mercken, ViäM vererum Ispicnruw. icsotcerc ijilurn; Oculam tsäcrcuw; 8pbr>ersm m^llicam öcc. q)I»kOVOLV8 von Tschesch, gleich-falls ein Schlesischer Edelmann undRath beydem Her-tzoge zu Bricg, suchte vieles in der Kirchen zu eeformi-rcn, und baktt darinnen den Hof-Visconuin /^V6V8HNVkck Fuhrmann zum Beystande. Er ward aberdarüber so schlecht angesehen, daß er, sich aus dem Ge-dränge zu reisten, das gelobte Land besuchen wolte. Doch,da er bis nach gekommen, rcivluirete er sich nach

Hamburg zu gehen. Folgende behalf er sich in Hol-land, und wieder zu Hamburg kümmerlich als einSprach. Meister, und beschloß endlich sein exilium zu

«) viS. Fr-anckcnberg in Böhmens Leben, p) Gottfr.Ar -ld. i c. p. z. p. 87. keqg. «,) Lolberg im Hermetisch,Platonische»; Christenthum k. r. c. 8- y-zsS.

Den Oiahmen Ouacfcr, welcher Frantzösisch l'rem-blcur,oder Deutsch ein Zltrerer heisset, hak man ihnendarum beygeleget, weil sie bey ihren Entzückungen offtan ihrem gantzen Leibe zu erzittern, und bisweilen garlaut zu schreyen pflegten, vorgebende, sie tönten das gött-liche Licht nicht vertragen, r)

In kurtzcm nahm der Haufe dieser Leute nicht wenigzu, also, daß 1656. schon viel loeo. an unterschiedenenOrten in Engclland gczählet wurden, ohngeachttt sie nichtgeringe Verfolgung, zumahl vou den Preöbyterianernerlitten, u)

Die Veränderung, so zu Crsmuoels Zeiten in Engel-land vorgieng, war ihrem Wachöthume sehr beförderlich,denn Cromwell verboth ihnen zwar den öffentlichen Gok-tcs-Dicnst, gab ihnen aber sonsten Freyheit ungedrücktihr Wesen im Lande zu haben.

Zu Königs e»xoi.> II. Zeiten wurden sie zwar an-fänglich auch gar günstig angesehen, um die Letzte seinerRegierung aber weniger gelitten, x) i^cns^z ll. ließsft in gutem Frieden, welches KOLMH^pvl^pis soll verursachet haben. Also verlangte sie auchNH.UL0UVS III. in ihrer Gewisscns-Freyheit nicht zu

kran-

r) kkiv. UVLXL in seinen Schlesischcn Denckwüldigikeitcn 529. rlibl. Gottfried Arnold I. r. p. 9,. ieq.s) cii0L8lV8 in Kitt. (Z>!,c!ceroi-. ik. in ^ilu-

cilirc>onibus in danc kilk. t) lUeir, ibici. L^ie0N,>IV8 inLpoinß. p. I2Z- -57. e^ir. 6errn. u) LLOi-8!V8 l. e.

59> (iitOL8!VS l.c.x.76. r§ü.Loz.leczg.